Pizzasuppe

Pizzasuppe

Pizzasuppe

Meine Familie liebt würzige Suppe. Und wenn es so kalt ist wie in den letzten Tagen, dann ist eine heiße und würzige Suppe genau das Richtige :).
Vorbereitungszeit10 Min.
Zubereitungszeit20 Min.
Gericht: Hauptgericht
Land & Region: Einfach
Keyword: Pizzasuppe, Suppe, viel Gemüse
Portionen: 4 Portionen
Kalorien: 539kcal

Zutaten

  • 500 Gramm Hackfleisch gemischt, Rind oder Schwein
  • 1 TL Rama Culinesse
  • 1 rote Paprika
  • 1 Zwiebel
  • 1 halbes Bund Frühlingszwiebeln
  • 200 Gramm frische Champignons
  • 1 kleine Dose Mais
  • 425 Gramm stückige Tomaten
  • 250 ml Gemüsebrühe
  • 150 ml Kochsahne 15%
  • 200 Gramm Schmelzkäse leicht
  • Gewürzmischung italienische Kräuter
  • Pfeffer und Salz
  • optional: frischer Basilikum

Anleitungen

  • Die Paprika waschen, entkernen und würfeln. Die Zwiebel und die Frühlingszwiebeln putzen und in Würfel bzw. feine Ringe schneiden. Die Champignons nur abbürsten und in Scheiben schneiden. Den Mais abtropfen lassen.
    Jetzt einen großen Suppentopf nehmen, den Teelöffel Rama Culinesse erhitzen und das Hackfleisch krümelig anbraten. Wenn es gar ist, mit Salz und Pfeffer abschmecken und das komplette Gemüse inkl. Mais hinzufügen, das noch kurz mit braten darf.
    Jetzt mit der Gemüsebrühe, den stückigen Tomaten, der Sahne und dem Schmelzkäse auffüllen und alles ungefähr 15 Minuten auf kleiner Stufe köcheln lassen.
    Wenn das Gemüse weich ist die Suppe mit der Gewürzmischung italienische Kräuter und mit Pfeffer und Salz abschmecken.
    Gut dazu schmeckt noch frisch gezupftes Basilikum.
    Natürlich kann man die Suppe auch kalorienärmer gestalten, wenn man das möchte:
    Hackfleisch kann man gut selber machen, mit einem Fleischwolf ist das ganz einfach. Ich verlinke euch den Artikel dazu. Und bei der Kochsahne gibt es noch magerere Alternativen, z.B. von Rama Cremefine. Anstatt Schmelzkäse könnte man auch Frischkäse nehmen, aber mir schmeckt es mit Schmelzkäse besser.

Ciabatta Bacon Muffins – herzhaft

Ciabatta Bacon Muffins

Ciabatta Bacon Muffins

Ich steh voll auf Bacon…und auf Brot. Einmal probiert, musste ich diese Muffins direkt nachbacken. Eine ganz leckere und unkomplizierte Partybeilage.
Vorbereitungszeit10 Min.
Zubereitungszeit25 Min.
Gericht: Beilage
Land & Region: Mediterran
Keyword: Bacon, Datteln, Muffins, Partybeilage
Portionen: 12 Muffins
Kalorien: 159kcal

Equipment

  • Muffinform + Muffinförmchen

Zutaten

  • 12 Scheiben Bacon
  • 250 Gramm Ciabatta zum Aufbacken
  • 80 Gramm Butter
  • 1 Ei
  • 2 TL italienische Kräuter oder frische Kräuter wie Thymian und Salbei
  • 1 Knoblauchzehe
  • 10 Datteln getrocknet
  • 12 Muffinförmchen aus Papier

