Fazit nach 3 Jahren intuitivem Essen

In den Medien ist das intuitive Essen momentan sehr präsent, “normale” Diäten sind fast verpönt und es herrscht, wie so schnell, ein regelrechter Hype.

Dabei wird versprochen, dass mit Hilfe des intuitiven Essens das Gewicht wie von alleine purzelt, wenn man nur genug auf seinen Körper hört und Hunger und Sättigung trainiert. Wie von Zauberhand hat man auf einmal nur noch Lust auf ein halbes Stück Schokolade und isst nur noch Gemüse.

Bei mir ist das nicht passiert.

Ich habe aber auch das intuitive Essen nie zu einer “Iss nur wenn du hungrig bist und höre auf wenn du satt bist-Diät” gemacht.

Denn das wäre nur das gleiche in grün zu dem, was ich mit den Diäten immer schon gemacht habe, mit den ganz genau gleichen Gedanken. Alter Wein in neuen Schläuchen.

Ich möchte keinen Gedanken haben, wie in den folgenden Beispielen:

Darf ich das jetzt essen, bin ich noch hungrig genug?
Muss ich schon aufhören, obwohl es so gut schmeckt? Bin ich schon satt genug?
Hm…da steht Schokolade, aber ich bin gar nicht hungrig, die lasse ich mal stehen. Denn wenn ich ohne Hunger esse, dann bleibe ich dick.

Sollte ich mir nicht lieber einen großen Salat machen oder einen Teller Brokkoli ohne alles? Man sollte ja mehr Lust auf Gemüse bekommen.

Oh nein, mein Magen drückt. Jetzt habe ich zu viel gegessen und habe das intuitive Essen versaut!

Morgen fange ich an, heute haue ich noch einmal rein.

Ich muss frühstücken, das ist die wichtigste Mahlzeit des Tages, aber ich habe gar keinen Hunger.

Das sind alles Diätgedanken, die bei jeder Diät vorkommen und die genauso die Diätmacke triggern. Und alles was die Diätmacke triggert endet mit hoher Wahrscheinlichkeit so wie die Diät. Mit Fressanfällen, Schuldgefühlen, Versagensängste und dem Gefühl eines langfristigem Scheiterns.

Vielleicht habt ihr den Artikel vorher gelesen, bei dem ich von meinen Knieproblemen erzählt habe und dass dadurch das Thema Abnehmen bei mir wieder in den Fokus kam.

Also stelle ich mir die Frage, was unterscheidet das intuitive Essen von einer normalen Diät?

Ich habe immer gedacht, was ich gerne möchte, wäre den ganzen Tag Limo und Cola zu trinken, drei große Hauptmahlzeiten zu essen und zusätzlich noch Chips und Schokolade und dazu noch ein großes Eis zum Nachtisch.

Aber das will ich gar nicht, das fühlt sich gar nicht stimmig an. Es ist irgendwann kein Genuss mehr und auch kein Vergnügen. (Außer die Limo…lach).

Gerade zum Beispiel habe ich zwei Brötchen gegessen und weil Sonntag ist und ich mir beweisen wollte, dass ich keine Diät mache, noch eine kleine Tüte Chips hinterher. Jetzt habe ich Magendrücken und Völlegefühl und die Chips hätte ich mir schenken können.

Das ist auch schon der erste große Unterschied zur Diät. Früher hätte ich mir Punkte oder Kalorien oder sonst etwas aufschreiben müssen. Und da die Diät an diesem Tag dann sowieso kaputt ist, kann ich ja noch mehr essen.

Heute fühle ich mich voll und gar nicht richtig gut und ich möchte gar nicht noch mehr essen.

Ich MÖCHTE nichts mehr essen. Es tut mir nicht gut und ich fühle mich dadurch schlecht.

ABER GEGESSEN HABE ICH ES TROTZDEM!

Mein Bestreben ist nicht, möglichst wenig zu essen, damit ich schlank werde. Mein Bestreben ist es, genau so viel zu essen, dass ich mich gut und satt fühle und genau das zu essen, was mir guttut.

Und genau das klappt wochenweise gut und dann wieder gar nicht.

