Sigara Böregi mit Schafskäsefüllung

Sigara Böregi

Sigara Böregi

Eine tolle Kleinigkeit für ein Buffet oder als Beilage zum Grillen. Türkische Schafskäseröllchen sind ganz einfach und schnell zu machen und bei uns der Hit.
Vorbereitungszeit12 Min.
Zubereitungszeit5 Min.
Gericht: Kleinigkeit
Land & Region: türkisch
Keyword: Grillen, schafskäse, Türkisch
Portionen: 12 Stück
Kalorien: 115kcal

Zutaten

  • 1 Packung Yufka-Blätter Gibt es im türkischen Lebensmittelhandel
  • 200 Gramm Schafskäse Echter Käse aus Schaf- oder Ziegenmilch schmeckt besser als Hirtenkäse aus Kuhmilch und es sollte unbedingt die Vollfettvariante sein.
  • 1 halbes Bund glattblättrige Petersilie
  • 1 Eiweiß
  • 1 EL Milch
  • Fett zum Ausbacken

Nur wenn man die Röllchen im Backofen backen möchte:

  • 1 Eigelb

Anleitungen

  • Alle Zutaten bereitstellen und das Eiweiß mit dem Esslöffel Milch verquirlen.
    Zutaten Sigara Böregi
  • Nun den Schafskäse zerbröckeln und die Petersilie fein hacken und beides in einer Schüssel miteinander vermischen.
    Schafskäse und Petersilie
  • Jetzt ein Yufkablatt nehmen und dünn mit der Eiweiß-Milch-Mischung bestreichen.
    Yufka Blatt befeuchten
  • Ein wenig von der Füllung an der langen Seite auf das Yufkablatt geben und an den Seiten einklappen. Nimm nicht zu viel Füllung, da die Röllchen ansonsten beim Frittieren aufplatzen können.
    Sigara Böregi falten 2
  • Die Röllchen möglichst eng aufrollen.
    Sigara Böregi rollen
  • Wenn alle Röllchen gerollt sind, neutrales Öl in einer Pfanne erhitzen und die Röllchen darin von beiden Seiten frittieren. Achtung, das geht recht schnell. Lass sie nicht zu braun werden. Natürlich kannst du auch in einer normalen Fritteuse frittieren.
    Noch warm und knusprig schmeckt es am besten.
    Sigara Böregi ausbacken 2

Falls du die Röllchen im Backofen zubereiten möchtest:

  • Den Backofen auf 220 Grad vorheizen. Die restliche Eiweiß-Milch Mischung mit dem Eigelb verrühren und die Röllchen damit bestreichen. Auf Backpapier circa 20 Minuten im Ofen backen. Das funktioniert, jedoch schmeckt mir persönlich die frittierte Variante besser.

Friss dich dumm Brot 2.0 – mit Sauerteig

Friss dich dumm Brot 2.0

Friss dich dumm Brot 2.0 – mit Sauerteig

Es ist perfekt – nun lass es uns besser machen! Das Friss dich dumm Brot 2.0 in einer verbesserten Form, für Eilige mit gekauftem Sauerteig.
Vorbereitungszeit5 Min.
Zubereitungszeit3 Stdn.
Arbeitszeit10 Min.
Gericht: Frühstück
Land & Region: Deutschland
Keyword: Brot, Friss dich dumm Brot, leckeres Brot, Sauerteig
Portionen: 21 Scheiben
Kalorien: 125kcal

Equipment

  • Optional: Knetmaschine oder Thermokocher

Zutaten

  • 520 ml lauwarmes Wasser
  • 10 Gramm frische Hefe Trockenhefe geht auch
  • 1 TL Honig Zucker geht auch
  • 2 Päckchen fertiger Sauerteig Ich hatte Sauerteig von Seitenbacher, 75 ml Inhalt (unverlangte, unbezahlte Werbung)
  • 400 Gramm Weizenmehl, Typ 550
  • 100 Gramm Dinkelmehl, Typ 630
  • 200 Gramm Roggenmehl, Typ 1150
  • 50 Gramm Weizenmehl, Typ 1050
  • 3 gestrichene TL Salz

