Der Tag, an dem ich mich von DER WAAGE befreite…

Personenwaage

Kann es das geben? Abnehmen ohne Waage?

Meine Waage und ich hatten eine ganz besondere Beziehung.

An manchen Tagen waren wir sehr verliebt. Unsere Symbiose machte Spaß und jeder Besuch der Waage war ein Fest der Freude.

Aber an anderen Tagen hassten wir uns. Schon morgens um sieben hing der Tag voller dunkler Wolken, weil die Waage unliebsame Wahrheiten schonungslos aussprach und überhaupt keine Rücksicht auf mich nahm.

Die ganze Woche hatte ich weder Süßigkeiten gefröhnt, noch war ich sonst irgendwie über die selbstgesetzten Ernährungsgrenzen gegangen.

Frohen Mutes bestieg ich sie, die Waage.

Und hasste sie mit Leidenschaft. DIE WAAGE!

Dabei ist die Zahl, die man da liest, ja völlig wertfrei. Die Bewertung entsteht ja nur in unserem eigenen Kopf.

Die Erwartungshaltung nach einer Woche sehr gesundem und kalorienrestriktivem Leben besteht darin, dass die Zahl auf der Waage niedriger ist als in der Vorwoche.

Ist sie das nicht, beginnt das Rätselraten. Was habe ich falsch gemacht.?Wo habe ich doch zu viel gegessen? Habe ich Wassereinlagerungen?

Warum fällt, verdammt nochmal, meine Belohnung in Form einer niedrigeren Zahl aus!

Denn mein Ziel ist es ja, weniger essen = kleinere Zahl auf der Waage.

Wenn das Ergebnis weniger Essen ≠ kleinere Zahl ausfällt, bin ich ärgerlich.

Wenn es dann noch weniger Essen < höhere Zahl ausfällt, dann bin ich ärgerlich, frustriert, verzweifelt und noch ein paar mehr unschöne Dinge.

Also versuche ich DIE WAAGE auszutricksen.

Dazu kann man z.B. DIE WAAGE verschieben. Meine Digitalwaage zeigte an jedem Standort einen anderen Wert an. Also wird einfach der niedrigste Wert genommen.

Wenn sich der Mann fragte, warum die Waage auf einmal im Wohnzimmer stand: Ha!  Das war der beste Platz und überhaupt ist die Waage da sehr dekorativ platziert…rechts neben dem Fernseher. Dicht neben den Blumen…hahahahahaha

Und dann kam der Tag, an dem die Digitalwaage eine neue Batterie brauchte, denn sie verweigerte den Dienst.

Also stapfte ich frohen Mutes in das Einkaufzentrum und wollte eine neue Batterie kaufen. Leider kam ich an den Waagen vorbei, die mich aus den Regalen heraus anstarrten, und ich fand heraus, dass man sich auf einigen Waagen wiegen konnte, selbst wenn diese sich noch in der Verpackung befanden. Heureka!

Ich habe mich auf allen Waagen gewogen!!! Die Leute haben belustigt geguckt, aber ich hatte viel Spaß. Und anstatt einer Batterie habe ich eine mechanische Waage gekauft. Denn diese machte mich auf einen Schlag 1,5 Kilo leichter! Yeah, der Tag der mechanischen Waagen. Nieder mit Digital! (Müssten Waagen nicht eigentlich geeicht sein?)

Also ab nach Hause, Digitalwaage eingemottet (zu gut zum Wegwerfen, ist ja noch o.k.) und stolz mechanische Waage im Bad platziert. Natürlich nicht, ohne vorher verschiedene Aufstellstellen auszuprobieren.

Eine mechanische Waage hat einige deutliche Vorteile:

Ja, sie braucht keine Batterien, dass auch…

Und man kann so schön an dem kleinen Rädchen drehen…und sich so noch ein paar 100 Gramm weg mogeln.

Und wenn man das Gewicht verlagert auf ein Bein, dann zeigt sie ja nach Blickwinkel etwas weniger an…

Und so kam es, dass ich jeden Morgen Sport gemacht hat, erst mit der Waage (Ihr wisst ja, Standortfrage), dann vor der Waage (Dreh am Rädchen), dann auf der Waage (Gewichtsverlagerung, Blickwinkel)…

Und nach und nach entwickelte sich ein Widerwillen. Gegen DIE WAAGE!

Gegen die ständige Kontrolle, gegen die Abhängigkeit von dieser Zahl, die die Stimmung des Tages so sehr beeinflussen kann, gegen das Lied, dass sie beständig sang.

Du bist zu schwer…du bist zu schwer…es tut sich gar nichts mehr…lalalala

Ich begann die Waage zu hassen, sie zu umschleichen. Wiegetage auszulassen, mich nur noch wochenweise zu wiegen, dem täglichen Wiegeterror den Kampf anzusagen…

Und auf einmal war ich sehr entspannt.

Nicht zu wissen, wie viel man wiegt, kann einem sehr viel Lebensfreude zurückgeben.

Das ist sehr cool!!!!!

Ich bin immer noch zu dick, dass kann ich im Spiegel sehen. Das kann ich fühlen, wenn ich Gymnastik mache und mich fühle wie Barbapapa. Meine Hosen sind mal eng und mal weit, je nach Wassereinlagerung und momentanem Freßorgienstand.

Aber ich bin frei. Frei von der Zahl, die mir den Tag verhagelt, frei von dem Zwang, auf die Waage zu müssen, frei von dem mir selbst auferlegten Terror dieser Zahl.

Ob ich jetzt ohne diese Kontrolle völlig unkontrolliert zunehme?

Nein, absolut nicht.

Ich habe die Waage schon vor ein paar Monaten eingemottet und bin dann bangen Herzens in die Sommerhosen vom letzten Jahr gehüpft. Und was soll ich sagen, passten alle.

Also habe ich auf jeden Fall schon einmal nicht zugenommen. Okay, geschlackert haben sie auch nicht, aber gepasst. Da gab es schon ganz andere Winterspeckfrusterlebnisse und das trotz täglichem Wiegen.

Das stärkt meinen Entschluss, ich gebe die Symbiose mit der Waage auf.

Tschüss du kleines Ding, mach´s gut. Nie mehr wirst du mir den Tag verhageln.

Ich habe Augen, ich kann sehen, ob ich zu oder abnehme. Ich kann es an der Kleidung fühlen, ich kann mich ab und an vermessen und im Endeffekt kommt es darauf an, ob ich mich wohlfühle oder nicht!

HA! Ich fühle mich ohne dich sehr viel besser. Du raubst mir Energie und füllst meine Gedanken mit Trübsal, du warst viel zu lange Wächter meiner Freiheit.

Nieder mit allen Waagen dieser Welt! Freiheit für die Gedanken!

Ganz im Ernst, ich starte mit mehr Freude in den Tag, seit ich frei bin von dieser Wiegerei. Und mir reicht die Gewissheit, ich passe in meine Jeans. Jogginghosen mit Stretch sind da kein guter Gradmesser ;).

Und wer weiß, vielleicht kann ich ja eines Tages wieder ab und zu gelassen auf die Waage steigen, so mit 80 Jahren oder so.

Aber bis dahin genieße ich erst einmal weiter die neu gewonnene Gelassenheit.

