Mit Hypnose lernen natürlich zu essen?

Immer von neuem Diät zu halten ist auf Dauer ziemlich nutzlos, wie ich im Leben und an meinem eigenen Körper über die Jahre eindrucksvoll bewiesen habe.

Egal welche Diät, egal welche Kostform, egal welches Kaloriendefizit, es funktioniert auch bei mir immer und ich nehme ab. Genauso zuverlässig nehme ich aber nach dem Ende der Diät wieder zu. (wenn ihr mehr wissen wollt…).

Im Moment bin ich sehr glücklich darüber, langsam ein natürliches Essverhalten zurückzuerlangen. Essen, wenn ich Hunger habe, aufhören, wenn ich satt bin. Jedoch wenn man wie ich nahezu 30 Jahre in der Spirale aus Diät und Überessen und wieder Diät gefangen war, dann dauert das wirklich lange. Leider ist das kein Spaziergang und ich nehme damit momentan auch nicht ab. Aber ich nehme auch nicht zu! Und das war Ziel Nummer eins.

Essen ohne sich zu beschränken und trotzdem nicht mehr zuzunehmen. Ein absolut natürliches Essverhalten, das ist mein Traum.

Aber auch hier tun sich Stolpersteine auf, die ich oft genug nicht alleine auflösen kann. Ich esse und ich merke, dass ich satt bin. Aber ich esse weiter. Nur noch ein kleines bißchen…ein Häppchen. Lang nicht mehr so viel, bis ich vollgestopft bin, nur ein kleines bißchen noch. Obwohl ich vorher hätte aufhören können und es auch wahrgenommen habe.

Und wenn dann noch beruflich wieder der mega Stress über mich hereinbricht und ich denke, ich müsste alles bewältigen und ich wäre nur gut genug, wenn ich wirklich alles schaffe, egal wie viel es ist, dann beruhigt mich Schokolade. Gefällig sein, Angst zu haben weniger wert zu sein, wenn man nicht alles schafft, immer in dem Bewußtsein, das meine eigene Messlatte auch super hoch liegt!

Dann überschlage ich im Geist wieder Kalorien und überlege, wie schlimm das jetzt war und ob ich nicht doch wieder zu dein Weight Watchers muss. Und schon stecke ich wieder fest in der Diätmentalität. Und das passiert immer wieder oder besser gesagt, immer noch.

Warum esse ich denn, obwohl ich keinen Hunger habe?

Dem wollte ich auf den Grund gehen. Denn das ist ja kein logisches Verhalten.

Also tat ich mal was anderes. Ich ging zur Hypnose.

So eine richtige Erwartungshaltung hatte ich nicht. Ich dachte, dass mir gegebenenfalls etwas in Hypnose suggeriert wird alá „ Du wirst dünn, Essen schmeckt nicht mehr“ oder so ein Hokuspokus. Da stand Hypnose „ auch zum Abnehmen“. Beim Preis musste ich schlucken, das ist kein günstiges Vergnügen. Aber ich teste gerne neue Dinge, also ging ich mit offenem Herzen und gespannter Erwartung zum ersten Termin.

Aber da wurde ich ganz schnell eines Besseren belehrt. Es ging in keinster Weise darum meinem Unterbewußtsein etwas suggerieren oder Glaubenssätze in Hypnose zu verändern, sondern es geht darum, zu erkennen, warum ich das emotionale Essen brauche und was heilen muss, um damit aufzuhören. Emotionales Essen entsteht aus einer seelischen Not heraus und lindert Schmerz und Angst.

Denn nichts anderes ist es, wenn man ohne Hunger isst. Emotionales Essen. Die Gründe dafür sind vielfältig. Angst, Langeweile, Belohnung, Einsamkeit…das ist so individuell und verschieden, aber das Essen erweist sich als zuverlässiger Seelentröster und immer verfügbarer Freund.

Die erste Hypnose Sitzung fand ich tatsächlich furchtbar.

Hypnose entspannt nach meinem Verständnis das Bewußtsein, so dass man leichteren Zugang zum Unterbewußtsein erhält und sich auf sein Inneres fokussieren kann. Ich bin dabei trotzdem „wach“, jedoch wirklich tiefen entspannt.

Also stand ich auf meiner Zauberwiese und suchte nach einer Person, die mir helfen könnte und die Person, die auf mich zu kam, war meine verstorbene Oma. Also habe ich in meiner ersten Sitzung die ganze Zeit nur geheult, weil es sich so real anfühlte.

Oma nahm mich in den Arm und sagte mir, Kind, alles ist gut. Du bist mir so ähnlich und das ist manchmal für alle anderen schwer zu verstehen. Wir wirken nach außen hin so stark und unbeugsam, so dass sich nur wenige Leute vorstellen können, dass wir innerlich sehr verletzlich und oft auch unsicher sind.

Und ich hatte jetzt einige Sitzungen, die sich mit ähnlichen Themen befassten. Was macht mir Angst? Warum bringt mich das zum Essen und warum ist es oft zu schwer, eigene Wünsche zu artikulieren, ohne das mich die Angst vor Ablehnung verfolgt? Warum ist es für mich so schlimm zu akzeptieren, dass ich manchmal etwas nicht kann?

Guten Tag, ich bin Andrea und ich bin unsportlich!

Das war einer von diesen Sätzen, an denen ich herumkaue. Denn das ist absolut wahr. Ich bin unkoordinierter als z.B. früher meine Klassenkameraden. Ich war der als „Letzte auf der Bank Hocker“, den keiner in der Mannschaft wollte. Früher fand ich das total gemein und fühlte mich ausgeschlossen. Aber es hat ja mit Sympathie oder mögen absolut gar nichts zu tun. Ich bin einfach unsportlich, kriege den Ball eher ins Gesicht als in den Korb und lege mich eher auf die Nase als über einen Kasten zu hocken. Und das wird mit gaaaanz viel üben etwas besser, aber es wird nie gut.

Ich bin in vielen sportlichen Sachen auf einer Skala von -9 bis +9 eine -5. Und wenn ich gaaaaanz viel übe, dann werde ich vielleicht mit sehr viel Mühe besser. Vielleicht arbeite ich mich hoch auf eine -1. Oder wenn es super läuft, werde ich eine sportliche Null.

Toll!

Und jetzt weiß ich, dass ich mich schon seit meinen Kindertagen ganz schlimm dafür schäme, dass ich unsportlich bin.

Egal wie schlau ich bin und egal ob ich einen Blog programmieren kann oder was ich sonst noch alles gut kann. Das was ich nicht gut kann wiegt schwerer. Scham bringt mich zum Essen.

Und so stieß ich während der Hypnose immer wieder auf Eigenschaften, für die ich mich schäme. Zeitgleich las ich im Buch von Oliva Wollinger „Essanfälle ade“ etwas über toxische Scham.

Toxische Scham bedeutet, dass man sich für das schämt, was sein eigenes elementares Wesen ausmacht.

Scham ist ja eine gesunde Emotion und hält einen davon ab, ganz beknackte Dinge zu tun, wie auf der Hauptstraße nackt die Straße zu fegen und dabei Lieder von Marianne Rosenberg zu singen. Dies bezieht sich auf eine Handlung, etwas das man tut.

Toxische Scham bezieht sich darauf, wer man ist!

Während einer Hypnose-Sitzung versuchten wir, ein Gefühl aufzulösen, dass oberflächig ein Schuldgefühl war. Mir wurde aber bewußt, dass dies so nicht klappen wird und kam auch an dem Punkt nicht weiter. Es dauerte ein paar Tage, bis ich mir aufging, dass es eben kein Schuldgefühl über etwas war, das ich getan hatte, sondern ein Schamgefühl über eine meiner elementaren Eigenschaften.