Ich glaube, der Trigger für die Tüte Chips war gerade dieser Artikel hier. Ich mache keine Diät, ich darf Chips essen…SO!…Lach…

Und ich darf ja wirklich so viel Chips essen wie ich will, aber vielleicht, weil ich wirklich Lust darauf habe und sie dann auch wirklich genieße und nicht, weil ich mich mein eigener Artikel stresst.

Und genau das ist die Achillesferse, die jede Bemühung, Gewicht zu verlieren, torpediert.

Früher waren die Chips verboten und damit total verlockend und ich wollte immer mehr essen, als erlaubt war. Ich war nie satt, weder körperlich, noch emotional. Zuerst fühlte ich mich euphorisch und irgendwann kippte es.

Heute ist alles erlaubt und ich möchte mich gut fühlen und damit möchte ich gar nicht mehr essen, als ich brauche. Weil ich mich dann schlecht fühle und voll. Die Tüte Chips gerade zeigt mir aber auch wieder ganz schön, dass es noch sehr viele Trigger gibt, die all diese guten Gefühle in den Hintergrund drängen können.

Und das passiert jeden Tag. Jeden Tag gibt es irgendwelche Trigger, die mich essen lassen, obwohl ich nicht hungrig bin.

So wie gerade eben. Ich habe zwei Brötchen gegessen, zwei Hälften mit Mett, zwei Hälften mit Nutella. Wahrlich kein Diätessen. Ich hätte nur fünf Minuten warten müssen, um zu satt zu sein, um die Chips zu essen.

Und da ich das weiß, habe ich die Chips schnell hinterher gegessen…

Besser wäre es gewesen, zu erkennen, dass ich die Chips essen wollte, damit ich mir immer wieder selber beweise, dass ich es darf. Und weil ich eigentlich ein Rezept einstellen wollte, aber die Bilder nicht gefunden habe und mich das gefrustet hat. Und ganz eigentlich wollte ich lieber schlafen, aber nicht den ganzen Sonntag verschwenden.

Richtiger wäre es gewesen, mir ein Schläfchen zu erlauben, im Sinne der Selbstfürsorge. Und dann die Disziplin zu haben nach den Brötchen 10 Minuten zu warten, und hätte ich dann immer noch Lust auf Chips gehabt, diese achtsam, mit Genuss, zu essen.

Wenn Hunger nicht das Problem ist, ist Essen nicht die Lösung.

Die Diät sollte mich schöner, geselliger und attraktiver machen, aber ich befand mich in einem stetigen Mangel.

Beim intuitiven Essen befinde ich mich in der Fülle. Ich darf mich satt essen und ich kämpfe nicht mehr mit meinem Körper. Wenn er Hunger hat, bekommt er Nahrung und er bekommt die Nahrung, auf die er Lust hat. Mein Körper darf das über Hunger- und Sättigung alleine regulieren.

Das ist toll, nützt mir aber nichts, wenn ich mein Ziel damit nicht erreiche. Ich möchte ja schlanker sein.

Bei einer Diät ernähre ich mich so, damit ich dünn werde, egal was mein Körper davon hält. Das wird durch den Kopf und irgendwelche Pläne gesteuert.

Jetzt der Schock!

Ohne Disziplin, Selbstfürsorge und Achtsamkeit funktioniert auch das intuitive Essen nicht.

Beim intuitiven Essen muss ich hinsehen, ich muss meinen Körper spüren, mit mir selber zusammenarbeiten und mich selber annehmen lernen.

Eine Diät ist einfacher, da ich dort etwas befolge, das mir jemand anders vorgibt. Ich denke nur an meine WW Zeit. Da hatte ein Magnum Mandel 24 Punkte, das war fast mein kompletter Tagesbedarf. Es hat aber in echt nur 285 kcal. Da wäre die Diät mit zwei Magnum Mandel schon voll gelaufen gewesen, mit einer massiven Überschreitung meiner Punkte, obwohl ich dann am Tag nur 570 kcal gegessen hätte. Und das, weil WW mich erziehen will, weniger Zucker und Fett zu essen.