Denn ihr wisst ja, wenn man immer nur das Gleiche tut, bekommen das immer das gleiche Ergebnis.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Spargelauflauf mit Kochschinken

Auflauf mit Spargel
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Spargelauflauf mit Kochschinken
Spargel ist toll und da es ihn frisch nur so kurze Zeit im Jahr gibt, essen wir jetzt, im Mai, wirklich viel Spargel. Aber immer nur klassisch wird auch recht schnell langweilig. Deswegen hier mal ein einfaches Rezept für einen frischen und würzigen Spargelauflauf.
Auflauf mit Spargel
Küchenstil Einfach
Vorbereitung 10 Minuten
Kochzeit 40 Minuten
Portionen
Portionen
Zutaten
Küchenstil Einfach
Vorbereitung 10 Minuten
Kochzeit 40 Minuten
Portionen
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Zutaten
Auflauf mit Spargel
Anleitungen
  1. Einen Topf mit Salzwasser aufsetzen und aufkochen. Ein Stück Würfelzucker dazugeben. Den Spargel schälen, die holzigen Enden abschneiden und den Spargel in mundgerechte Stücke teilen. Den Spargel in dem kochenden Wasser circa. 8 Minuten kochen. Er muss noch Biss haben, damit er nach dem Überbacken nicht völlig labberig ist. In der Zwischenzeit den Lauch waschen und in kleine, dünne Ringe schneiden. Den Schinken in Würfelchen schneiden und Schinken und Lauch in dem Löffel Olivenöl in der Pfanne anbraten. Die Mischung mit Pfeffer und Salz würzen. Jetzt die Eier zusammen mit der Kochsahne und dem Schnittlauch verquirlen. Ich hatte noch Schnittlauch auf dem Balkon, den habe ich vorher kleingeschnitten, es geht aber auch der Gefriergetrocknete. Die Sahne/Ei-Mischung noch mit Pfeffer und Salz abschmecken. Den Spargel abgießen und zusammen mit der Schinken-Lauch-Mischung in eine Auflaufform geben. Mit der Soße übergießen und bei 180 Grad Ober/Unterhitze im Backofen überbacken. Heiß servieren und genießen.
Rezept Hinweise

Dazu paßt ein Schweinefilet im Speckmantel...

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Schweinefilet im Speckmantel, zart und saftig.

Schweinefilet gebraten
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Schweinefilet im Speckmantel
Schweinefilet, zart, saftig und lecker. Früher wurde mir Schweinefilet oft trocken, mit dieser Zubereitungsmethode wird es perfekt zart und innen leicht rosa. Jedes Mal wenn ich frage, was der Mann Sonntags essen möchte kommt ein Grinsen über sein Gesicht und es wird Schweinefilet im Speckmantel ;).
Schweinefilet gebraten
Vorbereitung 5 Minuten
Kochzeit 20 Minuten
Portionen
Portionen
Zutaten
Vorbereitung 5 Minuten
Kochzeit 20 Minuten
Portionen
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Zutaten
Schweinefilet gebraten
Anleitungen
  1. Das Schweinefilet von noch eventuell vorhandenen Häutchen etc. befreien und trocken tupfen. Dann rundherum mit Pfeffer und Salz würzen und mit Senf dünn einreiben. Jetzt die Speckstreifen hauchdünn um das Schweinefilet wickeln. Das hält von ganz alleine. Alternativ kann man das Filet auch mit Knoblauchzehen spicken, das schmeckt auch sehr lecker und man läßt dafür den Bacon weg. Das wäre definitiv kalorienärmer. Den Backofen auf 120 Grad vorheizen. Ich erhitze nun die Rama Culinesse in einer backofenfesten Kasserolle und brate das Filet von allen Seiten knusprig an. Achtet darauf, das ihr den Bacon nicht verliert ;). Nun die Kasserolle für 20 Minuten in den Backofen schieben. Das fertige Schweinefilet eng in Alufolie wickeln und im ausgeschalteten Backofen kurz ruhen lassen. Aufschneiden und genießen!
Rezept Hinweise

Perfekt dazu paßt die Pfeffersoße.

Cognac-Pfeffersauce, toll zu Fleisch

Leckere Pfeffersauce
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Cognac-Pfeffer-Sauce, toll zu Fleisch
Ich bin immer schon auf der Suche nach einer leckeren Sauce zu Schweinefilet gewesen, da bei meiner Zubereitungsart für das Filet keine Sauce entsteht. Hier ist das optimale Ergebnis
Leckere Pfeffersauce
Küchenstil Einfach
Kochzeit 10 Minuten
Portionen
Portionen
Zutaten
Küchenstil Einfach
Kochzeit 10 Minuten
Portionen
Portionen
Zutaten
Leckere Pfeffersauce
Anleitungen
  1. In einem kleinen Topf die Butter erhitzen und die Pfefferkörner darin zwei Minuten anschwitzen. Dann mit Brühe, Weinbrand, Sahne, Senf und Tomatenmark auffüllen und bei kleiner Hitze 10 Minuten reduzieren lassen. Jetzt die Konsistenz prüfen. Ist alles gut reduziert und die Soße genug eingedickt? Prima. Wenn nicht, hilft ein klein wenig Creme Fraiche, im Notfall etwas Soßenbinder oder Mehlschwitze. Nun noch mit Pfeffer und Salz abschmecken. Falls es euch trotz des Pfeffers nicht scharf genug ist, kann gerne noch mit einem Tropfen Tabasco gewürzt werden :). Perfekt dazu paßt das Schweinefilet mit Speckmantel!
Rezept Hinweise

Das dazu passende Rezept für das Schweinefilet findet ihr hier: Schweinefilet

Des Kalorienzählens müde…welche Alternative gibt es?

Ich habe mir mit der A-Methode zum Ziel gesetzt, in Zukunft ohne Kalorienzählen gesund zu essen, so dass ich von dem ewigen Jojo-Spiel herunterkomme und schlank bleibe, ohne mich ewig zu kasteien.

Zeit für einen Status, da ich absolut und gar keine Lust mehr habe auf Kalorienzählen.

Ich bin immer noch an dem Punkt:   „Wenn man immer das Gleiche tut, dann bekommt man auch immer das gleiche Ergebnis“.

Nein, nicht ganz. Ich kann mittlerweile echt gut kochen…lach. Und auch viele, leckere und kalorienarme Gerichte zubereiten, die wirklich richtig gut schmecken. Da freut sich auch der Mann.

Und ich nehme auch ab, solange ich zähle. Ich nehme sofort zu, sobald ich aufhöre mich per Zählen zu beschränken.

Und ich mag nicht mehr…

Es lief echt gut. Ich habe fleißig gezählt, gekocht und Tauschgeschäfte gemacht und dann…

Dann habe ich beschlossen, eine neue Weiterbildung zu beginnen. Von Natur aus neugierig lerne ich gerne und ich fange auch gerne neuen Themen an. Der Online-Marketing-Manager sollte es werden. Die Weiterbildung dauert auch nur 3 Monate inkl. 5 umfangreichen Hausarbeiten und einer externen Prüfung über alle Fachgebiete.

Mach ich doch locker…zwinker. Immerhin bin ich ja schon abends um sieben daheim und habe dann noch ein paar Stunden, bis ich ins Bett gehe. Diese Stunden kann ich doch noch produktiv verbringen und dazu auch noch das ganze Wochenende. Oder?

Ich bin dann ja erst zwölf Stunden auf den Beinen, da geht doch noch was…

Ging auch. Die Weiterbildung ist fertig…yeah. Ich habe ein tolles Zeugnis und viel gelernt…

Und wieder einiges mehr auf der Waage!!!

Wie viel?

Keine Ahnung. Ich habe mich nicht gewogen. Es ist nicht so schlimm gekommen, wie es hätte kommen können. Meine Sommerhosen passen noch.

Chacka!

Aber wenn ich mich jetzt wiege, dann bekomme ich wieder einen Koller und zähle dann wieder ein paar Wochen penibel Kalorien und wiege mich jeden Tag und will…und will…und das ist genau das, was immer passiert.

Und ich durchbreche diese „Immer“ Schleife.

SO!

Ich sage ja, die A-Methode ist noch in der Entwicklung und bleibend ist die Erkenntnis, dass ich etwas anders machen muss, wenn ich dauerhaft schlank und fit werden will. Und dazu gehört auch eine Portion Realismus.

Denn manche Sachen klappen ja schon echt prima.

Zum Frühstück morgens die Quarkbombe (hier geht es zum Rezept) essen. Klappt, wenn ich im Büro bin, ganz toll und schon seit Monaten. Dann bin ich auch bis Mittag satt.  Morgens gibt es als erstes ein Äpfelchen mit Walnüssen und um kurz nach zehn die Quarkbombe.