Anleitungen

  • In ein Muffinblech 12 Muffinförmchen aus Papier einlegen, da man diese Muffins ansonsten schlecht aus dem Blech bekommt.
    Die Baconscheiben einmal in der Mitte teilen und über Kreuz in die Förmchen einlegen. Den Backofen schon einmal auf 180 Grad Ober/Unterhitze vorheizen.
    Nun das Ciabatta in kleine Stücke zupfen und in eine Schüssel geben. Parallel dazu die 80 Gramm Butter auf dem Herd zerlassen. Den Knoblauch schälen und ganz fein hacken und mit den italienischen Kräutern zum Ciabatta mischen. Die Datteln ebenfalls in kleinere Stücke teilen und hinzufügen.
    Zum Schluss das Ei und die zerlassenen Butter mit in die Schüssel geben und alles gut vermengen. Jetzt noch mit Pfeffer und Salz abschmecken.
    Die Brotmischung in die Muffinsförmchen auf den Speck geben und nun im Ofen 20-25 Minuten backen.
    Herauskommen wunderbar knusprige Ciabatta Muffins mit einer herzhaften und einer leicht süßen Note.
    Vielen Dank an Frau Conrad für dieses wunderbare Rezept, das eine perfekte Beilage für ein Partybuffet ist. Ich habe die Muffins auch schon zwischendurch gemacht als kleine Beilage für eine herzhafte Suppe.

Spaghetti alle Vongole

Spaghetti Alle Vongole

Spaghetti alle Vongole

Ich war immer fest davon überzeugt, ich mag keine Muscheln…bäh. Aber in Wahrheit hatte ich diese 30 Jahre nicht mehr probiert :). In Spaghetti Vongole könnte ich mich reinlegen.
Vorbereitungszeit10 Min.
Zubereitungszeit20 Min.
Gericht: Hauptgericht
Land & Region: Italian
Keyword: Meeresfrüchte, Muscheln, Nudeln, Nudelsauce
Portionen: 4 Portionen
Kalorien: 825kcal

Equipment

  • Pfanne mit höherem Rand und Deckel

Zutaten

  • 1000 Gramm Venusmuscheln Wir holen in der Metro japanische Teppichmuscheln, es funktioniert mit allen Sorten von Herzmuscheln.
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 EL Tomatenmark
  • 10-12 Cocktailtomaten
  • 1 rote Chilischote frisch oder getrocknet, die kleinen, scharfen
  • 3 EL Olivenöl
  • 100 ml Roséwein wir nehmen Pinot Grigio, weiß geht auch
  • 1/2 Bund glatte Petersilie
  • 600 Gramm Spaghetti Kann auch etwas mehr oder weniger sein, je nach Hunger, die Sauce reicht.
  • Salz und Pfeffer.

Anleitungen

  • Das Nudelwasser aufsetzen und schon mal zum Kochen bringen. Bevor man die Spaghetti hinein gibt, das Wasser gut salzen.
    Die Muscheln nun sehr gut waschen und ggfls. noch Bärte entfernen. Alle Muscheln, die jetzt schon aufgehen, müssen geprüft werden. Einfach leicht auf die Schale klopfen. Wenn sie sich schließen, dann ist alles gut. Bleiben die Muscheln offen, sollten sie aussortiert werden.
  • Den Knoblauch schälen und fein hacken. Die Chilischote halbieren, entkernen und fein hacken. Die Petersilie waschen, ausschütteln und fein hacken, dabei die groben Stiele entfernen. Die Tomaten vierteln.
    Zutaten für Spaghetti alle Vongole
  • Jetzt die Nudeln ins Salzwasser geben, damit diese pünktlich fertig sind.
  • Nach ein paar Minuten das Olivenöl in einer Pfanne mit hohem Rand erhitzen. Nun die Tomaten, die gehackte Chilischote, das Tomatenmark und den Knoblauch dazu geben. In der Pfanne alles vermengen, den Wein angießen und circa. 1 Minute köcheln lassen. Den Sud mit Salz und Pfeffer würzen. Nun direkt die Muscheln in die Pfanne werfen und einen Deckel auf die Pfanne setzen.
    Spaghetti alle Vongole Muscheln in der Pfanne
  • Das köchelt nun noch 3-4 Minuten auf mittlerer Stufe vor sich hin und die Muscheln öffnen sich dabei. Muscheln, die sich nicht öffnen, sind suspekt, diese besser nicht essen. Sollten noch zu viele Muscheln geschlossen sein einfach noch etwas länger köcheln lassen. Den Deckel abnehmen und noch eine Minute offen abdampfen.
  • Jetzt sollten die Nudeln auch fertig sein.
    Die Spaghetti zusammen mit der gehackten Petersilie in die Pfanne geben und gut mit der Sauce vermischen.
    Beim Anrichten können die Spaghetti Vongole noch mit etwas schwarzem Pfeffer abgeschmeckt werden, wir machen das aber nicht immer. Es schmeckt auch pur köstlich.