Ich will aber nicht erzogen werden, das führt zwangsläufig zur Rebellion. Ich mag Magnum Mandel noch nicht mal sooo gerne, aber ich kann mich auch nach so vielen Jahren noch so gut dran erinnern, weil ein Kollege es ausgegeben hatte. Und ich wollte es essen, habe es dann aufgeschrieben und der ganze WW Tag war kaputt, die ganze WW Woche, 24 Punkte. Das war ein emotionales Drama, um Wochen zurückgeworfen…Leute, es war nur ein Eis.

Wieder intuitiv essen lernen ist ein steiniger Weg mit vielen Rückschlägen und er verläuft viel weniger linear als ich mir das vorstelle, aber ich sehe eine realistische Chance dies für den Rest meines Lebens zu tun.

Keine begrenzte Maßnahme, die irgendwann endet, sondern eine lebenslange Ernährungsform.

Keine erzwungene Ernährungsumstellung auf Lebensmittel, die ich für gesund halte, obwohl sie mir nicht schmecken und ich davon Bauchgrummeln und Zwicken bekomme.

Aber eben auch keine dauerhafte Schokoladenorgie oder essen, wann immer man einen Essimpuls verspürt, sondern ein achtsames Hinterfragen der eigenen Bedürfnisse und ein liebevolles und konsequenten Nein zum Unterdrücken von Emotionen durch Essen.

Und nehme ich davon ab? Nicht, wenn man aus Trotz und weil es erlaubt ist, zusätzlich noch zwei Magnum Mandel isst. Aber sehr wahrscheinlich, wenn man sich das Magnum Mandel gönnt und dann in sich hinein hört, wie viel Hunger man wirklich noch hat und darum das Abendessen kleiner als normal ausfällt.

So ging es mir gestern. Ich hätte für mich nicht mehr kochen brauchen, aber der Mann hatte Hunger und ich hatte für Gulasch eingekauft.

Als das Essen fertig war und so lecker roch, meldete sich auch bei mir der Hunger, aber ich aß nur einen kleinen Teller und war danach befriedigt. Nicht, weil ich mir das fest vorgenommen hatte, sondern weil nichts mehr reinpasste…lach.

Ich war satt!

Trotzdem ist das paradoxe ja, dass ich nie ankomme. Ich schreibe den Blog jetzt seit fünf Jahren, die ersten Artikel sind von 2017 und handeln vom Kalorienzählen. Weil ich nichts anderes kannte, das dauerhaft hilft.

Dann habe ich jede Menge analysiert, versucht meine Trigger zu finden, Hypnosetherapie gemacht, in der Vergangenheit herumgewühlt, um Auslöser zu eliminieren und noch viel mehr.

Ich war die Kalorienzählerei so satt in 2019, die Waage kam weg und ich wühlte mich durch das intuitive Essen und versuchte mich daran, endlich wieder mit meinem Körper zusammenzuarbeiten.

Fünf Jahre der Blog, drei Jahre intuitiv. Jahre, in denen ich mega viel erreicht habe.

Ich kann heute richtig gut kochen, das konnte ich vorher nicht.

Ich habe mega viel über mich gelernt und mag mich oft richtig gerne. Trotz all der Pfunde und allen Macken.

Aber ich bin noch genauso dick wie 2017! Mal mehr, mal weniger.

Und ich bin nicht angetreten, um Koch zu werden…lach. Das sind zwar super schöne Ergebnisse, aber ich wollte lernen, mühelos zu essen und schlank zu sein.

Deswegen war ich heute Morgen auf der Waage. Ja, wir haben eine. Mein Mann wollte sich wiegen, ab und zu, also gibt es so ein mechanisches Ding. Ich hatte echt Angst, weil ich nicht zurück möchte in den Diät/Wiege/Vorwürfe Wahn. Aber ich war drauf…und hab gedacht, okay…ja, das passt zur Kleidergröße…

Es war nicht so schlimm, wie ich dachte. Ich habe mich nicht beschimpft. Es gibt ja auch keinen Grund dazu. Ich wusste ja, dass ich nichts abgenommen habe. Und ich war das letzte Mal 2019 auf der Waage, in der Kur. Dort hatte ich gebeten, es mir nicht zu sagen, aber es stand im Abschlussbericht…

Hat sich nicht geändert, fast exakt gleiches Gewicht…aber etwas mehr als 2017.