Zum Mittagessen im Büro habe ich noch nicht den Königsweg gefunden. Am besten klappt es, wenn ich ein kalorienarmes Abendessen vom Vorababend warm mache.  Vollkornbrot mit Ei und ein bißchen Obst ging auch ganz gut.

Abendessen geht prima, wenn ich koche.

Die Menge an Gemüse läßt noch sehr zu wünschen übrig. Und ich esse soooo gerne Brot. Da geht noch was…

Bleibt der große Knackpunkt, Eis und Schokolade.

Alles was ich zugenommen habe in der Weiterbildung geht auf das Konto von Schokolade…und Eis…und Chips…aber hauptsächlich Schokolade.

Meeresfrüchte, Nougat, Kinderschoki, Riegel….stopf…stopf…

Der Belohnungseffekt ist so stark, ich kann dem nicht widerstehen. Da kann ich 10 Pfund Obst Essen, ich möchte immer noch Schokolade.

Ich bin echt total satt und es passt gar nichts mehr rein in den Magen, außer Schokolade. Das ist doch verrückt!

Es ist nur zum Teil ein Überessen bei den normalen Mahlzeiten. Es sind die ganzen Extrakalorien durch die Süßigkeiten, die den Leib wieder anschwellen lassen.

Zum Glück bleibt noch vieles übrig, dass ich in dem ganzen Wahn von Ernährungsratschlägen für mich noch nicht getestet habe.

Ab heute mache ich Low Junk!

Alter Wein in neuen Schläuchen?  Egal, aber ich habe es noch nicht in letzter Konsequenz ausprobiert.

Ich höre auf mit der Zählerei.

Ich lerne noch noch besser, frisch zu kochen und leckere Gerichte mit Gemüse zuzubereiten.

Und für die A-Methode und für euch gibt es endlich neue Rezepte. Das geht dann auch schneller, weil ich nicht für alles noch die Kalorien berechnen muss.

Ich habe ja wirklich wenig eingestellt, weil ich das Kalorienzählen so satt hatte und überhaupt keine Lust hatte, alles zu berechnen. Vom Zeitmangel ganz zu schweigen, denn wir sind im letzten Monat auch noch umgezogen.

Hier liegt ein riesiger Stapel von Rezepten, die ich alle gekocht und fotografiert und mit Genuss gegessen habe. Die kommen nun online…lach.

Und auch die alte Frage kehrt wieder, ist eine Kalorie eine Kalorie eine Kalorie? Ist es wirklich nur das Prinzip der Physik, weniger rein = weniger dick?

Es steht außer Frage, dass es Kalorienzählen funktioniert. Weniger rein und ich nehme ab, mehr rein und ich nehme wieder zu. Deswegen haben alle meine vorherigen Artikel weiterhin Gültigkeit. Das ist fundiert recherchiertes Wissen. (hier beginnen die Artikel dazu).

Das Prinzip der Energiedichte sagt:  Mehr rein von Lebensmitteln mit weniger Kalorien = größere Menge und ich nehme trotzdem ab, weil ich weniger von Lebensmitteln mit hoher Energiedichte esse. Ist auch plausibel und funktioniert (hier ist der Artikel zur Energiedichte).

Aber was ist dran an dem Gerücht, man sollte mehr Nüsse und mehr Olivenöl essen und das soll auch nicht dick machen, obwohl es so wahnsinnig viele Kalorien hat. Muss ich die Butter lebenslang verbannen oder ist es ein natürliches Lebensmittel, das in Maßen gar nicht schädlich ist.

Kann ich tatsächlich anstatt Schoki einfach Nüsse essen?

Im nächsten Artikel werde ich mal auseinander nehmen, was Low Junk für mich bedeutet und was ich mir diesbezüglich vorgenommen habe.

Denn ich befürchte,  Essen ist bei mir auch elementarer Ausdruck der ganz persönlichen  Freiheit und bevorzugter Anlass, mich Regeln zu widersetzen.

 

 

 

Esst ihr drei oder fünf Mahlzeiten am Tag?

Ich sag euch die Wahrheit. Ich esse viel, viel öfter am Tag als in drei oder fünf Mahlzeiten.

Es sind nicht die Hauptmahlzeiten, die mich dick werden lassen, es ist das ganze andere Zeug, das ich unbemerkt im Mund verschwinden lasse. Nicht unbemerkt von mir, unbemerkt von anderen. Von mir nur verdrängt…lach.

Die Frage ist also: Wie viele Mahlzeiten am Tag sind es denn wirklich? Drei, fünf oder eher zehn?

Meine Freundin sagte im Urlaub einmal: „Ich verstehe gar nicht, warum du so viel Gewicht hast, du isst doch gar nicht so viel“.

Doch, tue ich. Aber nicht bei den normalen Mahlzeiten. Ich bin eigentlich schnell satt. Wirklich. Und ich habe dann auch gar nicht so schnell wieder Hunger.

Aber…dann kommen die Gelüste und die Gelegenheiten und das Belohnungs-Essen und das Wegessen von Druck und Stress.

Ich fange damit an, das ich morgens nichts herunterbekomme und mit leerem Magen zur Arbeit starte. Das ist für mich normal und das ist auch okay für mich, da ich ansonsten nur lustlos an Nahrung herum mümmeln würde und ich könnte es so früh nicht genießen.

Spätestens um halb zehn bekomme ich Hunger.  Da ich das ja weiß, habe ich mir ein Äpfelchen mit ein paar Walnüssen eingepackt.  Die esse ich dann, weil ich um die Uhrzeit nicht in den Frühstücksraum möchte, das passt nicht in meinen Tagesablauf.

Um halb elf ist meine normale Frühstückszeit und dann esse ich mein Lunchpaket. Gerne ein Brötchen oder die Quarkbombe.

Das geht jetzt bis viertel nach eins ganz gut. Es sei denn es liegen Schokolade oder Kekse im Büro oder ein Stück Obst, auf das ich Lust habe. Oder jemand hat Süßes in die Kantine gestellt, weil er Geburtstag hat etc.  Ein Kunde ist blöd, ich muss viele Dinge auf einmal tun und ich gehe auf Nahrungssuche.

Hab ich nichts mit, geht das gut.  An Schokolade, die im Weg steht, schleiche ich ein- bis zweimal vorbei und dann wandert doch alles in meinen Mund.  Wenn ich Obst mit habe, dann kann es auch passieren, dass alles direkt im Schlund verschwindet.

Um viertel nach eins gibt es Mittagessen. Auch hier habe ich eine Lunchbox mit oder schmiere mir Brötchen.  Ich bin danach auch satt.

Aber je nach Verfassung oder Verfügbarkeit verschwindet auch am Nachmittag noch so einiges in meinem Mund.

Damit habe ich gegen frühen Nachmittag meine drei bis fünf Mahlzeiten schon verbraucht!

Dann gibt es Abendessen.  Ich versuche regelmäßig und gesund zu kochen, mit geringer Energiedichte, aber trotzdem schmackhaft. Und ich esse auch Abends eine gute Portion.

Und wenn ich dann gut gesättigt auf der Couch liege, hätte ich gerne noch ein Stück Schokolade.  Die Schokolade ist wirklich eine Achilles-Ferse.

Keine Schokolade da zu haben ist auch nur begrenzt eine Option, denn irgendwann brechen die Dämme wieder und wir kaufen doch wieder welche ein.

Ich esse also weder dreimal noch fünfmal am Tag.

An guten Tagen esse ich mindestens sechsmal, an schlechten Tagen fünfzehnmal, manchmal esse ich den ganzen Tag.  Und ein Keks hat schon 80-100 Kcal, ein Schokoriegel eher noch etwas mehr, eine Banane 110-120 kcal, ein Apfel ungefähr 70.