Ich bin ein ehrlicher und sehr direkter Mensch!

Das war ich schon als kleines Kind. Ich kann in den meisten Fällen sehr gut wahrnehmen, was ich gerade brauche oder möchte. Oder wenn jemand versucht mich zu manipulieren oder mir seinen Willen aufzuzwingen, dann nahm ich das nicht hin, sondern diskutierte. Und wenn mir jemand sagt, der Apfel ist lila, dann wird er noch lange nicht lila, egal wie oft mein Gegenüber es behauptet. Mein Apfel bleibt grün, sofern ich ganz fest davon überzeugt bin.

Mir fiel z.B. eine Episode aus dem Kindergarten wieder ein, so 42 Jahre her…(Ich bin alt…lach). Die Leiterin war eine körperlich sehr beeindruckende Nonne mit riesiger Brille und gaaanz großen Augen. Und sie war kein netter Mensch. Ich ging an einem Regal vorbei aus dem Kind x gerade eine riesige Kiste Lego heruntergeworfen hatte. Die Nonne rauschte heran und sagte zu mir: „HEB DAS AUF! Und ich sagte, Warum? Ich habe es nicht herunter geworfen! HEB DAS SOFORT AUF! Nein, ich will nicht, weil Kind x schon die ganze Woche gemein zu mir war und ich das nicht einsehe, dass ich jetzt helfen soll!“ Im Endeffekt bekam ich die Strafpredigt und eine saftige Strafe obendrein. Und ich schämte mich ganz schrecklich dafür, dass ich nicht direkt geholfen hatte und fühlte mich aber auch gleichzeitig im Recht, weil ich absolut nicht helfen wollte. Nicht dem anderen Kind, dass bei allem immer das leuchtende Vorbild war und ganz nebenbei ein ganzes Jahr älter als ich. Diesen Konflikt in mir konnte ich aber nicht lösen.

Und so gibt es ganz viele Beispiele, in denen meine Ehrlichkeit und Gradlinigkeit mir Ärger einbrachte. Damals noch Kind verstand ich nicht, warum das so ist und lernte mit der Zeit:

Bist du ehrlich und gradlinig, dann garantiert das Ärger. Mit dir ist irgendwas falsch.

Heute würde ich, wenn ich solche Situationen von außen betrachten würde, den Eltern raten ihr Kind in diesen eigentlich guten Eigenschaften zu bestärken, aber gekoppelt an die Bitte: „Lehrt eurem Kind die Kunst der Diplomatie“. Euer Kind hat eine große Fresse, es muss lernen andere Menschen damit nicht zu verletzen. Und trotzdem muss es keine Angst haben nicht mehr geliebt zu werden, wenn es nicht lassen kann, seine eigene, persönliche Wahrheit zu vertreten und zu verkünden.

Oder ich erinnerte mich an eine Situation mit meiner Omi, der andere Zweig der Familie. Wir waren im Garten und mein Opa machte Fotos und meine Omi sagte zu mir: „Geh weg, du versaust immer das Bild“. Ich habe mich noch ein paar Stunden mit diesem Satz herumgeplagt und habe dann beim Abschied zu meiner Omi gesagt: Weißt du Omi, deine Visage sieht auf einem Bild auch nicht besser aus!“. Und prompt gab es einen Mega Familieneklat inkl. monatelange Funkstille zu Omi und Opa.

Und ich war schuld. Ich hatte den bösen Satz gesagt und jetzt gab es mega Ärger.

Heute denke ich, dass meine Omi mir damit sagen wollte, dass ich immer Fratzen schneide. Damals war Bildentwicklung teuer und 20 Bilder, auf denen ich Fratzen schneide, wären wirklich rausgeworfenes Geld gewesen. Denn ich war wirklich ein fratzenschneidender Fotobomber…lach…

Hängen geblieben ist damals, du bist hässlich!

Ehrlichkeit ist falsch, Geradlinigkeit ist falsch und jetzt war ich noch zu hässlich für ein Foto und unsportlich sowieso. Dass Konflikte ganz normal sind und man diese z.B. durch einen runden Tisch hätte lösen können, dass gab es damals in unserer Welt noch nicht. Da gab es beleidigtes Schweigen, Informationen aus dritter Hand und Schuldzuweisungen.

In der Zeit zwischen den Sitzungen hatte ich auf einmal mehrfach Erinnerungen an frühere Begebenheiten, in denen ich selber meine Geradlinigkeit als schlechte Eigenschaft eingestuft hatte. So aus der Ferne betrachtet waren aber oft nur meine Mitmenschen unsensibel und gemein und der Anspruch an mich war eher, alles hinzunehmen und keinen Ärger zu machen.

Dazu kommt, dass ich ein introvertierter Mensch bin. Ich bin weder still noch leise, sondern oft laut mit großer Fresse, aber ich brauche meine Rückzugphasen, in denen ich alleine mein Ding mache und meine Gedanken sortiere. Gerade wenn viele Menschen über viele Stunden in einem Raum sind, dann wird mir das schnell zu viel. Dann ziehe ich mich zurück und komme ein wenig zur Ruhe. Ich mag lieber das Zwiegespräch, als riesige gesellige Runden. Das führt in einer lauten, lärmenden Welt, in der die Extrovertierten die Macher sind, oft zu Missverständnissen.

Jetzt war ich also falsch in meiner Ehrlichkeit, Gradlinigkeit, hässlich, unsportlich und auch noch ein wenig merkwürdig.

Alles Eigenschaften, die ich an mir auf einmal blöd fand und für die ich begann, mich zu schämen. Ich verstummte regelrecht, hörte auf meine Bedürfnisse zu äußern und meine Meinung zu sagen und begann zu essen. Mehr als mir gut tat. Das Essen war Beruhigung, Belohnung und Trotz und auf einmal ein Problem.

Gleichzeitig versuchte ich, gegen das daraus resultierenden Übergewicht anzukämpfen. Dabei wollte ich nicht nur dünner sein, sondern durch das Abnehmen beliebter und ein besserer Mensch werden.

Denn wenn ich schlank bin, dann bin ich ein besserer Mensch und dann kann ich es mir vielleicht wieder erlauben, zu sagen was ich denke.

Was ich aber dabei ja nie abnehmen konnte war die ganze Zeit die Scham, die ich über meine vermeintlich schlechten Eigenschaften empfand. Eigenschaften, die zu mir gehören, egal ob ich ein Elefant bin oder ein Spargel.

So wie ich bin, bin ich nicht okay. Also bestrafe und belohne und beruhige ich mich mit Essen. Jetzt bin ich fett, also noch weniger okay, also bestrafe und beruhige ich mich mit Essensentzug. Jetzt bin ich dünn, aber immer noch nicht okay, also bestrafe und belohne und beruhige ich mich mit Essen. usw.

Schon irgendwie verrückt, oder? Aber Hypnose hilft mir, ein natürliche Essverhalten wieder zu erlangen!

Man sagt, man wird von der Zukunft gezogen und nicht von der Vergangenheit getrieben. Ich kann dem nur bedingt zustimmen, denn die Wurzeln und Glaubenssätze der Vergangenheit wirken auch in der Gegenwart immer noch sehr stark.

Deswegen finde ich die Hypnose klasse, da ich einfach so viele Dinge erkannt habe und diese für mich lösen kann.

Ehrlichkeit ist eine gute Eigenschaft, jedoch kein Freifahrsschein, um jedem alles an den Kopf zu werfen. Ich übe mich in Diplomatie. Selbst auferlegtes Schweigen verlagert so viele Gefühle ins Innere, die dann gerne mit Überessen getötet werden, da die Gefühle ungesagt im Inneren nur schwer auszuhalten sind.