Hallo, ich bin’s. Andrea, euer Abnehmcoach. Ich schreibe seit 2017 einen Blog übers Abnehmen und habe bis 2021 etwas zugenommen. Nicht viel, aber etwas.

Ich muss echt lachen. Tatsächlich bin ich nicht frustriert. Denn ich kann jetzt richtig gut kochen. Das ist toll!

Und ich stehe nicht auf der Waage und weine, weil ich dick bin. Ich muss auch keinen schlimmen Tagebucheintrag machen, weil ich dick bin.

Denn die Mahlzeiten machen mich nicht dick, sondern das, was ich als emotionale Esserin zwischen den Mahlzeiten verputze…und das geht auch wunderbar intuitiv.

Ich forsche einfach weiter…ich kenne ja jetzt den Grund. Und darüber handelt dann der nächste Artikel.

Denn ich halte das intuitive Essen für weiterhin für weitaus zielführender als alles, was ich davor gemacht habe. Und ich konnte mich wiegen ohne Drama. Essen ist auch kein Drama und ich fühle mich total entspannt.

Und das ist in der Tat mein größter Gewinn durch das intuitive Essen. Ich bin mit dem Essen entspannt. Keine Schuldgefühle, kein Frust, keine Selbstbeschimpfung.

Aber wenn ich weiterhin emotional esse, wird es mich auch nicht schlank machen, dann bleibe ich so wie ich bin. Was auch okay ist :).

Würde ich meinen Erfolg nur anhand einer Zahl auf der Waage bestimmen, dann wäre das Ergebnis sehr ernüchternd. Ich habe aber so viel mehr gewonnen.

Ich fühle mich gut so wie ich bin. Das Gewicht ist nicht mehr Ausdruck meines Selbstwertgefühls, sondern nur mein Gewicht!

Damit kann ich viel besser arbeiten als mit der früheren Ausgangslage…lach.

Früher wollte ich immer alles verändern, gesund essen, mit wenig Kalorien. Jede Mahlzeit perfekt. Punkte zählen, Kalorien zählen, mega schnell abnehmen, aber nie mit Maß und Ziel. Und wenn ich fertig war mit der Diät dann war meine Erwartungshaltung nun beliebter, geselliger und schöner zu sein. Als ob dünner sein etwas an meinem Wesen ändern würde.

Jetzt weiß ich, dass das intuitive Essen im Kern funktioniert. Die Aussicht, “nur” weiter am emotionalen Essen arbeiten zu müssen ist toll. Damit könnte es gelingen, dauerhaft ein paar Kilo zu verlieren, denn ich möchte mich besser bewegen können, die Knie entlasten und natürlich auch toll aussehen…lach. Aber ich mag mich auch so wie ich gerade bin.

Es ist keine begrenzte Diät, es ist eine dauerhafte Lebensweise. Und der wirkliche Gewinn liegt in der Selbstfürsorge.

Abnehmen will ich aber trotzdem immer noch. Deswegen überlege ich mir im nächsten Artikel noch eine Strategie für das emotionale Essen. Freut euch drauf….

Eure Andrea

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4 Antworten auf „Fazit nach 3 Jahren intuitivem Essen“