Wenn ich bedenke, ich könnte 3x am Tag ungefähr 660 kcal essen bei 3 Mahlzeiten und einem normalen Bedarf von circa 2.000 kcal für Frauen. Das ist schon nicht so mega viel. Und dazu packe ich dann noch 5 bis 8 bis 10 kleine Häppchen zu je 80-100 kcal. Dann habe ich nochmal fast die Hälfte meines Tagesbedarfs unbemerkt gegessen.

Ich ernähre mich wie eine Kuh- grasend, den ganzen Tag.

Zähle ich Kalorien, kann ich es im Zaum halten. Höre ich auf, Kalorien zu zählen geht alles schleichend wieder von vorne los.  Ich möchte aber nicht mein Leben lang Kalorien zählen!!!

Also starte ich in 2018 mit einem neuen Ansatz!  Denn wenn man immer nur das Gleiche tut, bekommt man immer nur das gleiche Ergebnis. Das ist ja „DAS“ Motto der A-Methode.

Also tue ich nun etwas anders.

Ich esse ab sofort nur noch viermal am Tag! 🙂

Dafür zähle ich aktuell keine Kalorien. Ich esse das, was mir schmeckt, aber nur 4x am Tag. Dazu muss ich mich zu den Mahlzeiten aber auch wirklich satt essen.

Dann gibt es vielleicht das Stück Obst am Mittag zum Nachtisch oder die Schokolade direkt an dem Essen zum Nachtisch.

Dazu schließe ich einen Vertrag mit mir selber!

Ich, Andrea, esse ab dem 28.12.17 bis Ende Januar 2018 nur maximal 4 Mahlzeiten am Tag. Weniger geht immer. Dabei zähle ich keine Kalorien, denn primär möchte ich lernen, weniger zu grasen und weniger impulsiv zu essen.

Ich möchte dabei nicht hungern, ich möchte angemessen satt sein, ohne mich zu überfressen.

Denn ganz ehrlich, ich kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt mit vier Mahlzeiten am Tag ohne etliche Zwischensnacks ausgekommen bin.  Es ist also ein für mich recht spannendes Experiment.

Schließlich geht es darum, die Gesamtkalorienaufnahme am Tag zu betrachten und ich hoffe, so dem Ziel eines natürlichen Essverhaltens einen Schritt näher zu kommen.

Und wenn man zu schnell zu viel will und von sich selber erwartet, dann überfordert man sich auch schnell und wirft entnervt die Flinte ins Korn.  Deswegen versuche ich mich dem Ganzen Stepweise zu nähern.

Der erste Schritt ist also, nur noch 4x am Tag zu essen und ein Gefühl für die richtige Portionsgröße zu bekommen, damit ich nicht nach einer Stunde mit mega Hunger durch die Welt kraule, sondern auch lang genug angenehm satt bin.

Und wenn das gut gelingt, dann ändere ich etwas anderes. Step by Step!

Ich werde Anfang Februar berichten. Vielleicht macht ja jemand mit! Ich würde mich sehr über Erfahrungsberichte freuen.

 

 

 

Warum Low Carb funktioniert…und Low Fat und Schlank im Schlaf auch…. ;)

Koala

Der Koala ist ein absoluter Nahrungsspezialist. Er frisst Eukalyptusblätter und diese sind auch noch giftig. Von den 100 verschiedenen Eukalyptusarten kann auch ein Koala nur 5-10 Arten vertragen und davon dann auch nur ausgewählte Blätter.  Dabei muss er 18-22 Stunden schlafen, um die harten Blätter überhaupt zu verdauen.

Gut das wir keine Koalas sind, sondern Allesfresser.  Obwohl, 18-22 Stunden Verdauungsschlaf am Tag..hm…grins.

Warum Low Carb funktioniert!

Im Moment ist Low Carb der Königsweg, wenn man abnehmen möchte.

Kohlenhydrate sind der Feind Nummer eins. Es wird u.a. noch unterschieden zwischen guten und bösen Kohlenhydraten und Low Carb High Fat oder Ketose, bei der man fast gar keine Kohlenhydrate zu sich nimmt.

Eins haben alle Low Carb Konzepte gemeinsam. Durch die Einschränkung und den Verzicht auf Kohlenhydrate soll der Blutzuckeranstieg gleichmäßig verlaufen, Heißhungerattacken vermindert werden und es leichter fallen, weniger Nahrung zu sich zu nehmen.

Bei der Ketose, die der Körper nur in Gang bringt, wenn fast gar keine Kohlenhydrate mehr zur Verfügung stehen, wird das Gehirn anstatt durch Glucose nun mehr mit Ketonkörpern aus Fettsäuren ernährt. Jedoch hört die Ketose sofort wieder auf, wenn man nur ein wenig zu viele Kohlenhydrate zuführt. Da reicht schon eine Banane.

Kalorienzählen muss man nicht.

Und Low Carb funktioniert prima, ich habe auch damit gut abgenommen.

Morgens meistens Eier oder Pancakes aus Eiweißpulver mit Ei, mittags Käse am Stück und Abends ein großes Stück Fleisch mit Gemüse oder Salat.

Bis die Gelüste kamen. Ich wollte Brot und Kartoffeln und Fritten und ich wollte nicht mehr auf Familienfeiern auf den Kuchen verzichten und schon ging der Kreislauf von vorne los und die Pfunde kamen wieder.

Und heute weiß ich, dass ich selbst mit Sahne, Käse, Eiern und viel Fleisch und Gemüse einfach nur im Kaloriendefizit war.

Man verzichtet bei Low Carb auf sehr viele Lebensmittel mit einer hohen Energiedichte.  Kein Brot, keine Nudeln, kein Reis, keine Süßigkeiten, wenig süßes Obst, keine Gummibärchen, fast kein Zucker.

Es ist damit viel leichter im Kaloriendefizit zu sein und man nimmt auch leichter ab.  Wenn man sich also dauerhaft Low Carb ernähren kann, dann ist das toll. Ich kann das leider nicht, ich bin ein Allesfresser.

Aber ihr könnt frei entscheiden. Fällt euch Low Carb leicht, dann macht es. Hier in den Rezepten findet ihr für jede Portion unter den Gerichten jeweils die Angabe der Makro-Nährstoffe und könnt entsprechend auswählen.  Durch den höheren Fettanteil schmeckt alles auch prima.

Wenn man jedoch zu viel von allem isst nimmt man auch mit Low Carb nicht ab, sondern man nimmt zu.

Warum Low Fat funktioniert!

Bei Low Fat sollte der Anteil des Fettes in den jeweiligen Speisen unter 30% liegen. Fett hat eine sehr hohe Energiedichte mit 9 kcal pro Gramm. Also mehr als doppelt so hoch wie bei den Kohlenhydraten.

Deswegen kann man von fettarmen Gerichten proportional mehr essen als von fett- und kohlenhydratreichen Gerichten, die oft eine super hohe Energiedichte haben.

Man isst dazu viel Gemüse und Obst und nimmt ab. Und das funktioniert auch ganz hervorragend. Denn Gemüse hat eine geringe Energiedichte und z.B.  Brot mit einem fettarmen Belag, kombiniert mit einem Stück Obst kommt auch nur in den mittleren Energiedichtebereich.

Ausgeschlossen dabei sind Käse, Sahne, Schokolade, Fette Wurst, Fettes Fleisch und viele fette Zubereitungsarten wie Frittieren, also fallen Pommes weg und auf Currywurst etc. sollte man auch verzichten.

Dadurch wird die durchschnittliche Energiedichte der Nahrung gesenkt und man nimmt ab, weil man auch damit ein Kaloriendefizit erreicht.

Auch dabei muss man keine Kalorien zählen.

Jedoch wird der Zuckerkonsum gar nicht eingeschränkt. Ich habe aber trotzdem auch mit Low Fat gut abgenommen.

Leider war ich damals nicht so der Gemüse Freak, ich mochte gerne Brötchen und Obst und Nudeln und Gummibärchen.  Und ich kann tollen fettarmen Kuchen backen.