Teil 7: Was soll ich nun trinken?

Was soll ich nun trinken?

Irgendwie werden Getränke immer nur am Rande behandelt.

Dabei habe mir bestimmt die meisten meiner Pfunde nicht angegessen, sondern angetrunken.

Denn kalorienhaltige Getränke tragen nicht zur Sättigung bei, füllen nicht den Magen und rauschen sofort durch. Und es ist super einfach, super viele Kalorien aufzunehmen, in dem man diese einfach trinkt.

Mal eben ein paar Bier wegzischen, ein paar Gläser Saft und dazu noch Cola und Fassbrause und schon hat man seinen Tagesbedarf an Energie weggetrunken, ohne satt und zufrieden zu sein.

Deswegen, finde ich, kann man zwar intuitiv trinken, wenn man Durst hat, aber nicht darauf vertrauen, das man Durst auf das richtige Getränk hat.

Denn ich bin aufgewachsen mit Limonade, Zitronentee und Kakao. Bei uns gab es kein Wasser, wir hatten nie Sprudel im Haus und niemand trank Wasser aus dem Hahn, kein Kraneburger, nur Limo.

Und ich mag bis heute kein Wasser pur und ich trinke es nur, wenn ich viel Sport gemacht habe, auf einer Wanderung bin oder es sehr heiß ist.

Das ist für mich ein echtes Problem, da ich meinen Körper auch nicht mehr mit Süßstoff zuschütten will, da ich davon eine pelzige Zunge bekomme und auch immer den Eindruck habe, dass es Hunger verursacht.

Bei einer Heilpraktikertherapie hatte die Therapeutin mir geraten, keine Cola light mehr zu trinken, sondern, wenn es schon Cola sein muss, dann lieber die normale Variante. Die mir, leider, ja auch gut schmeckt.

Das hat mir 20 Kilo eingebracht, da aus ab und zu ein Glas Cola jeden Tag eine Flasche Cola (oder zwei) wurde und das mit offizieller Erlaubnis der heilkundigen Frau. Dass es so nicht gemeint war, lag auf der Hand, aber ich liebe gezuckerte Getränke und das war quasi ein Startschuss. Meine gute Heilpraktikerin hätte bestimmt der Schlag getroffen, wenn ich ihr erzählt hätte, wie ich Ihren gut gemeinten Rat umgesetzt habe.

Aber es gibt kein “Trinke soviel bis du satt” bist.

Es gibt ja noch nicht einmal ein Wort wie satt für “Ich habe keinen Durst”. Für mich gibt es auch kein “Trinke das, auf das du Lust hast”, denn dann trinke ich nur Limonade.

Außerdem kann ich Durst und Hunger oft nicht auseinanderhalten. Ich habe dann Appetit auf Suppe, obwohl ich eigentlich Durst habe. Deswegen ist es auch immer noch eine gute Idee, bei Essdrang erst einmal auszuprobieren, ob ich nicht eigentlich Durst habe.

Getränke sind meine Achillesverse und ich werde mich hier immer sehr in Acht nehmen müssen und versuche mich hier auf Schorle mit sehr wenig Saft oder Tee ohne alles zu beschränken.

Denn selbst die Schorle mit ganz wenig Saft ist ein Getränk, welches dem Körper Energie zuführt. Jedoch wäre der Anspruch an mich selber, jetzt nur noch Wasser zu trinken, eine zu arge Zwangsmaßnahme und würde nicht klappen.