  1. Hi Andrea,
    ich hab’ gerade schon einen Beitrag geschrieben, aber Dein Blog lässt mich aktuell nicht los … 😉
    Okay, wie wäre es eigentlich mal zu akzeptieren, dass wir einfach die Dicken sind? Vor vielen Monden sagte mal mein Fitness-Trainer zu mir: “Wir sind eben nicht alle Lamborghinis, es muss auch Trucks geben.” Na klar, wäre ich lieber der schnittige Lamborghini, machen wir uns nichts vor. Aber hatte er vielleicht recht? Und zwingt uns unser Körper nicht mit aller Macht, uns nach einem kurzen Ausflug vom Lamborghini wieder schleunigst zum Truck zurückzuentwickeln?
    Aber wie wäre es eigentlich, wenn ich mein ganzes Leben lang versucht hätte, als Naturschwarze eine Blondine zu werden? Ja, als Teenager wollte ich natürlich auch lieber eine Blondine sein. Aber irgendwann wurde ich erwachsen und es war mir absolut egal, welche Farbe meine Haare nun haben. Aber mal ohne Spaß: Was wäre denn passiert, wenn ich über 40 Jahre all meine Kraft hineingesteckt hätte, damit mir echte blonde Haare wachsen? Nix natürlich, aber ich hätte soviel sinnlose Zeit verplempert.
    Ich glaube, Dein Blog hilft mir, mir selbst auf die Spur zu kommen. Könnte also gut sein, dass ich hier noch öfter poste … 😉
    LG, Petra

    1. Hallo Petra,
      in der Tat habe ich mich auch von meinen ursprünglichen Idealen schon lange verabschiedet. Ich werde nie eine Elfe und ich wiege wahrscheinlich nie wieder in meinem Leben 55 Kilo…lach. Der große Unterschied zu früher liegt bei mir darin, dass ich versucht habe durch Gewichtsverlust weniger Angriffsfläche zu bieten. Ich wollte beliebt sein und dem Mainstream entsprechen und ich dachte, ich werde mehr gemocht, wenn ich schlanker bin. Diese Denke abzulegen war der eigentliche Gewinn und ab da war es einfacher zu akzeptieren, dass ich Hintern und Brust habe und niemals eine Ballerina sein werde, sondern eher Kugelstoßerin…grins…trotzdem möchte ich Gewicht verlieren, damit meine Knie weniger weh tun, ich beweglicher werde und ich auch in ein paar Jahren noch Wandern gehen kann. Aber das entscheidet dann nicht mehr die Waage, sondern mein Körper entscheidet, wie er sich fühlt.
      Liebe Grüße
      Andrea

  2. Hi Andrea,
    danke für Deine ausführlichen Antworten. 🙂
    Na klar möchte ich auch dünner sein und mich nicht auf meinen 103 kg auf 170 cm ausruhen.
    Wenn ich so frontal in den Spiegel sehe, dann sieht das gar nicht so schlimm aus, aber wehe es fällt zufällig ein Blick in ein spiegelndes Schaufenster … Au weiha, da bin ich echt bedient.
    Während die ganze Welt nach Sommer schreit, bin ich froh, wenn die Tage wieder kälter werden. Lagenlook und so … 😉
    Ich hab’ zwar keine Probleme mit den Knien, aber ich will gar nicht an mein armes Herz denken.
    Nur bin ich eine Perfektionistin und leider auch eine Schwarz-Weiß-Denkerin und glaube, das ist auch zum Teil mein Verhängnis.
    Entweder mit vollem Schwung und Karacho, jetzt und sofort oder “ach, hat doch sowieso keinen Zweck”. Mittelmaß? Nicht mein Ding.
    Aber abgerechnet wird zum Schluss und vom Aufgeben bin ich auch noch weit entfernt. Ich muss und will nur endlich Frieden schließen mit einem Körper, den ich Jahrzehnte lang vergewaltigt habe. Ich hoffe, er verzeiht mir und bin gleichzeitig so wütend, dass die Politik, die Lebensmittel- und Diätindustrie diesen Wahnsinn weiter unterstützen und fördern.
    GLG, Petra

    1. Hallo Petra, das kenne ich so gut mit dem flüchtigen Blick im Schaufenster. Wir waren gerade in Meran und in dem Badezimmerspiegel sah ich aus wie ein Walfisch mit Dellen und jeden Morgen hab ich gedacht, ich mach den gleich kaputt, den fiesen Horrorspiegel. Die ersten beiden Tage hab ich mich echt runtergemacht, bis ich wieder an dem Punkt war zu sagen: Ey, es ist nur ein Spiegel…der beurteilt mich gar nicht, dass bin ich selber, also kann auch nur ich damit aufhören. Hat geklappt, war aber hart. Liebe Grüße Andrea

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