Low Fat führte dann dazu, dass ich mich an Brötchen und Co. genauso überfressen habe wie vorher und ich nahm alles wieder zu.
Zumal ich den gleichen Heißhunger auf Süßigkeiten, Kuchen und auf alles, was verboten war, entwickelt habe.

Insgesamt hat mir Low Fat besser geschmeckt als Low Carb, ich konnte es aber auf Dauer auch nicht in mein Leben einbauen.

Wenn bei euch Low Fat auf Dauer funktioniert, dann bleibt dabei. Es muss immer von Dauer sein, sonst kommen die Pfunde wieder.

Schlank im Schlaf funktioniert!

Schlank im Schlaf nennt sich auch Insulin-Trennkost.

Morgens gibt es Kohlenhydrate ohne Eiweiß, also Brot, Müsli etc. ist erlaubt, aber Ei, fetter Käse, fette Wurst, Joghurt etc. ist verboten.  Man kennt immer das berühmte Bild von den Nutellabrot-Scheiben.

Dann folgt eine Mahlzeitenpause von 5 Stunden.

Mittags gibt es gesunde Mischkost, hier dürfen Kohlenhydrate mit Eiweiß kombiniert werden.  Auch hier sollte man sich nicht von Schokolade ernähren, sondern es soll eine gesunde Mischkost mit viel Gemüse gegessen werden.

Dann folgt wiederum eine Mahlzeitenpause von 5 Stunden.

Abends isst man seine Eiweißportion, aber keine Kohlenhydrate, mageres Fleisch mit Gemüse, Fisch oder Salat.  Man kann auch einen Proteinshake als Abendessen zu sich nehmen.
Dadurch soll man im Schlaf die Fettverbrennung ankurbeln und sozusagen im Schlaf abnehmen.

Als Getränke gibt es nur Wasser oder kalorienfreie Getränke.

Ich habe das nur zwei Wochen gemacht, weil sich die Nahrungspausen nicht in meinen Alltag integrieren lassen. Morgens kriege ich nichts runter und wenn ich dann essen möchte ist es halb zehn. Ich habe aber um ein Uhr Mittagspause und nicht um halb drei. Das paßt für mich nicht.

Mittags um vier habe ich Lust auf ein Stück Obst, das war aber nicht erlaubt.

Mich hat Schlank im Schlaf hungrig gemacht und schlecht gelaunt. Ich habe zwar abgenommen, aber das war die Kostform, die ich am wenigsten durchhalten konnte.

Und das man abnimmt ist kein Wunder. Man kann nicht zwischendurch naschen, es gibt keine Softdrinks, die Mahlzeiten sind bis auf das Frühstück eher von geringerer bis mittlerer Energiedichte. Ich bin also auch dort im Kaloriendefizit.

Wenn Schlank im Schlaf für euch funktioniert, dann macht es. Es muss auch nur hier von Dauer sein.

Weight Watchers funktioniert auch prima.

Solange man es macht. Das ist das Konzept, mit dem ich am erfolgreichsten war. Ich konnte von allem etwas essen, hatte weniger Heißhungerattacken und habe super abgenommen.

Aber ab dem Tag, an dem ich keine Lust mehr hatte Punkte zu zählen, habe ich langsam alles aber sicher wieder zugenommen. Denn auf Energiedichte habe ich nicht geachtet und auch nicht darauf, ob ich das mag, was ich da esse. Magerquark hat weniger Punkte, den esse ich, obwohl er mir am Gaumen klebt.  Ich hab noch Punkte übrig, cool…ich esse Schokolade. Ich habe später jeden Tag Punkte übrig gelassen, bloß um Abends noch Schokolade essen zu können, ganz egal ob ich Lust drauf hatte oder nicht.

Und ich habe immer alle Punkte aufgegessen, egal ob ich mehr oder weniger Hunger hatte. Das wurde später mit der Einführung des Wochenextras besser, aber mir ging mein natürliches Gespür für Hunger total verloren.

Dadurch habe ich zwar in kurzer Zeit toll abgenommen, bekam aber ebenfalls Heißhungerattacken und ich habe gelernt, einfach weniger zu essen, anstatt anders.

Wenn euch Weight Watchers zusagt, dann macht das. Rechnet aber damit, dass ihr zwischendurch immer wieder Punkte zählen müsst und wenn ihr dazu die App braucht, müsst ihr auch wieder bezahlen. Und schwupps kommt ein neues Programm und alle Kochbücher, die ihr habt, sind als Arbeitsmittel erst einmal dahin. Denn der Konzern muss sich Modeerscheinungen anpassen, deswegen war auch dort Low Fat hipp und jetzt ist es eher Low Carb orientiert.

Deswegen setze ich nun auf die Energiedichte und ein Kaloriendefizit.  Denn allen Konzepten ist eins gemein:

Man isst einfach weniger Kalorien als man braucht und ist im Defizit.

Wie man das macht ist letztendlich nur eine persönliche Vorliebe! Und deswegen kann man auch entspannen und braucht sich gar nicht zu stressen.

Den Stress macht dick!

Und an einem Tag hat man mehr Hunger und am anderen Tag weniger und das muss man berücksichtigen. Und letztendlich bleibt man nur am Ball, wenn die Nahrung auch schmeckt. Sonst sitzt man in der gleichen Jojo-Falle wie immer.

Ich werde in den folgenden Monaten noch viele Hilfsmittel erarbeiten, wie man für sich selbst herausfindet, welche Nahrungsmittel zufrieden und satt machen und wie man seine Kalorienbilanz mit Hilfe der Energiedichte ohne Stress steuert.

In diesem Sinne guten Appetit.

https://dieamethode.de/2017/05/21/abnehmen-ohne-hunger-mit-der-energiedichte/

http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/low-carb-oder-low-fat-welche-diaet-ist-besser-a-1047505.html

https://www.wunderweib.de/low-fat-oder-low-carb-welche-diaet-bringt-mehr-100978.html#studie_hat_%C3%BCberraschendes_ergebnis

 

 

 

 

 

 

 

 

10 Wege, um den Heißhunger zu zähmen. Raus aus der Cortisol-Falle!

Cortisolspiegel senken

Im letzten Artikel habe ich den Zusammenhang zwischen Essen, Stress und Überessen dargelegt und dass es mitnichten alleine von der Willenskraft abhängig ist, ob wir zu viel essen oder nicht.

Und warum man sich eher an fettigen und zuckerhaltigen Speisen überisst und nicht an Selleriestangen oder Kohlrabischnitzeln.

Dick durch Druck und Stress. Wie der Falle entfliehen?!

Das Wichtigste für mich daran ist, dass ich damit ein für alle Mal den Zuviel-Essen Schuldkomplex ablegen konnte.

Ja, ich esse manchmal zu viel und ja, ich schlinge manchmal ungesunde Dinge in mich hinein und ja, das ist manchmal ein unkontrollierbarer Vorgang.

JA! JA! JA!  Stopp!

Ja, und?

Denn ich senke durch die Zucker-Fett-Kombination aktiv meine Cortisolspiegel und verhindere damit eventuell schlimmere Stressauswirkungen und ich aktiviere damit mein Belohnungszentrum. Das heißt, ich fühle mich einfach besser.  Gleichzeitig erhöhe ich meinen Serotoninspiegel.

Das ist ein Verhalten, das wir uns irgendwann angewöhnt haben, weil wir damit Erfolg haben.

Wir fühlen uns dadurch besser.

Und dann kann mein Verstand mir 10x sagen, dass die Schokolade ungesund ist und mich fett macht. Diesen Katzenjammer spüre ich ja nur wenn ich gerade an einem Spiegel vorbeikomme, eine Badeanzug kaufen will oder keuchend vor einer Treppe stehe und denke, oje, da komm ich nie rauf.

In den meisten Stunden am Tag kann ich das gut verdrängen.