Also nehme ich mir vor, weiterhin daran zu arbeiten, weniger Fassbrause und Saft oder Saftschorle mit hohem Saftanteil zu trinken und weiter daran arbeiten, Hunger und Durst besser aus einander halten zu können.

Aber ich werde nicht auf den 2 Litern oder mehr am Tag beharren oder Trinktagebücher etc. führen. Mein Körper meldet sich schon, wenn er Durst hat. Er meldet sich immer und ich kann daran arbeiten, ihm Flüssigkeit zu geben, die ihm guttut und keine Berge von reinem Zucker in ihn kippen, auch wenn es gut schmeckt.

Schließlich kann man alles verdünnen…lach.

Denn es geht ja darum, was mir guttut und was meinem Körper guttut und ihn nährt.

Deswegen gilt es, auch mit Aufmerksamkeit zu trinken, nicht weil man zu viel trinkt, sondern weil es so einfach ist, sich mit Kalorien zu überschütten, ohne das es Sättigung bringt.

Versucht habe ich schon vieles, warmen Tee, kalten Tee, Wasser mit etwas Geschmack, alle light-Getränke, Wasser mit Ingwer, Wasser mit Zitrone, Wasser mit Beeren.

Im Punkte Getränke ist meine von Kindenbeinen an bestehende Fixierung auf süße Getränke einfach nicht auszulöschen.

Also muss ich es auch hier annehmen, wie es ist. Und weiter daran arbeiten, es figurverträglich zu gestalten, da ich hier mit dem intuitiven Weg keinen Deut weiterkomme.

Ich werde weiter alles Mögliche probieren :).

Und vielleicht kann ich irgendwann ein Rezept für das ultimative Getränk vorstellen.

Teil 6: Was soll ich nun essen?

Teil 6: Was soll ich nun essen?

Alles, was du magst und was dir bekommt!

Auch Chips und auch Schokolade?

Ja, klar.

Glaub mir, selbst wenn du eine Woche lang zu jeder Mahlzeit nur Chips essen würdest, dann erleidest du keinen Mangel und keine Vitaminunterversorgung. Und wahrscheinlich kommen dir die Chips dann zu den Ohren raus.

Teste es und berichte mir davon. Ich hab mich das nie getraut, weil ich weiterhin Freude an Chips haben möchte.

Es gibt keine guten oder schlechten Lebensmittel.

Ich darf alles essen, was mir schmeckt und meinem Körper guttut!

Natürlich gibt es Lebensmittel mit hoher und geringer Energiedichte und es gibt stark verarbeitete Lebensmittel, aber der entscheidende Faktor ist, ob es dir schmeckt und ob es dir bekommt?

Was nützt das vermeintlich gesündeste Vollkornbrot, wenn du dich nachher vor Bauchweh krümmst oder ständig pupsen musst?

Oder, wenn du vom Weißbrot grässliche Verstopfung bekommst und dich quälst.

Was schmeckt dir gut und was bekommt dir gut?

Ich mag z.B. überhaupt keinen Magerquark. Das ist total ekelig. Ich mag aber auch keinen Sahnequark, weil er einen fettigen Film auf meiner Zunge hinterlässt. Also nehme ich 20%tigen Quark und bin damit fein.

Jetzt gibt es den neuen, mega hippen Proteinquark. Den kann ich ja mal probieren. Wenn er mir schmeckt und guttut, warum nicht? Wenn er mir nicht schmeckt und nur teuer ist, dann lasse ich ihn links liegen.

Auch Cola ist kein durch und durch schlechtes Lebensmittel. Ich habe nur für mich festgestellt, dass ich bei zuckerhaltigen Getränken kein Maß kenne und diese dann in Massen in mich hinein schütte, was mein Körper nicht mag. Also ist nicht die Cola böse, sondern ich kann nicht damit umgehen, also halte ich mich lieber fern.

Gesund ist, was mir gut schmeckt und gut tut. Das ist maximale Freiheit beim Essen.

Und Hunger ist der beste Koch!

Aber…aber…aber…neulich stand doch in der Zeitung….