Anleitungen

  • Lauwarmes Wasser in eine Schüssel geben und die Hefe hineinbröckeln. Den Teelöffel Honig hineinrühren und so lange rühren, bis die Hefe sich aufgelöst hat. Du kannst aber dafür auch die z.B. Prep & Cook nehmen, 3 Minuten, 35 Grad Stufe 3.
  • Nun den Sauerteig in das Hefewasser geben.
    Sauerteig hinzufügen für Friss dich dumm Brot
  • Alle Mehle abwiegen und ineinander mischen. Das Salz zu den Mehlen geben und alles zu einem klebrigen Teig verrühren. Ich lasse in der Prep & Cook das Programm P1 laufen, überspringe die Gehzeit, schiebe alles vom Rand noch einmal herunter und lasse das Teilprogramm P1 noch einmal laufen. Der Teig ist sehr klebrig, das ist normal.
    Teig geknetet
  • Den Teig jetzt abgedeckt an einem warmen Ort 1 Stunde gehen lassen, z.b. in der Peng Schüssel von Tupperware (unbezahlte und unverlangte Werbung) oder in einer Schüssel abgedeckt unter der Bettdecke.
  • Eine Fläche nun gut bemehlen und den Teig aus der Schüssel nehmen.
    Teig nach dem ersten gehen
  • Gehe mit einem Teigschaber unter den Teig und falte ihn etwas zusammen, damit die bemehlte Seite nach oben kommt. So sparst du dir weiteres Mehl oben auf dem Teig.
    Teig bemehlen friss dich dumm Brot
  • Der Teig wird nun gedehnt und gefaltet, damit er mehr Struktur und Volumen bekommt. Drücke den Teig platt und nehme eine Ecke auf.
    Teig falten 1
  • Diese Ecke einmal einschlagen.
    Teig falten 2
  • An der anderen Seite nun eine weitere Ecke aufnehmen und einschlagen.
    Teig falten 3
  • Insgesamt faltest du so im ersten Schritt den Teig 4x und gibst ihn dann wieder in eine Schüssel, wo er weiterhin an einem warmen Ort eine Stunde gehen kann.
    Teig falten 4
  • Nachdem der Teig nochmal gegangen ist, wird er nochmal gefaltet. Du kannst auch hier 4x falten. Das macht ihn schön locker. Nun den Teig zu einem Laib formen und einschneiden.
  • Ich backe mein Brot in einem Bräter mit Antihaftbeschichtung. Es geht aber auch ein Römertopf, ein gusseisener Bräter oder ein anderes Behältnis, das für den Backofen geeignet ist. Unten auf den Boden des Bräters noch etwas Mehl geben und oben auf das Brot auch etwas Mehl geben.
    Friss dich dumm Brot 2.0 im Bräter
  • Nun den Bräter in den kalten, nicht vorgeheizten Backofen stellen, am besten ins untere Drittel. Den Backofen auf 240 Grad Ober/Unterhitze einstellen und das Brot 50 Minuten mit Deckel backen. Zum Schluss den Deckel entfernen und das Brot 10 Minuten ohne Deckel backen.
  • Nun das frische und knusprige Brot aus dem Bräter nehmen und auf einem Rost auskühlen lassen. Danach kannst du es genießen.
  • Dies ist natürlich kein echtes Sauerteigbrot mit einem guten Sauerteigansatz. Der gekaufte Sauerteig hat viel weniger Mikroorganismen und dient eigentlich mehr dem guten Geschmack. Aber ich will schon ewig einen Sauerteigansatz machen, bin aber als Vollzeit berufstätige Frau auch immer im Stress und dann brauchte es einfach ein Rezept, das schnell geht, trotzdem bekömmlich ist und einfach gut schmeckt. Aber irgendwann kommt noch das Sauerteigbrot Friss dich dumm 3.0 :).
  • Und du kannst bei diesem Rezept noch weniger Hefe verwenden, zum Beispiel nur 5 Gramm. Dann muss es insgesamt vier Stunden gehen.
    z.B: 1 Stunde Gehzeit, Dehnen und Falten, 1 Stunde Gehzeit, Dehnen und Falten, 1 Stunde Gehzeit, Dehnen und Falten, Formen, im Bräter noch 1 Stunde gehen lassen. Klappt auch gut, wenn ihr viel Zeit habt.
    Meistens ist es bekömmlicher, je weniger Hefe man verwendet.