Der Gewinn, den ich durch das Senken des Cortisolspiegels habe und durch die Anregung des Belohnungszentrums scheint also höher zu sein als der Frust durch das Übergewicht.

Und damit sind wir kein Opfer. Wir sind kein Opfer der Schokoladenmafia, die alles so designed, dass ich damit meine maximale Belohnung erfahre. Oder ein Opfer des Berufslebens, dass uns so viel abverlangt, gepaart mit Dauerstress.

Wir können uns frei entscheiden, anders zu handeln.

Aber wie senkt man denn nun seinen Cortisolspiegel auf andere Art und Weise?

Der jetzige Weg ist natürlich bequem, einfach und billig. Ich gehe in den Supermarkt, kaufe für 2 € zwei Tafeln Schokolade, esse beide auf und voila, ich fühle mich gut.

Und das Erste, was mir in den Sinn kam war, das es doch irgendeine Pille oder ähnliches geben muss. Ich will was einwerfen und das hat dann den gleichen Zweck, aber macht mich nicht fett. Ich muss breit grinsen, denn das wäre echt cool.

So was wie „Gras rauchen“ und völlig entspannt und gechillt durchs Leben schweben. Einfach den ganzen Tag powern, total gestresst sein und puff, abends Pille rein und alles löst sich auf und ich bin glücklich und entspannt.

Gibt es aber nicht!!!  Es gibt nur unsere Eigenverantwortung und Wege, unser eigenes Verhalten zu ändern.

Also fragte ich Google und als erstes wurden mir Lebensmittel vorgeschlagen, die den Cortisolspiegel senken können. Okay, es waren gesunde Lebensmittel wie Haferflocken, Nüsse und Beeren, aber ich möchte ja etwas finden ohne Essen.

Dann fand ich jede Menge Nahrungsergänzungsmittel. Die Wunderpillen, die alles gut machen und eine Monatspackung kostet auch nur einen kleinen dreistelligen Betrag. Laßt die Finger davon, das braucht niemand.

Ich muss mein Verhalten ändern!

Geeignete Maßnahmen sind z.B. diese folgenden 10 Dinge.

  • Schlaf

Im Schlaf regeneriert sich der Körper und die Stresspegel sinken. Das ist völlig kostenlos, quasi umsonst.

Ich schlafe definitiv zu wenig. In manchen Nächten komme ich nur auf 5,5 – 6 Stunden und wundere mich dann, warum ich immer müde bin. Das habe ich aber wirklich erst festgestellt, als ich angefangen habe mit einem Fitbit meinen Schlaf zu tracken. Seitdem versuche ich mindestens sieben Stunden zu schlafen und tatsächlich geht es mir bedeutend besser und ich habe die Schokoladenattacken besser im Griff.

  • Atmung

Atmen kann was cooles sein..lach…und kostet auch überhaupt gar nichts. Am besten dabei finde ich tiefes ausatmen.  Tiefes Ein- und Ausatmen zusammen klingt immer so nach seufzen. Aber normal einatmen und dann einfach ganz tief ausatmen und den Oberkörper zusammensacken lassen ist was Herrliches. Das entspannt total und ist auch mal eben schnell gemacht. Im Auto, wenn es nicht vorangeht oder im Büro, wenn es gerade super hektisch ist. Einfach kurz innehalten und tief ausatmen. Das geht immer

  • Viel Trinken

Oft vergesse ich das trinken oder verwechsle Hunger mit Durst. Das ist tatsächlich so, auch wenn ich es immer für einen Mythos gehalten habe. Und immer, wenn ich mir dann vornehme ich trinke nur noch Wasser dann will ich alles Mögliche trinken, nur kein Wasser. Und manchmal trinke ich gar nichts, weil ich das Wasser dann nicht mag. Ohne Flüssigkeit ist der Körper aber weniger Leistungsfähig und ich bekomme dann regelrechte Wortfindungsstörungen. Also habe ich einen Deal mit mir selber gemacht. Ich liebe Apfelschorle und mittlerweile steht hier in der Speisekammer ein ganzer Kasten Lift. Und auf einmal trinke ich zwischendurch gerne Wasser, weil die Lift erlaubt ist und immer verfügbar. Nachdem ich drei Flaschen getrunken hatte war es gar nicht mehr so wichtig…lach.

  • Simples Spazieren gehen und kurz in der Natur sein

Ich dachte immer, ich müsste mega Sport machen und mich richtig anstrengend und auspowern. Muss ich gar nicht. Es reicht, wenn ich abends kurz eine Runde um den Block gehe und mal eben in der Natur bin. Jetzt wohne ich privilegiert direkt an der Ruhr und kann hier super schön spazieren gehen, habe ich aber bisher fast gar nicht genutzt.

Klar, man muss Zeit investieren, aber das lohnt sich. Spazieren gehen ist kostenlos.

  • Tiere

Wir waren sonntags im Park und das Wetter war schön und in der Nähe war der Zoo. Also gingen wir ganz ungeplant und absichtslos in den Zoo. Das hat mich fast am allermeisten von allem entspannt. Okay, das hat Geld gekostet, aber es war so schön einfach so absichtslos durch den Zoo zu spazieren und die Tiere anzuschauen, die alle gechillt in der Sonne lagen.  Zuhause bekomme ich dieses gechillte Gefühl von meinem Kater, der sich gerne kraulen läßt und wenn ich mir ein paar Minuten Zeit nehme, um ihn zu bürsten und ihn zu püngeln läßt mich das entspannen.

  • Lachen

Manchmal läßt uns das Leben zu wenig lachen und wir nehmen alles so schwer.  Wenn es also gerade gar nichts zu lachen gibt, warum schauen wir uns dann nicht einfach etwas Lustiges an. Katzenvideos auf YouTube gehen immer….  😉. Oder wir lesen einen Witz oder ein lustiges Buch. Man muss nicht immer alles so schwernehmen. Manchmal reicht es einfach die Mundwinkel hochzuziehen und eine Grimasse zu schneiden. Wir lachen den Speck weg und haben so eine kurze Auszeit.

  • Meditation und Achtsamkeit

Meditieren kostet nicht und ist nicht schwer. Wenn man Meditation bei Google eingibt findet man jede Menge kostenlose Anleitungen für Kurzmeditationen. Ich habe mir extra zwei Bücher dafür gekauft. Ich bin immer viel zu unruhig für eine Mediation und Schokolade essen geht einfach viel schneller, aber ich halte es für eine ausgezeichnete Möglichkeit kurz Abstand vom Alltag zu gewinnen, sich zu besinnen und einen kurzen Stopp einzubauen.  Und ich werde mit beiden Büchern und CD´s üben und dann berichten wie es klappt.

 

  • Freunde und Familie

Vernachlässigt nicht eure Freunde und Familie. Bevor die Schokolade im Mund verschwindet redet lieber abends mit eurer Familie, lacht und tut etwas Verrücktes.  Schnappt euch Mann und Kinder und geht zu Schritt 3 und geht einfach spazieren. Oder schaut euch eine Komödie an.

  • Musik hören

Wann habt ihr euch das letzte Mal Zeit genommen und einfach nur ein wenig Musik gehört. Nicht im Auto und auch nicht im Radio nebenbei, sondern einfach so hingelegt, in der Playlist gekramt und Musik gehört. Jeden Song mit Bedacht ausgewählt und in Erinnerungen geschwelgt. Es geht darum, ein Stück weit zur Ruhe zu kommen, kurz Abstand vom Alltag zu gewinnen und ein klein bisschen Frieden zu gewinnen.

  • Mahlzeiten durch Süßigkeiten ersetzen

Jetzt spinnt sie, werden manche nun denken. Nein, ganz und gar nicht…lach. Ich tue das wirklich manchmal. Früher habe ich die Tafel Schokolade gegessen, mich geschämt, mir geschworen, dass nie wieder zu tun und bei der nächsten Stressattacke hing ich wieder an der Silberfolie (früher war Schokolade in einer Silberfolie mit Papierverpackung drumherum 😉).  Und das Ganze zusätzlich zum Abendessen. Schokolade und Eis und Chips gehen immer.