Gradlinigkeit ist eine gute Eigenschaft. Auch wenn Sie einen manchmal in Schwierigkeiten bringt, lerne ich dies an mir zu schätzen. Denn Konflikte sind normal und wird es immer geben. Ich habe sehr gute Konfliktlösungsstrategien erlernt im Laufe der letzten 30 Jahre.

Ich bin unsportlich. Ja, das ist so. Aber andere Menschen sind unmusikalisch, unbegabt in Sprachen oder ähnliches. Das ist kein Beinbruch…

Ich bin ein Fotobomber und schneide Fratzen. Ja bin ich…lach. Sehr zu meinem Vergnügen.

Introvertiertheit ist ein Wesenszug und kein Makel.

Sich selber so zu reflektieren erfordert Mut und diesen Artikel zu schreiben auch. Aber ich kann noch 100 Jahre üben nur zu Essen, wenn ich körperlichen Hunger habe, wenn ich eigentlich essen will, weil ich nicht den Mut habe meine Meinung zu sagen und die Angst herunterstopfe. Oder die Scham, wenn ich doch meine Meinung gesagt habe und die Reaktionen darauf nicht freundlich waren.

Oder wenn ich esse, weil ich mich überfordert fühle, aber nichts sage, damit niemand merkt, das ich auch nur ein Mensch bin…lach.

Also scheiße ich auf die Scham. Nicht immer, aber immer öfter!

Und ich frage mich beim Essen nun oft, ob mir das jetzt tatsächlich guttut und ob es sich körperlich gut anfühlt. Macht es mich satt und fühlt es sich angenehm an? Fühle ich mich bequem mit diesem Essen? Oder bekomme ich Bauchgrimmen? Suppenkoma? Mich interessiert, ob es mir damit gut geht. Die Zeit der Bestrafung ist vorbei!

Kennt ihr dieses Gefühl der Scham für einen eurer elementaren Wesenszüge? Nicht für etwas, das man getan hat? Ich glaube, dass es bei vielen Menschen dazu führt, mehr zu essen als für den eigenen Körper gut wäre.

Hier sind noch zwei gute Artikel zur Scham:



Was ist normales Essen? Intuitiv? Emotional?

TIer isst

In den ersten Artikeln der A-Methode habe ich das getan, was ich am besten kann. Ich kann hervorragend recherchieren, kann Fakten zusammentragen und auswerten und Schlussfolgerungen ziehen.

Also habe ich die Glaubwürdigkeit von Kalorien und die Messmethode untersucht. Ich habe Grundumsatz-, Leistungsumsatz und den Jojo-Effekt untersucht. Ich habe mir verschiedene Diätformen angesehen, von denen ich die meisten ausprobiert habe und meine Einschätzung dazu geben.

Und ich habe Rezepte entfettet, kalorienärmer gemacht und so verändert, dass ich sie gut genug für eine gesunde Ernährung hielt und nach dem Königsweg gesucht.
Und ich hatte zwischendurch immer Heißhungerattacken, lungerte vor der Süßigkeitenschublade herum und aß manchmal eine Tafel Schokolade auf einmal und fühlte mich schlecht. Noch nicht mal das schlechte Gewissen war es, dass mich plagte. Mir war wirklich körperlich schlecht. Regelrecht überfressen.

Mein letzter Artikel ist ja schon eine Weile her. Im September lag ich auf Mallorca mit Laptop am Pool und hatte endlich Zeit für ein paar klare Gedanken. Denn der Leitsatz der A-Methode ist ja, wenn man immer nur das Gleiche tut, dann bekommt man immer nur das gleiche Ergebnis und ich renne seit 33 Jahren von einer Kostform zur anderen und von schlank zu dick und wieder zurück.

Ich kann mit Diäten toll abnehmen und sobald ich aufhöre, ist es wie Rudern gegen den Strom. Ich treibe zurück.

Ein paar sehr nette Menschen erinnerten mich daraufhin wieder an das intuitive Essen. Und ich musste nur an den Schrank gehen und mal in meinen 100 Diät-Büchern stöbern und ich fand: „Übergewicht und seine seelischen Ursachen von Doris Wolf“, „Essen als Ersatz von Geneen Roth“, „Die Frau, die im Mondlicht aß“ und noch zwei andere Bücher zu dem Thema.

Alle Bücher lagen schon seit 15! Jahren hier rum, gelesen und ausprobiert und wieder in den Schrank gelegt. Und weil ich noch nicht genug Literatur hatte, kaufte ich mir noch „Intuitiv Abnehmen von Elyse Resch und Evelyn Tribole“. Ach ja und den „Ernährungskompass von Bas Kast“ 😉. Ach ja² und als Hörspiel „Essanfälle adé von Oliva Wollinger“. Und ein paar der Podcast Folgen von Mareike Awe von Intueat habe ich auch gehört…lach.

Der Ernährungskompass kann noch ein paar Jahre im Schrank bleiben. Ich habe ihn gelesen, aber ich möchte momentan keine Ratschläge mehr, was ich Essen soll. Auch nicht um 100 Jahre alt zu werden. Dann bin ich 100 Jahre alt und keiner von der Familie ist mehr da…super.
Ich nahm mir das „Intuitiv abnehmen“ vor und der erste Ratschlag lautete: Nie wieder Diät!

Musik in meinen Ohren! Nie wieder Diät! Ich esse intuitiv!

Was würde ich auf einmal für Zeitreserven haben? Nicht mehr genau planen was man wann wo isst. Einfach alles einkaufen, auf das ich Lust habe. Nutella-Brote mit Butter drunter!!!!!

Oh Gott, ich werde noch fetter!

Aber ich wollte ja unbedingt was anderes ausprobieren. Normales Essverhalten. Essen bis ich satt bin. Dann essen, wenn ich Hunger habe und nicht wenn Essenszeit war. Das Essen essen, auf das ich Lust hatte.

Und ich hatte echt Angst.

Denn ich kannte das ja schon. Ich hungerte und ich aß, ich hungerte und aß und immer wenn ich aß, war ich anschließend fetter und hungerte wieder.
Und jetzt sollte ich essen, und zwar immer dann, wenn ich Hunger hatte! Wie kam ich gegen den Gedanken an, dass ich anschließend wieder fett wäre, aber niemals mehr eine Diät machen sollte.

Leute, das erfordert Mut!

Ich bin also in den Supermarkt, zwar mit Zettel, aber ich wollte auch das kaufen, auf das ich Appetit hatte. Also landeten im Einkaufwagen neben meinen den Dingen auf meinem Zettel eine Flasche Cola, Schokolade und fettige Wurst. Salami …leckere, lang entbehrte Salami. Und ein toller Käse. Und NUTELLA!
Das war sehr aufregend. Die Regale abzulaufen und zu denken, ich darf das alles essen. Ich kann mir alles kaufen, was ich will. Echt alles. Und ich lese kein Etikett und ich darf das essen, wenn ich HUNGER darauf habe. Andrea im Schlaraffenland.

Und als ich zu Hause war, habe ich eine Suppe gekocht, mit METTWURST.

METTWURST ist für mich einer der schlimmsten Kalorienbomben überhaupt. Jahrelang habe ich Suppe gekocht mit fettarmen Geflügelwürstchen und ich habe sogar behauptet, dass ich gar keine Mettwurst mag. Die kriegte nur der Mann, extra in seinen Teller. Eine kleine Stimme in meinem Kopf sagte mir, dass ich das früher gerne gegessen habe, ich hatte es einfach nur verdrängt.
Als die Suppe dann fertig war, haben wir uns gemeinsam an den Tisch gesetzt und gegessen und, was soll ich sagen, es schmeckte herrlich. Ich schwelgte in warmer Suppe und herzhafter Wurst und als ich satt (!) war, fühlte ich mich gut.

