Kann ich meinen Hunger beim Abnehmen mögen?

Hunger beim Abnehmen

Fast mein ganzes Leben lang verteufelte ich beim Abnehmen meinen Hunger. Wenn ich nicht immer Hunger hätte, dann müsste ich nicht immer essen und wenn ich nicht immer essen müsste, dann wäre ich super schlank. So spielt es sich zumindest in meiner Fantasie ab.

Inspiriert zu diesem Artikel hat mich eine Diskussion auf Facebook zu meinem Gastartikel bei kochkatastrophen über die „Nutzlosigkeit von Diäten„.

In diesem hatte ich geschrieben, dass ich weiterhin versuche „normal“ zu essen, nämlich nur dann zu essen, wenn ich Hunger habe und aufzuhören, wenn ich satt bin. Und es kam die Frage auf, was „normal essen“ denn ist und das die meisten Menschen nicht abnehmen würden, wenn sie essen würden, bis sie satt sind. Ohne Kaloriendefizit würde es nicht gehen und bei normalem Essen würde sich dieses nicht einstellen.

Aber was ist dann die Alternative? Immer hungern, immer Diät leben, wieder schwanken zwischen Kaloriendefizit und Überessen? Was passiert nach der Diät? Und so kam ich zu der Frage:

Ist Hunger beim Abnehmen vielleicht nützlich?

Ist er wirklich der Grund für mein Übergewicht? Kann ich lernen, meinem Körper und seinen Signalen wieder zu vertrauen?

Was tut mein Hunger denn? Welche Arten von Hunger gibt es denn? Und warum gibt es Menschen, die tatsächlich nur bei körperlichem Hunger essen und von Natur aus schlank sind? Was machen die anders als ich und warum können diese Menschen das so problemlos?

Ich kenne viele Leute, die nie dick waren und die essen, wenn sie sich hungrig fühlen. Die essen dann genau das, was sie essen möchten und keinen Magerquark mit Süßstoff oder ähnliche grässliche Dinge. Und diese Menschen bleiben schlank und gleichen Tage mit viel Hunger durch Tage mit wenig Hunger wieder aus. Es ist auch nicht so, dass diese Menschen immer nur und ausnahmslos „gesunde“ Lebensmittel essen und nur am Salatblatt kauen.

Was sind die Geheimnisse von natürlich schlanken Menschen?

Und kann ich das auch? Mögen diese Menschen ihren Hunger?

Wenn ich dieses schreibe, dann habe ich gleichzeitig ein schlechtes Gewissen, weil es so viele Menschen auf der Welt gibt, die nicht genug zu essen haben und für die die Frage, ob sie ihren Hunger mögen, eine große Farce wäre. Denn ich lebe ja im Schlaraffenland und kann jederzeit und meistens das essen, nachdem es mich gerade gelüstet.

Hunger war bisher etwas in meinem Leben, dass unerwünscht war, weil es meine Diät torpedierte. Als unternahm ich etwas gegen den Hunger.

Folgende Maßnahmen gegen Hunger fallen mir spontan ein:

  1. Ein großes Glas Wasser vor dem Essen trinken.
  2. Eine heiße Gemüsebrühe in langsamen Schlucken trinken, um das Hungergefühl zu unterdrücken.
  3. Kapseln mit Konjakpulver nehmen, die im Magen aufquellen, um satt zu signalisieren
  4. Cefamadar als homöopathisches Mittel gegen Hunger nehmen
  5. Früchtewürfel gegen Hunger einwerfen und diese mit viel Wasser im Magen aufquellen lassen
  6. Mitte der 90er Jahre habe ich tatsächlich einen apothekenpflichtigen Appetitzügler ausprobiert, dessen Namen ich vergessen habe
  7. unglaublich viel Kaugummi kauen
  8. Zähne putzen, dann fällt es leichter nicht zu essen.
  9. 30 Liter Cola light trinken…lach…okay, vielleicht zwei

Und hat mir das alles was gebracht? Nein, hat es nicht, denn ich habe immer noch Hunger…lach. Natürlich, denn Hunger ist ein völlig natürliches Gefühl und der Körper möchte mir dadurch ja eigentlich nur mitteilen, iß was!