Jetzt ist mir bewusst, dass ich mit Chips und Schokolade wirklich und real meinen Stresslevel senken kann. Es ist eine billige und einfache Lösung und auf Dauer macht es mich dick. Manchmal ist man jedoch so, dass man eine billige und einfache Lösung für die Hinterhand braucht. Also setze ich es manchmal ganz bewusst ein. Am Freitag war ich so down und gestresst, dass ich eine halbe Tüte Chips gegessen habe und ein paar Stückchen Schokolade und das anstatt des Abendessens.

Ich war körperlich satt und emotional auch. Die Vitaminapostel schreien jetzt auf und prognostizieren mir einen raschen Muskelverfall und Vitaminmangel. Wahrscheinlich werde ich auf der Stelle verdorren…grins.

Aber es tat mir gut und es war bewusst eingesetzt. Und das ist der Unterschied zu vorher. Vorher habe ich den Stress- und emotionalen Hunger so bekämpft in dem ich vorher gut zu Abend gegessen habe ich danach die halbe Tüte Chips und die Schoki. Jetzt wusste ich, dass ich das Essen zur Entspannung missbrauche und habe es bei klarem Verstand und zielgerichtet getan.

Es geht bei all dem darum den Suchtimpuls kurz zu unterbrechen, inne zu halten und die unbewusste Programmierung zu unterbrechen, die uns immer wieder dazu bringt uns mit Essen vollzustopfen.

So können wir unser Verhalten hinterfragen und ändern. Das wird dauern und immer wieder werden die alten Impulse anklopfen. Eine Verhaltensänderung dauert und ist nicht einfach. Schließlich tun wir das was wir tun schon fast unser ganzes Leben. Also seid nicht ungeduldig mit euch und wenn ihr euch dazu entschließt, Stress, Gefühle und Emotionen herunterzustopfen, dann tut es bewusst.

Hier geht es weiter: Drei oder fünf Mahlzeiten am Tag?

Dick durch Druck und Stress. Wie der Falle entfliehen?!

Eisbär im Zoo

Gestern habe ich eine ganze Tüte Chips gegessen und hinterher fast noch eine ganze Packung Pralinen. Und als Abschluß noch ein Eis mit Erdbeeren. Sonst nichts, außer ein paar Scheiben Salami. Aber ich habe nichts gekocht, mich völlig dem Essen hingegeben und zwar nur den Nahrungsmitteln, die mir sonst verkneife.

Ich kann wochenlang „normal“ essen. Ich kann Kalorien tracken, mich zügeln und ich kann gut und gesund kochen. Und an vielen Tagen ist es absolut leicht.  Und manchmal gibt es so einen Freßattacken-Tag. Den kann ich zwar mit den normalen Tagen immer noch gut ausgleichen, aber ich hätte lieber keine Freßattacken und ich möchte viel viel lieber nur dann essen, wenn ich Hunger habe.

Nach dem Freßtag fühle ich mich aufgebläht und mir ist schlecht, mein Gemüt fühlt sich jedoch ausgeglichen. Körperlich ist das nicht gut für mich, seelisch scheine ich es manchmal zu brauchen.

Das „ab und zu“ Schokolade und Chips essen ist ja gar nicht schlimm. Mich stört der Heißhunger drauf und die suchtartige Struktur. Manchmal kann ich den Essanfall auch nicht stoppen, dann esse ich eine ganze Woche nur krudes Zeug.

In einer Gesellschaft, in der wir heute auf dem Vollen schöpfen können, sollte es doch einfach sein nur die Nahrungsmittel zu wählen, die mir gut tun.

Warum ist es dann oft so schwer, gesund zu essen und auf Schokolade zu verzichten?

Wenn ich die Kontrolle absolut aufgeben würde, dann würde ich wahrscheinlich richtig dick werden. Und das Phänomen ist nicht neu. Das verfolgt mich seit meiner Teenagerzeit.

Das Essen soll ja nicht nur meinen Hunger stillen, es hat unzählige Funktionen auf die Psyche und auf den Körper.

Damals gab es von Oma immer Schokolade als Trost oder als Belohnung. Ein Eis in der Stadt war etwas Besonderes. Die Schubladen voll mit Süßigkeiten und Chips, die es bei den Eltern meiner Freunde gab, habe ich bewundert und diese lösten damals schon Gier aus.

Essen ist also immer auch Belohnung und Trost.  Das ist mir schon lange klar, aber alleine die Erkenntnis nützt mir überhaupt nichts.

Also habe ich weiter gesucht und bin auf etwas Interessantes gestoßen.

Essen kann Druck mindern und das ist sogar nicht nur auf seelischer, sondern auch auf körperlicher, hormoneller Ebene nachvollziehbar.

Und das war für mich neu!

Es liegt nicht nur an der Psyche, wir sind nicht verkorkst. Es ist ein biochemischer Vorgang in unserem Körper, der zwar mit unseren Emotionen zu tun hat, der aber chemisch erklärt werden kann.

Diese Erkenntnis ist für mich wirklich wichtig.

Ich esse zuviel, weil ich meine Körperchemie damit ausgleichen kann.

Essen ist auf körperliche Ebene hervorragend im Stress- und Druckabbau!

Was Stress genau ist, ist für jeden anders definiert. Mir machen vielleicht Dinge Stress, die anderen Menschen gar nichts ausmachen.

Ich bin z.B. perfektionistisch verlangt und denke viel. Gleichzeitig bin ich aber sehr ungeduldig und möchte am liebsten 100 Dinge auf einmal tun. Manchmal kann ich mich gar nicht mehr entscheiden, was ich zuerst anfangen will und wenn dann im Büro noch 10 Kunden an mir zerren und ständig das Telefon klingt und ich unbeständig von einer Sache zur nächsten hüpfen muss, dann erreicht mein Stresspegel Tageshöchstwerte.

Dazu sehe ich dann noch im Fernsehen die aktuellen Bilder vom Terror und auch in der Familie läuft nicht immer alles reibungslos.

Ich fühle mich dann hibbelig und unausgeglichen und könnte jedem in meiner Umgebung an die Kehle gehen. Am besten wäre jetzt eine halbe Stunde Bewegung an der frischen Luft.  Aber es ist erst 11.00 Uhr und ich kann ja  schlecht den Kunden sagen, so ich geh jetzt mal ´ne halbe Stunde laufen. Stellt euch mal schön hinten an und haltet die Klappe.

Ich werde den Stress nicht los.

Mein Körper setzt dann Adrenalin und Noradrenalin und später Cortisol frei, damit ich kämpfen oder flüchten kann. Dadurch wird Glukose aus der Leber freigesetzt, damit ich Energie habe für den Kampf. Wenn ich jetzt die Situation gut bewältige, dann beruhigt sich der Körper wieder und die Stresshormone werden zurückgefahren. Wenn ich aber der Situation weiter ausgesetzt bin, wird anstatt einer Beruhigung vermehrt Cortisol ausgeschüttet. Cortisol ist das Langzeit Anti-Stresshormon.

Cortisol ist das körpereigene Cortison und bei anhaltendem Stress wird jede Menge von diesem Hormon ausgeschüttet. Dieses wirkt stark entzündungshemmend und sorgt dafür, dass der Körper den Stress aushalten kann.

Cortisol an sich ist überlebenswichtig im Körper und gar nichts schlimmes.

Das Hormon setzt Glukose frei und sorgt dafür, dass weiterhin genügend Zucker im Blut ist, um den Stress aushalten zu können. Wenn jedoch der Cortisolspiegel über Jahre hinweg immer zu hoch ist, weil wir nicht genügend Ruhephasen und Rückzugsmöglichkeiten haben, dann äußert sich das in Verspannungen, zu hohem Blutdruck, zu hohem Blutzucker und Verdauungsproblemen.  Und wir haben permanent einen zu hohen Insulinspiegel.