Das war vor 6 Monaten.

Ich habe richtig viel Schokolade gegessen, ich habe eine Party gefeiert mit Nutellabrot mit Butter drunter (hatte meine Mutter mir als Kind verboten), es gab Chips und in Olivenöl gebratene Nudeln mit Lachs, Schweinefilet im Speckmantel, leckere Soße mit Kochsahne, Cola, Saftschorle und dabei nur eine einzige Regel:

Iss, wenn du Hunger hast und höre auf, wenn du satt bist.

Das ist total schwer. Denn wann habe ich denn Hunger? Und wie fühlt sich richtig satt an? Überfressen und Völlegefühl kenne ich. Heißhunger und mega Hunger auch.
Wie unterscheide ich richtigen, körperlichen Hunger und Appetit?
Wie kann ich bei einem mega leckeren Essen aufhören, bevor nicht alles weg ist?
Das ist ein steiniger Weg und er ist beschwerlich.
Ich muss viele Dinge neu lernen, die kleine Kinder ganz intuitiv können und ich nicht. Das habe ich mir in den 33 Jahren Diät so was von abtrainiert, das ist eine wahre Herausforderung.
Deswegen habe ich auch so lange nichts mehr geschrieben, denn ich könnte ja scheitern und scheitern bedeutet sich schämen und wer will das schon öffentlich?

Was, die weiß nicht wie man einfach normal isst und aufhört, wenn man satt ist?
Nein, sorry, keine Ahnung. Ich übe das noch.

Aber ich kann nach 6 Monaten ein Fazit ziehen:

Es ist möglich!
Ich habe ja keine Waage mehr, die hatte ich schon vorher entsorgt, weil ich mich nicht mehr dem Diktat der Zahl aussetzen wollte, also habe ich keinen objektiven Beweis.
Aber ich habe jetzt 6 Monate gegessen, was ich wollte, wann ich wollte und immer wenn ich Hunger hatte.

Ich habe versucht aufzuhören zu essen, wenn ich satt war.
Und ich habe nicht oder nur wenig zugenommen. Und wenn ich ein wenig zugenommen hatte, dann hat sich das in den Wochen darauf von alleine reguliert!!!

VON ALLEINE REGULIERT!!!!!

Leute, das ist für mich ein Meilenstein weg aus der Diätensucht. Meine Hosen passen mir noch und mein Gesicht sieht sogar dünner aus.

Ich esse immer noch viel und es fällt mir immer noch schwer, körperlichen und emotionalen Hunger auseinander zu halten. Zu beidem werde ich noch eigene Artikel schreiben als Anregung für euch und als Erklärung, wie man beides auseinanderhalten kann.

33 Jahre werden nicht in 6 Monaten wieder gut.

Aber ich kann essen und mich frei fühlen, ohne dass ich meine Klamotten 2–3 Nummern größer kaufen muss.
Es darf Schokolade im Haus sein und ich muss diese nicht essen. Ich kann an der Schublade vorbeigehen, ohne dass ich mich daran vorbei schleichen muss. Es ist einfach nicht mehr so spannend. Mir kommt es einfach gar nicht mehr in den Sinn, dass da Schokolade drin ist!

Zum Valentinstag habe ich eine Schachtel meiner Lieblingspralinen geschenkt bekommen und die ist immer noch mehr als halb voll. Es ist der 03.03.19 …lach. Früher hätte diese keine 3 Tage überlebt mit vielen Kämpfen mit mir und herumschleichen um die Schublade.

Heute esse ich ein oder zwei Stück und das reicht.

Wir haben von einer Party noch Chips im Schrank. Die Party war im Januar und die Chips sind immer noch im Schrank.
Und ich darf das alles essen, wenn ich Hunger habe. Und in den ersten zwei,drei Monaten habe ich ganz viel davon gegessen und manchmal mal war mir schlecht. Das waren wahrscheinlich nicht die gesündesten Monate meines Lebens, aber auch das hat sich reguliert.
Irgendwann hat es einfach aufgehört, da ich ja weiß, dass ich essen darf, wenn ich Hunger habe und wenn ich dann eben Schokolade will, dann esse ich Schokolade oder alles andere, auf das ich Appetit habe.
Ich esse bedeutend weniger Obst, dafür bedeutend mehr Gemüse, weil ich ja ein schönes Sößchen dazu machen kann und das Obst auch immer mehr oder weniger erzwungen war. Und ich merke recht deutlich, wann ich satt bin. Zumindest bei echten Lebensmitteln.

Zu Hause funktioniert das super.

Wenn ich sehr unter Druck gerate, dann kann es sein, dass das alte Muster noch stärker ist und wenn dann Süßigkeiten in greifbarer Nähe sind, dann kann es leicht passieren, dass dieser Druck wieder herunter gestopft werden muss. Das passiert gelegentlich auf der Arbeit.

Und wenn es passiert, dann ist es emotionales Essen in Reinkultur!

Auch wenn ich industrielle Fettbomben esse, dann wird die Satt-Regulation schnell außer Kraft gesetzt. Das muss ich noch erforschen.

Und trotzdem fehlt noch ein Baustein, denn ich will ja abnehmen. Gewicht halten ist schon mega, aber da geht noch was. Um dem auf die Spur zu kommen, gehe ich seit ein paar Monaten einmal im Monat zur Hypnose, denn mein Unterbewusstsein hat bestimmt spannende Dinge zu erzählen. Aber davon erzähle ich euch im nächsten Artikel.

Spaghetti mit Garnelen (oder Lachs)

Nudeln mit Schrimps

Spaghetti mit Garnelen (oder Lachs)

Ein edles Gericht und doch so einfach zuzubereiten. Nicht preiswert, aber unglaublich lecker. Und geklaut, denn das erste Mal gekocht hat es mein Lebensgefährte :). Ich habe dann nochmal mit Lachs zubereitet und das war genauso lecker. Wir lieben diese einfachen Nudelgerichte
Vorbereitungszeit10 Min.
Zubereitungszeit15 Min.
Arbeitszeit25 Min.
Gericht: Abendessen, Mittagessen
Land & Region: Italian
Portionen: 4 Portionen

Zutaten

  • 1 Beutel tiefgekühlte Garnelen ca. 250g, z.B. Costa Pacific prawns
  • 1 mittelgroße Zucchini
  • 250 Gramm Cocktailtomaten
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Stück eingelegte Pepperoni, scharf oder Piri Piri
  • 100 ml trockener Weißwein
  • 1 Packung Spaghetti oder Bavette oder Linguini
  • Salz + Pfeffer
  • eventuell ein paar Löffel Fischfond (nur wenn man mehr Soße haben möchte)