Das beste Mittel gegen körperlichen Hunger ist, etwas zu essen und das solange, bis ich angenehm satt bin.

Und ich esse am besten etwas, dass ich essen möchte und das ich genießen kann.

Aber das gilt für den körperlichen Hunger, den Bedarf des Körpers an der Zufuhr von Energie für den Tag. Und ich gebe meinem Körper zu essen, wenn er Hunger hat und mir das auch signalisiert. Ich kann sagen, lieber Hunger, schön das du da bist und dich meldest, denn dann schmeckt mein Essen doppelt so gut und ich ernähre dich gerne gut und natürlich. Und schön lieber Hunger, dass du wieder gehst und verschwindest, wenn ich genug gegessen habe.

Leider gibt es auch den Seh- und Dufthunger, der mit körperlichem Hunger nichts zu tun hat.

Kommt überfallartig vor Bäckereien oder wenn Kollegen Schokolade mitgebracht haben. Kann einen aber auch von der Seite anfallen, wenn es aus einer Pizzeria ganz verführerisch duftet oder das Eis beim Tanken in der Truhe hüpft und schreit: Iss mich!

Seh- und Dufthunger hat meistens mit körperlichem Hunger nichts zu tun und verschwindet auch wieder, wenn das Objekt der Begierde außer Seh- und Riechweite ist. Diesem Hunger kann man ab und zu nachgeben, aber nicht immer. Hier immer zu essen macht uns dick. Wir essen aus Gelegenheit, weil es verfügbar ist und weil es gut schmeckt, aber nicht, weil der Körper das Essen gerade braucht.

Bei Seh- und Dufthunger haben natürlich schlanke Menschen irgendwie eine natürliche Essbremse.

Weil sie aber auch genau wissen, dass sie alles essen dürfen, was sie möchten, wenn der körperliche Hunger kommt. Für mich stellten Bäckereien jahrelang eine sehr große Versuchung dar, da die Lebensmittel dort oft eine hohe Energiedichte haben und auf der „verbotenen“ Liste standen. Seitdem ich mir alles erlaube, ist der Reiz gar nicht mehr so groß. Manchmal kaufe ich sogar etwas und tue es weg für später, wenn der körperliche Hunger kommt, und dann vergesse ich die Tüte in der Handtasche und finde sie erst Abends wieder.

Und dann gibt es natürlich den Trosthunger, den Nötzhunger, den Langeweile-Hunger, den Trotzhunger und die ganzen Spielarten des emotionalen Hungers, die sich oft anfüllen wie realer, körperlicher Hunger und die so schwer davon zu unterscheiden sind. Der „Ich sitz auf der Arbeit und habe keine Lust-Hunger“, der so laut nach Schokolade als Belohnung schreit oder der „Ich sitze gemütlich im Kaffeehaus und möchte Kuchen-Hunger“, weil alle anderen essen, obwohl man selber doch pappsatt ist.

Gefühlshunger, bei dem ich versuche durch Essen Gefühle zu überdecken.

Gefühle, die ich nicht haben möchte. Situationen, in denen ich gelernt habe, das Essen mich beruhigt, mir Frieden gibt, die Gefühle abmildern und mir bessere Laune macht.

Es ist hart, auf einmal Gefühle aushalten zu müssen, die man nicht haben möchte, weil man von seinen eingefahrenen Wegen abweicht und in diesen Situationen nicht mehr ißt, obwohl man so lange Jahre damit gut gefahren ist.

Ich sitze im Büro und ärgere mich schrecklich über etwas. Ganz früher habe ich dann eine geraucht und mich aufgeregt. Heute rauche ich nicht mehr und es ist eh im Büro verboten, also esse ich. Denn das ist gesellschaftlich akzeptiert. Ich könnte mich auch ans Fenster stellen und 30x tief atmen oder 10x den Flur entlang laufen und mit den Armen rudern oder 5 Minuten auf einem Bein hüpfen. Das würde ebenso zuverlässig den Cortisolspiegel senken und den Ärger mildern, ist aber so auffällig…lach.