Ja, es wird immer mal wieder eine neue Sau durchs Dorf getrieben. Ich bin jetzt 48 und in der Zeit war Butter ganz böse, die gute Margarine sollte es sein. Oder nicht, auf einmal war Butter wieder in und Margarine total out, da diese gesättigte Fettsäuren enthält.

Milch macht müde Männer munter oder ist Milch etwa nur Nahrung für Kälber?

Ganz böse ist Zucker, das ist wie Kokain. Oder war es Fett? Jahrelang war es Fett, jetzt sind es Zucker und Kohlenhydrate.

Oje, Brot, esst bloß kein Brot, das macht super dick. Es sei denn man macht HiCarb.

Ich sehe noch meine jüngste Tante vor mir, die keine Kartoffel haben wollte, denn die machen dick. Ich war noch klein, aber es hat mich nachhaltig beeindruckt. Bei Weight Watchers waren Kartoffeln toll, weil sie mit wenigen Kalorien satt machen. Nach dem glykämischen Index sind Kartoffeln böse, es sei denn man schaut sich nur die glykämische Last an.

Ich persönlich mag am liebsten mehligkochende Kartoffeln mit etwas Salz und Butter. Das vertrage ich gut und es macht mich satt.

Aber die Japaner, die essen Suppe zum Frühstück und werden oft alt, also ist Suppe zum Frühstück das NonPlus. Es sei denn, der Japaner lebt in Fukushima.

Der einzige Gradmesser kann sein, was ich gut vertrage und was mir schmeckt. Dann das ist völlig individuell.

Was ich gut vertrage, kann euch auf den Magen schlagen. Mein Mann z.B. liebt Meeresfrüchte und Pulpo. Ich gehe schon bei dem Anblick laufen.

Trotzdem bleibe ich Neuem gegenüber aufgeschlossen und probiere auch alles Mögliche. Denn der Körper kann ja nur Appetit auf etwas entwickeln, dass er auch kennt.

Zum Beispiel war ich felsenfest davon überzeugt, ich mag keine Muscheln. Das stimmt so nicht, ich mag nicht so gerne Miesmuscheln, weil diese so schwabbeln. Der Geschmack ist sogar okay, aber das Schwabbeln ist nicht mein Ding. Aber ich mag gerne Venusmuscheln und Spaghetti Vongole sind sehr lecker. Das weiß ich aber erst seit diesem Jahr.

Ich koche häufig mal was Experimentielles. Manches davon ist ungenießbar, manches einfach nur sehr lecker. Und wenn es ungenießbar ist, dann kommt es in den Müll und wir machen uns ein Brot. Passiert nicht so oft…lach.

Trotz der Erlaubnis, alles Essen zu dürfen, was mir beliebt, versuche ich hochgradig verarbeitete Nahrung nicht allzu oft in unseren Speiseplan einzubauen. Für mich sind das Lebensmittel, die meine Uroma nicht als Essen erkannt hätte.

Denn dort sind oft Zucker, Fett und Salz so eingebaut, dass sie dem Gehirn den maximalen Glückskick geben. Das hemmt aber meines Erachtens die natürliche Sättigung, weil das Gehirn schreit: Toll…Toll…mehr davon.

Das ist ja beabsichtigt, damit mehr davon gekauft wird.

Oft ist das nicht so einfach, so wie ich es gerade schreibe, da ich nicht mit der hohen Kunst des Kochens aufgewachsen bin. Vieles muss ich mir erarbeiten. Wenn jemand zu mir sagt, koch mir einen Pudding, dann muss ich das erst googeln, so ganz ohne Dr. Oetker… ;).

Und ich verteufel es nicht. Manche Sachen sind einfach zu praktisch und es muss ein guter Kompromiss zwischen Zeit, Genuss und Verlangen sein. Schließlich bin ich Vollzeit berufstätig und muss dem auch Rechnung tragen. Ich muss nur im Hinterkopf haben, dass ich bei hoch verarbeiteter Nahrung dazu neige, über die Sättigung hinaus zu essen.

Schließlich geht es um die bedingungslose Erlaubnis, alles essen zu können, was ich möchte.