Cannelloni mit Hackfleischfüllung

Cannelloni mit Hackfleischfüllung

Cannelloni mit Hackfleischfüllung

Ein Sehnsuchtsessen von meinem Italiener, der dies früher oft bei seiner Oma in Italien gegessen hat. Dieses Gericht gibt es selten, weil es tatsächlich sehr gehaltvoll ist und auch viel Arbeit bedeutet. Deswegen ist und bleibt es etwas Besonderes.
Vorbereitungszeit15 Min.
Zubereitungszeit45 Min.
Gericht: Abendessen, Hauptgericht, Mittagessen
Land & Region: Italienisch
Keyword: Cannelloni, Hackfleischsauce, Nudeln
Portionen: 4 Portionen
Kalorien: 904kcal

Equipment

  • Auflaufform, Backofen

Zutaten

Béchamelsauce

  • 50 Gramm Butter
  • 50 Gramm Mehl
  • 500 ml Milch
  • Pfeffer, Salz und Muskatnuss

Weitere Zutaten

  • 1 Packung Cannelloni trocken, ohne Vorkochen
  • 1-2 Kugeln Mozzarella
  • 1/2 Rezept Ragù alla Bolognese ist unten in den Notizen verlinkt
  • 150 Gramm geriebener Gouda
  • 50 Gramm geriebener Parmesan

Anleitungen

  • Als Füllung für die Cannelloni nehme ich immer ein schönes Ragù Bolognese, dass ich schon am Vortag gekocht habe. Dann haben wir am ersten Tag schon ein feines Abendessen und es bleibt genug übrig für Tag zwei. Wenn man viele Esser hat, dann kann man das Rezept vom Ragù auch einfach verdoppeln.
  • Zuerst kochen wir die Béchamelsauce. Dafür die Butter im Topf schmelzen lassen. Achtet darauf, dass die Butter nicht zu braun wird.
    Butter im Topf
  • Wenn nun die Butter leicht aufschäumt, dann unter stetigem Rühren das Mehl einrühren. Das Mehl sollte keine Farbe bekommen.
    Béchamelsauce Mehl einrühren
  • Deswegen nun zügig im Strahl die Milch einlaufen lassen und dabei immer weiter rühren. Die Mischung unter ständigem Rühren ein paar Minuten kochen. Die Sauce mit Pfeffer, Salz und Muskatnuss abschmecken und kurz beiseite stellen.
    Milch einrühren

Cannelloni

  • Ich lege zuerst immer die Cannelloni trocken in der Auflaufform aus, damit ich schon genau weiß, wie viele Cannelloni ich brauchen werde.
    Die Auflaufform wird eingefettet und es werden ein paar Esslöffel Ragù auf den Bogen der Form gegeben. Die Cannelloni selber füllt man am besten mit einem Trichter, der eine Öffnung hat, die groß genug ist oder mit einem Spritzbeutel. Da wir beides nicht zur Hand hatten, hab ich einen Gefrierbeutel mit Ragù gefüllt und dann einfach die Ecke davon abgeschnitten. Das klappt gut. Alle Cannelloni mit dem Ragù füllen und in der Auflaufform auslegen. Man kann auch zwei Lagen machen, wenn man möchte und genügend Zutaten hat. Dieses Rezept ist für eine Lage ausgelegt.
    Cannelloni füllen
  • Den Backofen schon mal auf 200 Grad vorheizen.
    Wenn alle Cannelloni gefüllt sind eventuell übrig gebliebenes Ragù noch in der Form verteilen. Die Cannelloni müssen nicht mit Ragú bedeckt sein, das ist nicht notwendig. Nun den Mozzarella in Stücke zupfen und auf den Cannelloni verteilen. Nun kommt die Béachamelsauce zum Einsatz, die ebenfalls auf den Nudeln verteilt wird.
    Béchamelsauce auf Cannelloni verteilen
  • Nun noch alles mit dem Gouda und dem Parmesan bestreuen und im Backofen circa 45 Minuten backen.
    Die Mengenangaben sind für eine mittlere Auflaufform.
    Cannelloni mit Käse

Notizen

Hier ist der Link zum Ragù alla Bolognese

Teil 7: Was soll ich nun trinken?