Essen ist unauffällig möglich und normal! Aber Gefühle wegessen ist kacke und macht dick. Also muss ich mir die Zeit nehmen und warten, bis das Gefühl weg ist. Ich brauche viel Geduld dazu und ein Gefühl auszusitzen und auszuhalten dauert viel länger, als es eben herunterzustopfen.

Wie kann ich denn nun unterscheiden, welchen Hunger ich gerade habe und wann ist essen die normale Befriedigung eines körperlichen Bedürfnisses und wann ist essen eine ungesunde Angewohnheit, der ich entsagen sollte?

Die Hungerarten unterscheiden zu lernen muss man einfach üben.

Körperlicher Hunger fühlt sich bei mir flau im Magen an, ich fühle mich etwas schlapp, es kann sein das sogar der Magen knurrt und ich werde schneller gereizt. Das ist der Moment, in dem mein Körper Nahrung möchte. Manchmal habe ich schlimmen Appetit auf Fleisch oder einen riesigen Hunger auf Nudeln oder ein Brötchen. Und manchmal eben auch auf Gemüse. Und wenn ich körperlichen Hunger habe, dann esse ich und das solange, bis ich satt bin.

Manchmal ist es dann so, dass ich sage: Leider bin ich schon satt ..lach.

Das finde ich dann voll schade, weil es so lecker schmeckt. Aber ich merke mittlerweile ganz gut, wann ich wirklich satt bin. Angenehm satt, nicht vollgestopft. Sodass ich mich nach dem Essen immer noch leicht fühle. Und ich kann mir das Begehrte ja jederzeit wieder beschaffen, ich darf ja alles essen.

Seh-und Dufthunger kann ich ganz gut unterscheiden. Da reicht es kurz achtsam innezuhalten und den Moment vorbeigehen zu lassen. Wenn es ganz arg ist, dann nehme ich mir auch manchmal etwas mit und esse es später. Oder vergesse es dann ;).

Schwierig wird es bei emotionalem Hunger oder alten Gewohnheiten, die mir einen sehr glaubhaften, körperlichen Hunger vorgaukeln können. Emotionaler Hunger sitzt bei mir oft im Hals anstatt im Magen und ich kann Gefühle, die ich nicht haben will, tatsächlich aufessen. Am besten mit Schokolade. Das ist natürlich super praktisch, dann muss ich mich nicht damit auseinandersetzen, kann in meiner Komfortzone bleiben und stopfe alles weg. Leider kriegt man davon Schwimmreifen…

Eine unpassende Angewohnheit ist auch die allabendliche Lust auf Süßigkeiten.

Immer, wenn ich die Süßigkeiten nicht essen wollte und dagegen ankämpfte, fand ich mich später damit beschäftigt nicht nur ein oder zwei Stücke, sondern die ganze Tafel Schokolade aufzumümmeln. Das war bei mir tatsächlich eine Kombination aus der verbotenen Frucht und der Gewohnheit zur Entspannung abends Süßigkeiten zu essen.

Seitdem alles erlaubt ist, esse ich ab und zu abends eine kleine Menge Süßkram und bin damit zufrieden. Das kam ganz automatisch und klappt hervorragend, hat aber ein paar Wochen gebraucht. Und irgendwann hatte ich einfach vergessen, dass ich abends Süßes wollte. Wobei ich eben auch vorher ein nahrhaftes Abendessen hatte, mit einer Speise, die ich wirklich wollte und die ich genießen konnte. Ich war satt und zufrieden.

Ich glaube, der abendliche Süßhunger kam von einem Mangel, den ich empfand, weil ich zum Abendessen nicht das gegessen habe, dass ich wirklich wollte, sondern etwas von dem ich dachte, dass ich es essen sollte. Gesund vor Genuss, Kalorienarm vor Verlangen. Und diesen Mangel musste ich mit verbotener Frucht wieder ausgleichen. Wie es mir dabei ergangen ist könnt ihr hier nachlesen.

Seitdem ich diesen Mangel nicht mehr verspüre, ist der Süßhunger nahezu weg.

Mit dem emotionalen Hunger ist es viel schwieriger und die Trampelpfade der Gewohnheit sind dort für mich schwieriger zu durchbrechen. Denn wenn man solange wie ich trainiert hat, unangenehmes schnell wegzuessen, dann fällt es schwer, der Macht der Gewohnheit zu widerstehen. Das versuche ich gerade mit Hilfe der Hypnose zu unterstützen, wie könnt ihr hier nachlesen.