Anleitungen

  • Die Garnelen in ein Sieb geben, kalt abspülen und antauen lassen. Erst einmal beiseite stellen und schon was das Wasser für die Nudeln aufsetzen. In der Zwischenzeit das Gemüse putzen. Die Zucchini abwaschen und zuerst in Scheiben und dann in feine Würfel schneiden, Die Cocktailtomaten ebenfalls in Stücke schneiden. Die Zwiebel putzen und in Würfel schneiden und jetzt noch die Knoblauchzehe abziehen und ganz fein hacken. In einer hohen Pfanne das Olivenöl sanft erhitzen und die Zwiebeln mit dem Knoblauch anschwitzen. Die Zucchini- und Tomatenwürfel dazugeben, ebenso die Pepperoni. Hier nehme ich nur eine halbe, kleine Schote, da es sonst sehr schnell extrem scharf wird. Jetzt sollte auch das Wasser kochen, noch salzen und die Nudeln nach Packungsanweisung parallel zubereiten. Der schon etwas eingekochte Gemüsesugo wird nun mit dem Weißwein abgelöscht. Man kann auch noch etwas Fischfond dazu geben, aber das ist nicht zwingend notwendig. (Wer hat schon Fischfond zuhause ;)). Mit Pfeffer und Salz abschmecken. Die Zucchini sollten weich sein, aber nicht matschig. Jetzt die Garnelen in den Sugo geben und kurz mitbraten. Die Pepperoni am besten entfernen, sonst hat jemand, der versehentlich drauf beißt, auf einmal viel Spaß...lach. Die Nudeln abgießen und gut abtropfen lassen. Mit dem Sugo in der Pfanne komplett vermischen. (Erst mal nur 400g Nudeln nehmen, oft reicht das schon). Essen und genießen.
  • Alternative: Manchmal habe ich Lust auf frischen Lachs anstatt der Garnelen. Den Lachs schneide ich in Würfeln von der Haut und brate ihn separat mit den Zwiebeln und dem Knoblauch im dem Olivenöl an. Wenn er gar ist und Farbe angenommen hat, dann stelle ich ihn bei 50 Grad im Ofen warm und gebe ihn nach der Garzeit des Sugos mit in die Pfanne.

g(R)aupensuppe mit Hackfleisch :)

Herzhafte Suppe

Graupensuppe mit Hackfleisch

Es ist immer noch kalt draußen und manchmal verlangt es mir nach einer warmen und sättigenden Suppe. Ich habe Zeit meines Lebens gedacht Graupen wären ekelig. Zuhause bei uns gab es das nicht, also habe ich irgendwann einfach drauflos gekocht und fand es himmlich lecker. Wärmend, sämig und mit einem Gefühl von Heimat :).
Vorbereitungszeit20 Min.
Zubereitungszeit35 Min.
Arbeitszeit55 Min.
Gericht: Abendessen, Mittagessen
Land & Region: Einfach
Portionen: 6 Portionen

Zutaten

  • 2 mittelgroße Zwiebeln
  • 1 EL Rama Culinesse
  • 500 Gramm Hackfleisch halb/halb, Rind oder Schwein ist wurscht
  • 1 EL Tomatenmark
  • 125 Gramm Perlgraupen mittel z.B. von Brüggen
  • 2-2,5 Liter Wasser
  • 2 TL Bio Gemüsebrühepulver am besten ohne Glutamat oder Hefeextrakt
  • 5-6 mittelgroße Kartoffeln bevorzugt mehligkochend
  • 1 Bund Suppengrün
  • Petersilie, Pfeffer, Salz, Liebstöckel (Pulver)

Anleitungen

  • Die Kartoffeln schälen und in Würfel schneiden. Das Suppengrün putzen, die Möhren in Stücke schneiden, den Sellerie in kleinere Stücke schneiden und den Porree in halbe Ringe. Die Zwiebel schälen und in Würfel schneiden. Alles parat stellen. (Ich benutze mit großer Begeisterung den Nicer Dicer, da wird alles schön gleichmäßig :)). In einem großen Suppentopf die Rama Culinesse erhitzen und die Zwiebeln leicht anschwitzen. Dann das Hackfleisch dazugeben und krümelig anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen, das Tomatenmark unterühren und kurz anrösten. Den Topf mit dem Wasser auffüllen und das Gemüsebrühenpulven einrühren. Jetzt die Graupen dazugeben und das Wasser zum Kochen bringen. Die Graupen brauchen ungefähr 30-40 Minuten Kochzeit, also länger als das Gemüse. Ich habe diese nicht vorgekocht und auch nicht eingeweicht und es war nichts schleimig oder ekliges daran. Deswegen geben wir den Graupen 10 Minuten Vorsprung.
  • Nach 10 Minuten die Kartoffeln und das Gemüse mit in den Topf geben und mit kochen. Die Hitze ruhig etwas kleiner stellen. Zum Schluß die Suppe mit Pfeffer, Salz und Liebstöckel abschmecken und die kleingeschnittene Petersilie hineinstreuen.

Von der Seligkeit des Überessens…

Tiger, vollgefressen

Im letzten Artikel habe ich euch von der Befreiung durch das Joch der Waage erzählt.

Zeit für ein Fazit.

Ich habe nicht zugenommen und das finde ich mega.

Naja, werden einige denken, das ist ja nichts besonders. Doch, sage ich, für mich ist es das.

Ich habe alles gegessen, dass ich essen wollte und dann wann ich es wollte und so lange, wie ich es wollte. Dazu habe ich etliche der Postcastfolgen von Mareike Awe zum intuitiven Essen gehört und meine eigene Diätmentalität hinterfragt. Abgenommen habe ich nix…lach.

Trotzdem finde ich mein Experiment erfolgreich, wenn ich an meine bisherige Historie denke.

Erste Diät mit 13, mehrfach über 25 Kilo abgenommen und immer alles und noch mehr wieder zugenommen.  Hier könnt ihr meine Diätkarriere nochmal nachlesen. Zwischendurch habe ich immer frustriert alles wieder sein gelassen und ab und an auch aufgehört mich zu wiegen.

Und ich muss dann über mich selber den Kopf schütteln und meine Intelligenz in Frage stellen!

Warum wählt man für eine recht aussichtslose Sache immer wieder den gleichen Weg?

Und das seit 33 Jahren, nur mit leicht geänderter Besetzung?

Ich halte mich selbst für ein recht schlaues Wesen. Und ich dachte, ich merke sonst recht schnell, wenn ich auf einem Weg nicht weiterkomme und versuche dann, einen anderen Weg einzuschlagen. Nur wenn es um mein Gewicht geht, scheine ich total verbohrt zu sein.

Gerade stelle ich mir vor, ich möchte ein Hindernis überwinden. Ich möchte über einen großen Kasten hüpfen und als Hilfsmittel habe ich ein kleines Sprungbrett.

Also nehme ich Anlauf, ab auf das Sprungbrett, Beine hoch…und selig fliegend lande ich oben auf dem Kasten, mit dem Bauch und zappel wie ein großer Käfer.

Hm, das ist aber blöd, ich möchte ja über den Kasten hüpfen. Also denke ich nach und komme auf die Idee, dass es bestimmt an meinem blauen Sportdress liegt. Also wenn es mit dem blauen nicht klappt, dann nehm ich halt das rote Oberteil. Mit dem roten Oberteil klappt es bestimmt. Und wenn es damit nicht klappt, dann ziehe ich halt das grüne Oberteil an und probiere es damit.

So kaufe ich im Laufe der Jahre 15 verschiedene Oberteile und bin schon ganz verzweifelt, da ich immer noch nicht über den Kasten hüpfen kann und doch schon so viel Geld für Oberteile ausgegeben habe. Irgendwann muss noch die Farbe meiner Sportbekleidung Einfluß darauf haben, so dass ich mit Leichtigkeit über den Kasten komme.

Also sind es vielleicht doch meine Schuhe, die Einfluß haben. Also kaufe ich mir Einlagen mit Sprungfedern. Die tun zwar etwas weh, weil sie nicht so bequem sind, aber ich komme nun zumindest schon mit den Knien auf den Kasten. Ein Erfolgserlebnis.