Was soll ich nun trinken?

Irgendwie werden Getränke immer nur am Rande behandelt.

Dabei habe mir bestimmt die meisten meiner Pfunde nicht angegessen, sondern angetrunken.

Denn kalorienhaltige Getränke tragen nicht zur Sättigung bei, füllen nicht den Magen und rauschen sofort durch. Und es ist super einfach, super viele Kalorien aufzunehmen, in dem man diese einfach trinkt.

Mal eben ein paar Bier wegzischen, ein paar Gläser Saft und dazu noch Cola und Fassbrause und schon hat man seinen Tagesbedarf an Energie weggetrunken, ohne satt und zufrieden zu sein.

Deswegen, finde ich, kann man zwar intuitiv trinken, wenn man Durst hat, aber nicht darauf vertrauen, das man Durst auf das richtige Getränk hat.

Denn ich bin aufgewachsen mit Limonade, Zitronentee und Kakao. Bei uns gab es kein Wasser, wir hatten nie Sprudel im Haus und niemand trank Wasser aus dem Hahn, kein Kraneburger, nur Limo.

Und ich mag bis heute kein Wasser pur und ich trinke es nur, wenn ich viel Sport gemacht habe, auf einer Wanderung bin oder es sehr heiß ist.

Das ist für mich ein echtes Problem, da ich meinen Körper auch nicht mehr mit Süßstoff zuschütten will, da ich davon eine pelzige Zunge bekomme und auch immer den Eindruck habe, dass es Hunger verursacht.

Bei einer Heilpraktikertherapie hatte die Therapeutin mir geraten, keine Cola light mehr zu trinken, sondern, wenn es schon Cola sein muss, dann lieber die normale Variante. Die mir, leider, ja auch gut schmeckt.

Das hat mir 20 Kilo eingebracht, da aus ab und zu ein Glas Cola jeden Tag eine Flasche Cola (oder zwei) wurde und das mit offizieller Erlaubnis der heilkundigen Frau. Dass es so nicht gemeint war, lag auf der Hand, aber ich liebe gezuckerte Getränke und das war quasi ein Startschuss. Meine gute Heilpraktikerin hätte bestimmt der Schlag getroffen, wenn ich ihr erzählt hätte, wie ich Ihren gut gemeinten Rat umgesetzt habe.

Aber es gibt kein „Trinke soviel bis du satt“ bist.

Es gibt ja noch nicht einmal ein Wort wie satt für „Ich habe keinen Durst“. Für mich gibt es auch kein „Trinke das, auf das du Lust hast“, denn dann trinke ich nur Limonade.

Außerdem kann ich Durst und Hunger oft nicht auseinanderhalten. Ich habe dann Appetit auf Suppe, obwohl ich eigentlich Durst habe. Deswegen ist es auch immer noch eine gute Idee, bei Essdrang erst einmal auszuprobieren, ob ich nicht eigentlich Durst habe.

Getränke sind meine Achillesverse und ich werde mich hier immer sehr in Acht nehmen müssen und versuche mich hier auf Schorle mit sehr wenig Saft oder Tee ohne alles zu beschränken.

Denn selbst die Schorle mit ganz wenig Saft ist ein Getränk, welches dem Körper Energie zuführt. Jedoch wäre der Anspruch an mich selber, jetzt nur noch Wasser zu trinken, eine zu arge Zwangsmaßnahme und würde nicht klappen.