Es hilft, sich aufmerksam zu beobachten und zu fragen, warum ist der Essensdrang jetzt so groß, obwohl keine Anzeichen für körperlichen Hunger da sind. Und manchmal muss ich einfach Geduld haben und warten, bis ich es verstehe. Und mich und meine Bedürfnisse hinterfragen und mir dann auf andere Weise etwas Gutes tun.

Ich glaube das „Warten können“ und „Geduld haben“, die Schlüssel sind, um seinen Hunger zu mögen und sich damit zu versöhnen.

Noch etwas warten, bis man wirklich körperlichen Hunger hat.

Geduld haben und warten, bis man sein Gefühl, das den emotionalen Hunger auslöst, versteht und Abhilfe anderer Art schaffen kann.

Abwarten, ob man wirklich Hunger hat oder ob es Seh- und Dufthunger ist.

Ich glaube, ich bin so daran gewöhnt Situationen zu analysieren und schnell Abhilfe zu schaffen, dass ich das Warten und die Geduld inkl. der Achtsamkeit einfach aus meinem Leben verbannt hatte. Ebenso dem Körper zuzuhören, der weiß, was mir gut tut.

Deswegen werde ich versuchen, meinen Hunger zu mögen, ihm Respekt zu zollen und darauf vertrauen, dass er und mein Körper weiß, wann und in welcher Menge ich Nahrung benötige. Denn kein Tag ist gleich.

Könnt ihr euch vorstellen, das Geduld und Warten und seinen eigenen Hunger mögen etwas in eurem Eßverhalten verändern könnte?

Die ultimative Stoffwechsel Reparatur!

Das kann ich vollmundig behaupten, denn repariere nichts, was nicht kaputt ist…lach.

Ich habe in meinem Leben ja schon sehr viel abgenommen und auch sehr viel wieder zugenommen. Jedes Mal, wenn ich aufgehört habe restriktiv zu essen und wieder zu meinem „normalen“ Verhalten zurückgekehrt bin, habe ich wieder alles zugenommen und noch mehr.

Ich war völlig frustriert, weil nichts von Dauer war.

Aber es gibt gar keinen kaputten Stoffwechsel!

Meinen ersten richtig großen „Erfolg“ hatte ich vor 15 Jahren mit den Weight Watchers.

25 Kilo habe ich in circa. 5 Monaten abgenommen.  Dann fuhr ich mit meiner Schwester eine Woche in den Urlaub und nach dieser einen Woche, in der ich mich sehr diszipliniert fand, hatte ich vier (!) Kilo mehr auf der Waage.

Ich habe dann mal meine typischen Weight Watchers Tage in Kalorien umgerechnet und landete bei 900-1000 kcal pro Tag. Na super, dachte ich damals, es ist ja kein Wunder, dass ich dann sofort alles wieder zunehme, mein Stoffwechsel ist völlig kaputt und ich werde nie wieder „normal“ essen können! Heul rum.

Ich war ein Opfer der Sparflamme. Mein Körper bunkerte jede Kalorie, die er bekam und befand sich permanent in der Angst vor Hungersnot.  Soweit der Mythos.

Dann fand ich vor ein paar Monaten das Buch Fettlogik überwinden von Nadja Hermann und las mit Interesse das Kapitel „Mein Stoffwechsel ist kaputt“.

Und da gingen mir so einige Lichter auf. Das Buch enthält ein paar sehr spannende Denkansätze von „Fettlogiken“, die sich im Laufe der Jahre auch bei mir verselbstständigt haben und die immer und immer weitergetragen werden, ohne diese noch jemals in Frage zu stellen.

Die Sparflamme und der defekte Stoffwechsel stehen dabei definitiv an oberster Stelle.

Also habe ich alle meine Annahmen diesbezüglich einer gründlichen Überprüfung unterzogen und hier sind meine Ergebnisse.

  • Der Stoffwechsel kann nicht kaputtgehen, denn das würden wir nicht überleben!