Nach dem das mehrfach geklappt hat, denke ich noch weiter und kaufe mir Einlagen mit Spikes innen. Darauf kann man kaum laufen, weil es so weh tut, aber der Erfolg ist mega. Ich laufe und es ist super unangenehm und weil es auf dem Sprungbrett so richtig weh tut, springe ich vor lauter Schmerz super hoch und direkt über den Kasten. Wow, das ist so toll. Ich lande auf der anderen Seite und ich bin stolz und glücklich. ICH, wirklich ICH, bin über den Kasten gekommen. Meine Füße bluten und schmerzen, aber ICH bin über den Kasten gekommen.

Das mache ich noch ein paar Mal, aber irgendwann überwiegen die schmerzenden Füße den Stolz des Kastenüberhüpfens und vielleicht klappt es jetzt ja auch mit den Sprungfedern. Leider nicht, ich hocke wieder oben drauf und denken, hm, welche Farbe hatte denn mein Oberteil letztes Mal?

Ich könnte ja doch mal wieder probieren ob nicht ein pinkes Oberteil den gleichen Effekt hätte.

Und prompt stehe ich wieder vor dem unüberwindbaren Kasten, habe weitere 15 Oberteile gekauft, die alle nichts gebracht haben und schiele nach ein paar Monaten auf die Schuhe mit Spikes, die meine Füße ruinieren.

DAS WÜRDE DOCH KEIN NORMALER MENSCH TUN, oder?

Jeder würde sagen, mache doch einfach den Kasten niedriger und übe erst einmal mit weniger Höhe und steigere dich nach und nach. Oder hol dir ein stärkeres Sprungbrett!

Aber genau das tue ich mit Diät nicht.

Ich bin zu dick, also mache ich FDH. Wow, das hilft, aber ich habe immer Hunger. Also esse ich irgendwann wieder normal und alle Kilos kommen wieder.

Dann bin ich wieder zu dick und mache Kalorienzählen, aber ich habe immer Hunger. Also esse ich irgendwann wieder normal und alle Kilos kommen wieder.

Dann bin ich wieder zu dick und mache Weight Watchers. Da habe ich keinen Hunger, aber ich träume von Pizza und Kuchen und Chips und ständig läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Ich nehme mega viel und toll ab und bin ganz stolz, aber mein Hunger ist völlig außer Kontrolle und dazu bin ich schlecht gelaunt und irgendwann höre ich auf Punkte zu zählen und mich zu wiegen und ich nehme alles und mehr wieder zu.

Dann bin ich wieder zu dick!

Und wenn ich wieder dick bin, dann mache ich wieder Diät. Aber diesmal Low Carb, denn das ist ja was anderes!

Und das ist gesellschaftlich anerkannt und jeder findet es normal. Niemand sagt, eh die ist doch bekloppt. Alle paar Jahre stolz auf blutige Füße wegen Schuhen mit Spikes und dann doch wieder darauf schielen, ob es mit farbigen Oberteilen nicht einfacher geht.

In diesem Artikel habe ich erklärt, warum nahezu jede Diät funktioniert, solange man Sie macht. Hört man damit auf, treibt man zurück. Deswegen war auch das erste, das mir zur A-Methode eingefallen ist, Kalorienzählen…lach…

Und nach 33 Jahren ist es ja wohl Zeit einzusehen, dass ich mit einer Diät nicht dauerhaft schlank werden kann.

Denn sonst hätten die ganzen Diäten, die ich in meinem Leben gehalten habe, ja alle dauerhaft funktioniert. Ich müsste schlank sein wie ein Streichholz und jeden Tag Angst haben durch den Gullideckel zu fallen.

Hab ich aber nicht, ich bin immer noch dick!

Ich könnte mich nun damit abfinden und einfach so bleiben wie ich bin. Und ich mag mich so auch, jedoch tun mir die Knie weh und mich ärgert ein Fersensporn. Und ich werde steif, alt und nixnötzig, deswegen möchte ich gerne beweglicher sein und mehr Energie haben.

Manche z.B. sagte, dass Sie sich überessen mies gefühlt haben und schlecht gelaunt sind und sich selber dafür verurteilten. Voller schlechtem Gewissen schelten sie sich und schlagen auf sich ein.

Das kann ich so nicht bestätigen.

Wenn ich ein nahrhaftes Abendessen hatte und eigentlich satt bin und dann noch ein Pfund Schokolade hinterherstopfe und dazu noch eine Apfelschorle hinterherkippe und dann wie eine Stopfgans auf der Couch liege, den Kater an mich gekuschelt, den Mann neben mir, dann fühle ich mich gut.

Satt, zufrieden, überfressen, selig in der Wohligkeit des Kokons, erfüllt von innen und von außen.

Ein kleinen Moment abgeschottet gegen den Stress, gegen alle Ansprüche, die von außen an mich gestellt werden, gegen den Druck, Stresshormone durch Zucker und Fett abbauend, mit vor Wonne glühendem Belohnungszentrum. Schläfrig müde, aber glücklich.

Ich schwelge in meiner eigenen Seligkeit des Überessens!

Und solange ich Essen als Entspannungsmittel, Entärgerungsmittel, zur Flucht aus dem Alltag und als die pure Belohnung betrachte, wird keine Diät der Welt mich schlank machen.

Also bleibt der Weisheit letzter Schluß:

Iss wenn du Hunger hast, höre auf, wenn du angenehm satt bist und noch nicht völlig überfressen.

Meine Mutter kann das perfekt und ich kenne noch viele weitere Leute, die das prima können. Die meisten davon haben noch nie eine Diät gemacht!

Und konnte das auch mal, als Kind. Und ich war in der Pupertät mit 13 auch nicht dick, da ging es noch um 1-2 Kilo und nicht um 25-30 Kilo.

Also lautet für mich die große Frage, was kann ich tun, um dahin zurück zu kommen, zu meinem natürlichen Essverhalten. Ich halte euch auf dem Laufenden.

Der Tag, an dem ich mich von DER WAAGE befreite…

Personenwaage

Kann es das geben? Abnehmen ohne Waage?

Meine Waage und ich hatten eine ganz besondere Beziehung.

An manchen Tagen waren wir sehr verliebt. Unsere Symbiose machte Spaß und jeder Besuch der Waage war ein Fest der Freude.

Aber an anderen Tagen hassten wir uns. Schon morgens um sieben hing der Tag voller dunkler Wolken, weil die Waage unliebsame Wahrheiten schonungslos aussprach und überhaupt keine Rücksicht auf mich nahm.

Die ganze Woche hatte ich weder Süßigkeiten gefröhnt, noch war ich sonst irgendwie über die selbstgesetzten Ernährungsgrenzen gegangen.

Frohen Mutes bestieg ich sie, die Waage.

Und hasste sie mit Leidenschaft. DIE WAAGE!

Dabei ist die Zahl, die man da liest, ja völlig wertfrei. Die Bewertung entsteht ja nur in unserem eigenen Kopf.

Die Erwartungshaltung nach einer Woche sehr gesundem und kalorienrestriktivem Leben besteht darin, dass die Zahl auf der Waage niedriger ist als in der Vorwoche.

Ist sie das nicht, beginnt das Rätselraten. Was habe ich falsch gemacht.?Wo habe ich doch zu viel gegessen? Habe ich Wassereinlagerungen?

Warum fällt, verdammt nochmal, meine Belohnung in Form einer niedrigeren Zahl aus!

Denn mein Ziel ist es ja, weniger essen = kleinere Zahl auf der Waage.

Wenn das Ergebnis weniger Essen ≠ kleinere Zahl ausfällt, bin ich ärgerlich.

Wenn es dann noch weniger Essen < höhere Zahl ausfällt, dann bin ich ärgerlich, frustriert, verzweifelt und noch ein paar mehr unschöne Dinge.

Also versuche ich DIE WAAGE auszutricksen.