Also nehme ich mir vor, weiterhin daran zu arbeiten, weniger Fassbrause und Saft oder Saftschorle mit hohem Saftanteil zu trinken und weiter daran arbeiten, Hunger und Durst besser aus einander halten zu können.

Aber ich werde nicht auf den 2 Litern oder mehr am Tag beharren oder Trinktagebücher etc. führen. Mein Körper meldet sich schon, wenn er Durst hat. Er meldet sich immer und ich kann daran arbeiten, ihm Flüssigkeit zu geben, die ihm guttut und keine Berge von reinem Zucker in ihn kippen, auch wenn es gut schmeckt.

Schließlich kann man alles verdünnen…lach.

Denn es geht ja darum, was mir guttut und was meinem Körper guttut und ihn nährt.

Deswegen gilt es, auch mit Aufmerksamkeit zu trinken, nicht weil man zu viel trinkt, sondern weil es so einfach ist, sich mit Kalorien zu überschütten, ohne das es Sättigung bringt.

Versucht habe ich schon vieles, warmen Tee, kalten Tee, Wasser mit etwas Geschmack, alle light-Getränke, Wasser mit Ingwer, Wasser mit Zitrone, Wasser mit Beeren.

Im Punkte Getränke ist meine von Kindenbeinen an bestehende Fixierung auf süße Getränke einfach nicht auszulöschen.

Also muss ich es auch hier annehmen, wie es ist. Und weiter daran arbeiten, es figurverträglich zu gestalten, da ich hier mit dem intuitiven Weg keinen Deut weiterkomme.

Ich werde weiter alles Mögliche probieren :).

Und vielleicht kann ich irgendwann ein Rezept für das ultimative Getränk vorstellen.

Teil 6: Was soll ich nun essen?

Teil 6: Was soll ich nun essen?

Alles, was du magst und was dir bekommt!

Auch Chips und auch Schokolade?

Ja, klar.

Glaub mir, selbst wenn du eine Woche lang zu jeder Mahlzeit nur Chips essen würdest, dann erleidest du keinen Mangel und keine Vitaminunterversorgung. Und wahrscheinlich kommen dir die Chips dann zu den Ohren raus.

Teste es und berichte mir davon. Ich hab mich das nie getraut, weil ich weiterhin Freude an Chips haben möchte.

Es gibt keine guten oder schlechten Lebensmittel.

Ich darf alles essen, was mir schmeckt und meinem Körper guttut!

Natürlich gibt es Lebensmittel mit hoher und geringer Energiedichte und es gibt stark verarbeitete Lebensmittel, aber der entscheidende Faktor ist, ob es dir schmeckt und ob es dir bekommt?

Was nützt das vermeintlich gesündeste Vollkornbrot, wenn du dich nachher vor Bauchweh krümmst oder ständig pupsen musst?

Oder, wenn du vom Weißbrot grässliche Verstopfung bekommst und dich quälst.

Was schmeckt dir gut und was bekommt dir gut?

Ich mag z.B. überhaupt keinen Magerquark. Das ist total ekelig. Ich mag aber auch keinen Sahnequark, weil er einen fettigen Film auf meiner Zunge hinterlässt. Also nehme ich 20%tigen Quark und bin damit fein.

Jetzt gibt es den neuen, mega hippen Proteinquark. Den kann ich ja mal probieren. Wenn er mir schmeckt und guttut, warum nicht? Wenn er mir nicht schmeckt und nur teuer ist, dann lasse ich ihn links liegen.

Auch Cola ist kein durch und durch schlechtes Lebensmittel. Ich habe nur für mich festgestellt, dass ich bei zuckerhaltigen Getränken kein Maß kenne und diese dann in Massen in mich hinein schütte, was mein Körper nicht mag. Also ist nicht die Cola böse, sondern ich kann nicht damit umgehen, also halte ich mich lieber fern.

Gesund ist, was mir gut schmeckt und gut tut. Das ist maximale Freiheit beim Essen.

Und Hunger ist der beste Koch!

Aber…aber…aber…neulich stand doch in der Zeitung….