Vereinfacht stelle ich mir den Stoffwechsel so vor:

Nahrung oben rein – Stoffwechsel arbeitet – Rest unten raus.

Vereinfacht auch gesagt, Fressen, Verdauen (Energie gewinnen und im Körper verteilen) und Kacken.

Wenn jetzt das ganze System kaputtgehen würde dann hieße das ja:

Nahrung oben rein – Stoffwechsel kaputt – Nahrung oben raus???, Nahrung unverdaut unten raus??? Nahrung wird ausgeatmet??? – keine Energieverteilung – Tod.

Okay, also kaputt geht da schon mal gar nichts, sonst würden wir stante pede verhungern.

  • Der Stoffwechsel kann nicht ruiniert werden, denn dann würden wir ja eher weniger einlagern als mehr!

Die Gleichung wäre ja dann eher so:

Nahrung oben rein – Stoffwechsel ruiniert – ein Großteil der Nahrung unverarbeitet wieder irgendwo raus – weniger Energieverteilung.

Dann würden wir nach einer Diät ja noch mehr abnehmen als zunehmen. Ruiniert bedeutet ja, arbeitet nicht mehr effektiv und verstoffwechselt weniger.

  • Es ist unrealistisch, dass der Stoffwechsel nach vielen Diäten die Nahrung effektiver als zuvor verarbeitet und dann einfach mehr einlagert als vorher!

Denn das hieße ja:

Nahrung oben rein – Stoffwechsel auf Hochtouren und effektiv – die Nahrung würde besser als vorher verarbeitet und besser ausgenutzt, damit der Körper zusätzlich was in den Fettbunker schieben kann – Stoffwechselwunder- mehr Energie produziert als überhaupt aufgenommen wurde.

Wenn das stimmen würde, dann hätten wir das Heilmittel gegen den Hunger auf der Welt.  Dann hätte man bei einer Hungersnot ja nur tüchtig Hunger und könnte später, wenn es nur lange genug dauert, von ein paar Reiskörnern am Tag überleben, weil der Körper durch ein Stoffwechselwunder daraus mehr Energie macht, als ihm zugeführt wird. Das wäre ja sehr praktisch! (Achtung Sarkasmus).

  • Der Körper drosselt auch nicht den Verbrauch der Zufuhr von Glukose ins Gehirn oder zu den Muskeln, um stattdessen lieber Fett einzulagern für schlechte Zeiten!

Das würde ja bedeuten:

Nahrung oben rein – Stoffwechsel arbeitet – Körper überlegt wohin nun am besten mit den Nährstoffen? Gehirn? Muskeln? Nö, lieber Fettbunker wegen Hungersnot? – Energieumschichtung zugunsten Fetteinlagerung

Der Körper muss seine Schaltzentrale zuerst mit Energie versorgen, sonst sterben wir. Und es wird keine Energie grundlos verschwendet, unser Körper ist eine effektive Maschine.  Und nur wenn mehr Energie reinkommt als verbraucht wird, denkt der Körper, prima, die hebe ich mir auf für schlechte Zeiten und ab in den Fettbunker.

  • Also bleibt als Wahrheit, dass wir nach einer Diät wieder mehr essen als wir an Energie brauchen. Der Körper als braver Mitstreiter im Interesse unseres Überlebens bunkert überschüssige Energie.

Der Stoffwechsel geht nicht kaputt. Er fährt nicht auf Sparflamme und da muss nichts repariert werden.

Warum wir nach einer Diät wieder vermehrt essen und dann wieder so viel über unseren Bedarf essen, das wieder Fett eingelagert wird, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Es liegt nicht an der Sparflamme und dem defekten Stoffwechsel. Es kann an seelischen Ursachen liegen oder an Stress oder an einem besonderen Talent zum Essen, an gesellschaftlichem Druck und an vielen anderen Dingen, die ich mir auch noch ansehen werde.

Aber niemand muss Angst haben seinen Stoffwechsel kaputt zu machen. Eine Mindestkalorienzahl ist nicht notwendig.

Im nächsten Artikel schaue ich mir an, welchen Einfluss Kalorienreduktion auf unseren Energiebedarf hat und warum man zwangsläufig wieder zunimmt wenn man dies nicht berücksichtigt.

Hier geht es weiter…