Und es ist so schwer alles zu vergessen, was man all diese Jahre gelernt und vor allen Dingen geglaubt hat.

Ich denke dann immer an eine Szene aus “Die Simpsons”, in der Lisa lernt:

Es ist nicht alles wahr, was in Büchern steht!

Sie reagiert darauf total geschockt und ich runzelte die Stirn, weil ich das auch nie infrage gestellt hatte. Okay, es ist viele Jahre her, als ich diese Fernsehfolge sah..lach.

Aber ich hatte damals den ganzen Schrank voll mit Diätratgebern und alle widersprachen sich. Eben hatte ich noch Punkte gezählt und auf einmal waren die Kohlenhydrate böse. Und Schuld hatte der böse genmanipulierte Weizen, der macht eine Wampe.

Also fühlte ich mich verdammt zu einem “Leben ohne Brot”.

Und ich aß Magerquark mit Süßstoff zum Frühstück, das war gesund. Und suchte im Betrieb 10x das Gemeinschaftsklo auf, bis ich einmal alleine war und in Ruhe rumpumpsen konnte. Ich vertrage die Kombi von Quark und Süßstoff nämlich überhaupt nicht. Ich mag das noch nicht mal. Aber es war ja gesund.

Vielleicht ist es für dich gesund, aber für mich nicht. Und es ist für den Mann drei Straßen weiter sogar sehr gesund, aber für Lieschen Müller in Hausnummer 6 nicht, die bekommt davon Bauchweh.

Denn Gott sei Dank sind Menschenversuche nicht erlaubt. Denn um überhaupt valide Studien durchzuführen, müssten diese ja unter kontrollierten Bedingungen stattfinden, über viele Jahre, um alle Nebeneffekte auszuschließen.

In Raum 1 kommen über 10 Jahre alle Mischköstler, in Raum 2 alle Vegetarier, in Raum 3 alle Clean-Eater usw. Und damit man eine valide Grundlage hat müssen alle gleich alt und von gleicher Konstitution sein. Weil man äußere Reize ausschließen möchte, lebt jeder in diesen 10 Jahren in einem weißen sterilen Raum und hat nichts zu tun außer essen.

Nach den 10 Jahren weiß man dann, welche Ernährung gesunder war. Vorausgesetzt es sind nicht alle an Vereinsamung gestorben oder verrückt geworden.

Gut, dass es diese Art der Versuche nicht gibt.

Man kann die Ernährung nicht über einen Kamm scheren, die Körper und Bedürfnisse sind einfach zu unterschiedlich.

Aber…aber…Schokolade ist ungesund….!!!!

Warum? Ist Arsen drin? Alle Komponenten von Schokolade für sich sind nicht gefährlich und absolut essbar. Und Schokolade macht auch nicht dick, wenn man sie nicht ohne Hunger immer und überall isst, weil Schokolade so verlockend ist, wenn sie verboten ist.

Wenn mich heute das Verlangen nach Schokolade packt, dann esse ich welche, ohne Kompromisse, mit bedingungsloser Erlaubnis. Jetzt ist kurz nach Weihnachten und ich habe beim Aufräumen einen Kinderschoki-Osterhasen in der Süßschublade gefunden und weggeworfen. Der war schon grau innen drin. Aber er war wohl nicht mehr so interessant und irgendwann habe ich ihn vergessen.

Und wenn ich dringend Chips haben will, dann esse ich diese. Und wenn es die ganze Tüte sein muss, dann gibt es eben kein Abendessen mehr. Nicht, weil die Chips böse sind, sondern weil ich dann pappsatt bin und kein Abendessen mehr möchte. Und falls ich doch noch Hunger habe, dann esse ich eben doch noch was.

Ohne schlechtes Gewissen! Nicht heimlich, ohne schlingen. Sondern mit Freude und Genuss.

Ich kann zu diesem Thema gute Literatur empfehlen:

Der Körpernavigator von Uwe Knop

Esst endlich normal von Udo Pollmer

Lizenz zum Essen von Gunther Frank