Ja, es wird immer mal wieder eine neue Sau durchs Dorf getrieben. Ich bin jetzt 48 und in der Zeit war Butter ganz böse, die gute Margarine sollte es sein. Oder nicht, auf einmal war Butter wieder in und Margarine total out, da diese gesättigte Fettsäuren enthält.

Milch macht müde Männer munter oder ist Milch etwa nur Nahrung für Kälber?

Ganz böse ist Zucker, das ist wie Kokain. Oder war es Fett? Jahrelang war es Fett, jetzt sind es Zucker und Kohlenhydrate.

Oje, Brot, esst bloß kein Brot, das macht super dick. Es sei denn man macht HiCarb.

Ich sehe noch meine jüngste Tante vor mir, die keine Kartoffel haben wollte, denn die machen dick. Ich war noch klein, aber es hat mich nachhaltig beeindruckt. Bei Weight Watchers waren Kartoffeln toll, weil sie mit wenigen Kalorien satt machen. Nach dem glykämischen Index sind Kartoffeln böse, es sei denn man schaut sich nur die glykämische Last an.

Ich persönlich mag am liebsten mehligkochende Kartoffeln mit etwas Salz und Butter. Das vertrage ich gut und es macht mich satt.

Aber die Japaner, die essen Suppe zum Frühstück und werden oft alt, also ist Suppe zum Frühstück das NonPlus. Es sei denn, der Japaner lebt in Fukushima.

Der einzige Gradmesser kann sein, was ich gut vertrage und was mir schmeckt. Dann das ist völlig individuell.

Was ich gut vertrage, kann euch auf den Magen schlagen. Mein Mann z.B. liebt Meeresfrüchte und Pulpo. Ich gehe schon bei dem Anblick laufen.

Trotzdem bleibe ich Neuem gegenüber aufgeschlossen und probiere auch alles Mögliche. Denn der Körper kann ja nur Appetit auf etwas entwickeln, dass er auch kennt.

Zum Beispiel war ich felsenfest davon überzeugt, ich mag keine Muscheln. Das stimmt so nicht, ich mag nicht so gerne Miesmuscheln, weil diese so schwabbeln. Der Geschmack ist sogar okay, aber das Schwabbeln ist nicht mein Ding. Aber ich mag gerne Venusmuscheln und Spaghetti Vongole sind sehr lecker. Das weiß ich aber erst seit diesem Jahr.

Ich koche häufig mal was Experimentielles. Manches davon ist ungenießbar, manches einfach nur sehr lecker. Und wenn es ungenießbar ist, dann kommt es in den Müll und wir machen uns ein Brot. Passiert nicht so oft…lach.

Trotz der Erlaubnis, alles Essen zu dürfen, was mir beliebt, versuche ich hochgradig verarbeitete Nahrung nicht allzu oft in unseren Speiseplan einzubauen. Für mich sind das Lebensmittel, die meine Uroma nicht als Essen erkannt hätte.

Denn dort sind oft Zucker, Fett und Salz so eingebaut, dass sie dem Gehirn den maximalen Glückskick geben. Das hemmt aber meines Erachtens die natürliche Sättigung, weil das Gehirn schreit: Toll…Toll…mehr davon.

Das ist ja beabsichtigt, damit mehr davon gekauft wird.

Oft ist das nicht so einfach, so wie ich es gerade schreibe, da ich nicht mit der hohen Kunst des Kochens aufgewachsen bin. Vieles muss ich mir erarbeiten. Wenn jemand zu mir sagt, koch mir einen Pudding, dann muss ich das erst googeln, so ganz ohne Dr. Oetker… ;).

Und ich verteufel es nicht. Manche Sachen sind einfach zu praktisch und es muss ein guter Kompromiss zwischen Zeit, Genuss und Verlangen sein. Schließlich bin ich Vollzeit berufstätig und muss dem auch Rechnung tragen. Ich muss nur im Hinterkopf haben, dass ich bei hoch verarbeiteter Nahrung dazu neige, über die Sättigung hinaus zu essen.

Schließlich geht es um die bedingungslose Erlaubnis, alles essen zu können, was ich möchte.