Und ganz wichtig, das Cortisol unterdrückt das Serotonin, das Glückshormon.  Serotonin sorgt u.a. aber auch die für die Wahrnehmung von Sättigung, so das ein dauerhaft erhöhter Cortisolspiegel zu Übergewicht und Depressionen führen kann.

Ich bin also permanent einem hohen Cortisolspiegel ausgesetzt und wahrscheinlich einen Mangel an Serotonin.

Serotoninmangel steigert den Appetit.

Also bin ich nötzig, hungrig und unausgeglichen. Das Beste wäre jetzt eine Runde Bewegung und frische Luft.

Wenn ich nun abends nach Hause komme, noch eingekauft habe und es schon 19.30 Uhr sind, dann nehme ich mir zumindest die Zeit zu kochen. Dann noch ins Sportstudio zu gehen empfinde ich als zusätzlichen Stress.  Ich leide unter permanentem Zeitmangel. Sport macht mir nicht wirklich Spaß, also fällt das gerne durchs Raster. Dabei könnte Bewegung das Cortisol zuverlässig abbauen.

Kohlenhydratreiche Nahrung stimuliert z.B. die Serotoninbildung.

Ein weiteres Glückshormon ist Dopamin. Dopamin wird unter anderem ausgeschüttet, wenn das Belohnungszentrum im Gehirn stimuliert wird.

Ich habe in der Kindheit gelernt, das Schokolade und Chips rar sind und gerne als positive Verstärker für erwünschtes Verhalten eingesetzt werden. Auch bekam ich Schokolade zum Trost von meiner Oma. Auf jeden Fall war es was ganz Besonderes, stimuliert also mein Belohnungszentrum.

Die jetzigen Industrielebensmittel sind so designed, das man mit einer bestimmten Kombination von Zucker und Fett eine maximale Stimulation des Belohnungszentrums bekommt und damit einen hohen Dopamin Ausstoß.  Schließlich soll man die Produkte immer wieder kaufen.

Dadurch werden gleichzeitig die Sättigungshormone gebremst, da durch die enorm große Stimulation die natürlichen Sättigungshormone nicht mehr dagegen ankommen.

Und so beginnt der verhängnisvolle Kreislauf.

Wir sind dauergestresst und haben zu wenig Serotonin.

Manche Nahrungsmittel sind so komponiert, dass wir über unser Belohnungssystem einen maximalen Dopamin Ausstoß erlangen können, wenn wir Fett und Zucker in bestimmten Kombinationen essen.

Kohlenhydrate führen zu einer erhöhten Serotoninbildung, wir fühlen uns besser.

Jetzt bin ich kein Wissenschaftler, aber ich kenne die Wirkung am eigenen Leib.

Wenn ich viel Brot, Brötchen, Nudeln, Kartoffeln und dazu noch viel Schokolade, Käse und Wurst esse fühle ich mich prima. Ich schwebe auf Wölkchen, habe ein dickeres Fell und kann den Stress gut kompensieren.

Wenn ich jetzt Diät halte oder neumodisch „Ernährungsumstellung“, esse ich weniger von all dem und versuche ja auch den Kohlenhydratanteil wegen einer hohen Energiedichte zu reduzieren und nach einigen Wochen bin ich unzufrieden und fühle mich von Kleinigkeiten sehr gestresst. Ich bin einfach weniger belastbar.

Also kommt irgendwann der Fressanfall bis ich mich tatsächlich besser fühle. Und das funktioniert, ich fühle mich besser.

Bisher habe ich das nicht verstanden, weil ich weder willensschwach noch undiszipliniert bin. Ganz im Gegenteil. Ich konnte nicht verstehen, warum ich immer wieder das Gleiche wiederhole.

Jetzt wird es mir klarer, denn mein Körper folgt einfach primitiven Reflexen.

Es ist eine unheilvolle Kombination aus einer unbewußten Programmierung des Belohnungszentrums gekoppelt an Suchtimpulsen, gepaart mit Stress.

Und das kombiniert mit Lebensmitteln, die von Food-Designern so komponiert sind, dass das Belohnungszentrum maximal stimuliert wird.

Genauso funktioniert Rauchen und im weitesten Sinne auch Alkoholsucht. Solange ich viel geraucht habe war ich auch schlank bzw. Abnehmen war einfach. Das Nikotin bzw. die Erwartungshaltung an die Zigarette sorgte für den notwendigen Dopaminausstoß.

Also braucht es eine Strategie, um den Cortisolspiegel zu senken und so die Spirale gar nicht erst in Gang zu bringen. Dabei können Entspannungstechniken helfen.

Und es braucht Elemente der Verhaltenstherapie, um die Kopplung von Glück und Entspannung an bestimmte Nahrungsmittel aufzulösen. Ich werde in den kommenden Wochen dazu verschiedene Techniken ausprobieren und dafür berichten wie es geklappt hat.

Hier sind noch einige interessante Quellen zu den hormonellen Wirkungen in Bezug auf Essen und Stress.

https://www.dasgehirn.info/denken/motivation/schaltkreise-der-motivation

https://www.spektrum.de/news/suechtig-nach-essen/1210893

http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/wie-schokolade-auf-den-koerper-wirkt-a-859176.html

Produktempfehlung: Salami von Go light

Salami

Werbung: Ich empfehle das Produkt, weil ich es selber gerne esse. Ich werde dafür nicht bezahlt. Aber sicher ist sicher.

Salami!

Lecker!

Fettreich!

Nicht geeignet zum Abnehmen!

Es sei denn man nimmt die Salami von Go light.

Ich habe diese Salami im Kaufland entdeckt und direkt probiert. Und was soll ich sagen, sie schmeckt spitze und ist von den Nährwerten kaum zu toppen, jedenfalls für eine Salami… lach.

100 g haben 160 kcal, also eine Energiedichte von 1,6 und damit gut im gelben Bereich.  Der Eiweißanteil ist hoch und der Geschmack ist nicht mit einem hohen Zuckeranteil erkauft. Dieser liegt mit 0,7 Gramm im unteren Bereich.

Zum Vergleich, eine klassische Salami vom Metzger hat 397 kcal auf 100 g und damit eine Energiedichte von 3,97 im tiefroten Bereich. Kombiniert mit einem Brötchen und Butter ergäbe sich eine mega Kalorienbombe.

Aber dafür gibt es ja jetzt Alternativen.

Und man ißt sich ja nicht ausschließlich an Salami satt, deswegen sind diese Nährwerte durchaus gut. Ich habe die Wurst z.B. im Ofen geröstet und für meine serbische Bohnensuppe als Topping verwendet.

Hergestellt ist sie aus magerem Schweinefleisch, was für mich wichtig ist, da ich ja allergisch bin gegen Kuhprotein.

Als Hersteller ist die Firma Stockmeyer aus Sassenberg angegeben, gefunden habe ich die Salami bisher nur und ausschließlich im Kaufland.  Bezahlt habe ich für die Packung mit 80 Gramm 1,59 €.

Zur Herkunft des Fleisches ist auf der Seite von Stockmeyer leider nichts angeben, nur in einem Artikel habe ich die Angabe gefunden, das das Fleisch zum größten Teil regional bezogen werden soll. Diese Salami ist also weder Bio,  noch ist es über die Haltung des Viehs etc. bekannt.

Auch finde ich die Marke auf deren Homepage nicht, es scheint eine Sondermarke für Kaufland zu sein. Die Würstchen, die auch unter Go light vertrieben werden, werden z.B. unter der Kauflandmarke Purland angeboten.

Deswegen scheint es auch keine Quelle zu geben, wo man diese Marke online beziehen kann.

Rein von den Nährwerten und vom Geschmack her ist es jedoch eine tolle Alternative für Pizza, geröstet für die Suppe oder einfach nur so als Belag für ein Butterbrot.

Lecker!