Dazu kann man z.B. DIE WAAGE verschieben. Meine Digitalwaage zeigte an jedem Standort einen anderen Wert an. Also wird einfach der niedrigste Wert genommen.

Wenn sich der Mann fragte, warum die Waage auf einmal im Wohnzimmer stand: Ha!  Das war der beste Platz und überhaupt ist die Waage da sehr dekorativ platziert…rechts neben dem Fernseher. Dicht neben den Blumen…hahahahahaha

Und dann kam der Tag, an dem die Digitalwaage eine neue Batterie brauchte, denn sie verweigerte den Dienst.

Also stapfte ich frohen Mutes in das Einkaufzentrum und wollte eine neue Batterie kaufen. Leider kam ich an den Waagen vorbei, die mich aus den Regalen heraus anstarrten, und ich fand heraus, dass man sich auf einigen Waagen wiegen konnte, selbst wenn diese sich noch in der Verpackung befanden. Heureka!

Ich habe mich auf allen Waagen gewogen!!! Die Leute haben belustigt geguckt, aber ich hatte viel Spaß. Und anstatt einer Batterie habe ich eine mechanische Waage gekauft. Denn diese machte mich auf einen Schlag 1,5 Kilo leichter! Yeah, der Tag der mechanischen Waagen. Nieder mit Digital! (Müssten Waagen nicht eigentlich geeicht sein?)

Also ab nach Hause, Digitalwaage eingemottet (zu gut zum Wegwerfen, ist ja noch o.k.) und stolz mechanische Waage im Bad platziert. Natürlich nicht, ohne vorher verschiedene Aufstellstellen auszuprobieren.

Eine mechanische Waage hat einige deutliche Vorteile:

Ja, sie braucht keine Batterien, dass auch…

Und man kann so schön an dem kleinen Rädchen drehen…und sich so noch ein paar 100 Gramm weg mogeln.

Und wenn man das Gewicht verlagert auf ein Bein, dann zeigt sie ja nach Blickwinkel etwas weniger an…

Und so kam es, dass ich jeden Morgen Sport gemacht hat, erst mit der Waage (Ihr wisst ja, Standortfrage), dann vor der Waage (Dreh am Rädchen), dann auf der Waage (Gewichtsverlagerung, Blickwinkel)…

Und nach und nach entwickelte sich ein Widerwillen. Gegen DIE WAAGE!

Gegen die ständige Kontrolle, gegen die Abhängigkeit von dieser Zahl, die die Stimmung des Tages so sehr beeinflussen kann, gegen das Lied, dass sie beständig sang.

Du bist zu schwer…du bist zu schwer…es tut sich gar nichts mehr…lalalala

Ich begann die Waage zu hassen, sie zu umschleichen. Wiegetage auszulassen, mich nur noch wochenweise zu wiegen, dem täglichen Wiegeterror den Kampf anzusagen…

Und auf einmal war ich sehr entspannt.

Nicht zu wissen, wie viel man wiegt, kann einem sehr viel Lebensfreude zurückgeben.

Das ist sehr cool!!!!!

Ich bin immer noch zu dick, dass kann ich im Spiegel sehen. Das kann ich fühlen, wenn ich Gymnastik mache und mich fühle wie Barbapapa. Meine Hosen sind mal eng und mal weit, je nach Wassereinlagerung und momentanem Freßorgienstand.

Aber ich bin frei. Frei von der Zahl, die mir den Tag verhagelt, frei von dem Zwang, auf die Waage zu müssen, frei von dem mir selbst auferlegten Terror dieser Zahl.

Ob ich jetzt ohne diese Kontrolle völlig unkontrolliert zunehme?

Nein, absolut nicht.

Ich habe die Waage schon vor ein paar Monaten eingemottet und bin dann bangen Herzens in die Sommerhosen vom letzten Jahr gehüpft. Und was soll ich sagen, passten alle.

Also habe ich auf jeden Fall schon einmal nicht zugenommen. Okay, geschlackert haben sie auch nicht, aber gepasst. Da gab es schon ganz andere Winterspeckfrusterlebnisse und das trotz täglichem Wiegen.

Das stärkt meinen Entschluss, ich gebe die Symbiose mit der Waage auf.

Tschüss du kleines Ding, mach´s gut. Nie mehr wirst du mir den Tag verhageln.

Ich habe Augen, ich kann sehen, ob ich zu oder abnehme. Ich kann es an der Kleidung fühlen, ich kann mich ab und an vermessen und im Endeffekt kommt es darauf an, ob ich mich wohlfühle oder nicht!

HA! Ich fühle mich ohne dich sehr viel besser. Du raubst mir Energie und füllst meine Gedanken mit Trübsal, du warst viel zu lange Wächter meiner Freiheit.

Nieder mit allen Waagen dieser Welt! Freiheit für die Gedanken!

Ganz im Ernst, ich starte mit mehr Freude in den Tag, seit ich frei bin von dieser Wiegerei. Und mir reicht die Gewissheit, ich passe in meine Jeans. Jogginghosen mit Stretch sind da kein guter Gradmesser ;).

Und wer weiß, vielleicht kann ich ja eines Tages wieder ab und zu gelassen auf die Waage steigen, so mit 80 Jahren oder so.

Aber bis dahin genieße ich erst einmal weiter die neu gewonnene Gelassenheit.

Denn ihr wisst ja, wenn man immer nur das Gleiche tut, bekommen das immer das gleiche Ergebnis.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Spargelauflauf mit Kochschinken

Auflauf mit Spargel

Spargelauflauf mit Kochschinken

Spargel ist toll und da es ihn frisch nur so kurze Zeit im Jahr gibt, essen wir jetzt, im Mai, wirklich viel Spargel. Aber immer nur klassisch wird auch recht schnell langweilig. Deswegen hier mal ein einfaches Rezept für einen frischen und würzigen Spargelauflauf.
Vorbereitungszeit10 Min.
Zubereitungszeit40 Min.
Arbeitszeit50 Min.
Gericht: Abendessen, Main Dish, Mittagessen
Land & Region: Einfach
Portionen: 4 Portionen

Zutaten

  • 1 Kilo weißer Spargel
  • Salz und Zucker für das Kochwasser
  • 1/2 Stange Lauch
  • 200 Gramm gekochter Schinken
  • 1 EL Olivenöl
  • 3 Stück Eier
  • 150 Gramm Kochsahne 15% z.B. von Weihenstephan
  • Schnittlauch, Pfeffer und Salz frischer Schnittlauch oder z.B. Gefriergetrocknet

Anleitungen

  • Einen Topf mit Salzwasser aufsetzen und aufkochen. Ein Stück Würfelzucker dazugeben. Den Spargel schälen, die holzigen Enden abschneiden und den Spargel in mundgerechte Stücke teilen. Den Spargel in dem kochenden Wasser circa. 8 Minuten kochen. Er muss noch Biss haben, damit er nach dem Überbacken nicht völlig labberig ist. In der Zwischenzeit den Lauch waschen und in kleine, dünne Ringe schneiden. Den Schinken in Würfelchen schneiden und Schinken und Lauch in dem Löffel Olivenöl in der Pfanne anbraten. Die Mischung mit Pfeffer und Salz würzen. Jetzt die Eier zusammen mit der Kochsahne und dem Schnittlauch verquirlen. Ich hatte noch Schnittlauch auf dem Balkon, den habe ich vorher kleingeschnitten, es geht aber auch der Gefriergetrocknete. Die Sahne/Ei-Mischung noch mit Pfeffer und Salz abschmecken. Den Spargel abgießen und zusammen mit der Schinken-Lauch-Mischung in eine Auflaufform geben. Mit der Soße übergießen und bei 180 Grad Ober/Unterhitze im Backofen überbacken. Heiß servieren und genießen.