Und es ist so schwer alles zu vergessen, was man all diese Jahre gelernt und vor allen Dingen geglaubt hat.

Ich denke dann immer an eine Szene aus „Die Simpsons“, in der Lisa lernt:

Es ist nicht alles wahr, was in Büchern steht!

Sie reagiert darauf total geschockt und ich runzelte die Stirn, weil ich das auch nie infrage gestellt hatte. Okay, es ist viele Jahre her, als ich diese Fernsehfolge sah..lach.

Aber ich hatte damals den ganzen Schrank voll mit Diätratgebern und alle widersprachen sich. Eben hatte ich noch Punkte gezählt und auf einmal waren die Kohlenhydrate böse. Und Schuld hatte der böse genmanipulierte Weizen, der macht eine Wampe.

Also fühlte ich mich verdammt zu einem „Leben ohne Brot“.

Und ich aß Magerquark mit Süßstoff zum Frühstück, das war gesund. Und suchte im Betrieb 10x das Gemeinschaftsklo auf, bis ich einmal alleine war und in Ruhe rumpumpsen konnte. Ich vertrage die Kombi von Quark und Süßstoff nämlich überhaupt nicht. Ich mag das noch nicht mal. Aber es war ja gesund.

Vielleicht ist es für dich gesund, aber für mich nicht. Und es ist für den Mann drei Straßen weiter sogar sehr gesund, aber für Lieschen Müller in Hausnummer 6 nicht, die bekommt davon Bauchweh.

Denn Gott sei Dank sind Menschenversuche nicht erlaubt. Denn um überhaupt valide Studien durchzuführen, müssten diese ja unter kontrollierten Bedingungen stattfinden, über viele Jahre, um alle Nebeneffekte auszuschließen.

In Raum 1 kommen über 10 Jahre alle Mischköstler, in Raum 2 alle Vegetarier, in Raum 3 alle Clean-Eater usw. Und damit man eine valide Grundlage hat müssen alle gleich alt und von gleicher Konstitution sein. Weil man äußere Reize ausschließen möchte, lebt jeder in diesen 10 Jahren in einem weißen sterilen Raum und hat nichts zu tun außer essen.

Nach den 10 Jahren weiß man dann, welche Ernährung gesunder war. Vorausgesetzt es sind nicht alle an Vereinsamung gestorben oder verrückt geworden.

Gut, dass es diese Art der Versuche nicht gibt.

Man kann die Ernährung nicht über einen Kamm scheren, die Körper und Bedürfnisse sind einfach zu unterschiedlich.

Aber…aber…Schokolade ist ungesund….!!!!

Warum? Ist Arsen drin? Alle Komponenten von Schokolade für sich sind nicht gefährlich und absolut essbar. Und Schokolade macht auch nicht dick, wenn man sie nicht ohne Hunger immer und überall isst, weil Schokolade so verlockend ist, wenn sie verboten ist.

Wenn mich heute das Verlangen nach Schokolade packt, dann esse ich welche, ohne Kompromisse, mit bedingungsloser Erlaubnis. Jetzt ist kurz nach Weihnachten und ich habe beim Aufräumen einen Kinderschoki-Osterhasen in der Süßschublade gefunden und weggeworfen. Der war schon grau innen drin. Aber er war wohl nicht mehr so interessant und irgendwann habe ich ihn vergessen.

Und wenn ich dringend Chips haben will, dann esse ich diese. Und wenn es die ganze Tüte sein muss, dann gibt es eben kein Abendessen mehr. Nicht, weil die Chips böse sind, sondern weil ich dann pappsatt bin und kein Abendessen mehr möchte. Und falls ich doch noch Hunger habe, dann esse ich eben doch noch was.

Ohne schlechtes Gewissen! Nicht heimlich, ohne schlingen. Sondern mit Freude und Genuss.

Ich kann zu diesem Thema gute Literatur empfehlen:

Der Körpernavigator von Uwe Knop

Esst endlich normal von Udo Pollmer

Lizenz zum Essen von Gunther Frank