Notizen

Dazu paßt ein Schweinefilet im Speckmantel...
Wollt ihr automatisch mit tollen, neuen Rezepten versorgt werden, abonniert mich!

Schweinefilet im Speckmantel, zart und saftig.

Schweinefilet gebraten

Schweinefilet im Speckmantel

Schweinefilet, zart, saftig und lecker. Früher wurde mir Schweinefilet oft trocken, mit dieser Zubereitungsmethode wird es perfekt zart und innen leicht rosa. Jedes Mal wenn ich frage, was der Mann Sonntags essen möchte kommt ein Grinsen über sein Gesicht und es wird Schweinefilet im Speckmantel ;).
Vorbereitungszeit5 Min.
Zubereitungszeit20 Min.
Arbeitszeit25 Min.
Portionen: 2 Portionen

Zutaten

  • 1 Stück Schweinefilet
  • 1 Packung Baconstreifen
  • Senf
  • Pfeffer und Salz
  • 1 TL Rama Culinesse , alternativ geht natürlich auch neutrales Öl, Butter oder Butterschmalz

Anleitungen

  • Das Schweinefilet von noch eventuell vorhandenen Häutchen etc. befreien und trocken tupfen. Dann rundherum mit Pfeffer und Salz würzen und mit Senf dünn einreiben. Jetzt die Speckstreifen hauchdünn um das Schweinefilet wickeln. Das hält von ganz alleine. Alternativ kann man das Filet auch mit Knoblauchzehen spicken, das schmeckt auch sehr lecker und man läßt dafür den Bacon weg. Das wäre definitiv kalorienärmer. Den Backofen auf 120 Grad vorheizen. Ich erhitze nun die Rama Culinesse in einer backofenfesten Kasserolle und brate das Filet von allen Seiten knusprig an. Achtet darauf, das ihr den Bacon nicht verliert ;). Nun die Kasserolle für 20 Minuten in den Backofen schieben. Das fertige Schweinefilet eng in Alufolie wickeln und im ausgeschalteten Backofen kurz ruhen lassen. Aufschneiden und genießen!

Notizen

Perfekt dazu paßt die Pfeffersoße.

Cognac-Pfeffersauce, toll zu Fleisch

Leckere Pfeffersauce

Cognac-Pfeffer-Sauce, toll zu Fleisch

Ich bin immer schon auf der Suche nach einer leckeren Sauce zu Schweinefilet gewesen, da bei meiner Zubereitungsart für das Filet keine Sauce entsteht. Hier ist das optimale Ergebnis
Zubereitungszeit10 Min.
Arbeitszeit10 Min.
Gericht: Abendessen, Main Dish, Mittagessen
Land & Region: Einfach
Portionen: 2 Portionen

Zutaten

  • 20 Gramm Butter , Halbfettbutter funktioniert
  • 2 TL eingelegter, grüner Pfeffer
  • 150 ml Gemüsebrühe z.B. Maggi Bio
  • 1 EL Cognac oder Weinbrand
  • 50 Gramm Kochsahne 15%
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1/2 TL Senf
  • Pfeffer und Salz

Anleitungen

  • In einem kleinen Topf die Butter erhitzen und die Pfefferkörner darin zwei Minuten anschwitzen. Dann mit Brühe, Weinbrand, Sahne, Senf und Tomatenmark auffüllen und bei kleiner Hitze 10 Minuten reduzieren lassen. Jetzt die Konsistenz prüfen. Ist alles gut reduziert und die Soße genug eingedickt? Prima. Wenn nicht, hilft ein klein wenig Creme Fraiche, im Notfall etwas Soßenbinder oder Mehlschwitze. Nun noch mit Pfeffer und Salz abschmecken. Falls es euch trotz des Pfeffers nicht scharf genug ist, kann gerne noch mit einem Tropfen Tabasco gewürzt werden :). Perfekt dazu paßt das Schweinefilet mit Speckmantel!

Notizen

Das dazu passende Rezept für das Schweinefilet findet ihr hier: Schweinefilet

Weißwein Sahne Sauce mit Lachs zu Nudeln

Tagliatelle mit Lachs

Weißwein Sahne Sauce mit Lachs mit Nudeln

Frischer Lachs in einer leichten Weißwein-Sahne Sauce zu Tagliatelle ist ein Gedicht und versetzt uns sofort zurück an Sonne, Stand und Meer. Der Lachs wird wunderbar zart und zergeht auf der Zunge. Nach italienischer Tradition direkt in einer riesigen Schüssel komplett mit den Nudeln vermischt, verbindet sich die Sauce mit den Teigwaren zu perfekter Harmonie.
Vorbereitungszeit10 Min.
Zubereitungszeit15 Min.
Arbeitszeit25 Min.
Gericht: Abendessen, Main Dish, Mittagessen
Land & Region: Italian, Proteinreich
Portionen: 4 Portionen

Zutaten

  • 400-500 Gramm frischer Lachs (gibt es oft günstig bei Aldi in der Frischetheke)
  • 1 Stück Zwiebel (klein)
  • 1 Stück Knoblauchzehe, fein gehackt
  • 1 TL Rama Culinisse
  • 200 ml fettarme Milch 1,5% Fett
  • 200 ml Kochsahne, 15% Fett
  • 2 TL Bio Gemüsebrühepulver (ohne Hefeextrakt und Glutamat z.B. von Maggi Bio)
  • 2 TL Tomatenmark
  • nach Belieben trockener Weißwein (Ich nehme einen großzügigen Schluck)
  • Frischer Pfeffer aus der Mühle und Salz
  • 500 Gramm Tagliatelle oder andere Nudeln

Anleitungen

  • Zuerst das Salzwasser für die Nudeln aufsetzen, das braucht bei uns immer am längsten ;). Den Lachs von der Haut befreien, falls noch Haut dran ist und in mundgerechte Würfel würfeln. Dann die Zwiebel ebenfalls in feine Würfel schneiden, den Knoblauch fein hacken. In einer weiten Pfanne mit hohem Rand die Rama Culinesse erhitzen und die Zwiebeln mit dem Knoblauch darin goldgelb anschwitzen. Laßt es nicht zu braun werden, das passiert recht schnell. Nun den Lachs dazugeben und rundherum braten. Das dauert nur ein paar Minuten, der Lachs ist sehr schnell gar. Da er leicht zerfällt, nehme ich den Lachs aus der Pfanne und parke ihn bei 50 Grad zum Warmhalten im Backofen. Wenn in der Zwischenzeit das Nudelwasser kocht, könnt ihr die Nudeln direkt hineingeben.
  • Nun in die Pfanne zu dem verbliebenen, ausgebratenen Lachsfett die Sahne, die Milch und den Weißwein geben. Mit der Menge des Weins einfach experimentieren, mir reicht immer ein sehr großzügiger Schluck. Das Gemüsebrühepulver und das Tomatenmark einrühren und die Sauce aufkochen lassen. Achtet immer auf die Konsistenz. Es sollte nicht zu flüssig, aber auch nicht zu dick werden. Wie lange es dauert, ist ein wenig vom Herd abhängig, bei mir kocht es maximal 4-5 Minuten. Den Lachs aus dem Ofen wieder in die Sauce geben und alles noch mit Pfeffer und Salz abschmecken. Ihr habt hoffentlich in der Zwischenzeit die Nudeln gekocht :). Bei uns kommen jetzt die Nudeln in eine riesige Keramikschüssel und werden mit der gesamten Sauce vermischt. Alles gut unterheben und auf die einzelnen Teller portionieren. Guten Appetit.