Von der Seligkeit des Überessens…

Tiger, vollgefressen

Im letzten Artikel habe ich euch von der Befreiung durch das Joch der Waage erzählt.

Zeit für ein Fazit.

Ich habe nicht zugenommen und das finde ich mega.

Naja, werden einige denken, das ist ja nichts besonders. Doch, sage ich, für mich ist es das.

Ich habe alles gegessen, dass ich essen wollte und dann wann ich es wollte und so lange, wie ich es wollte. Dazu habe ich etliche der Postcastfolgen von Mareike Awe zum intuitiven Essen gehört und meine eigene Diätmentalität hinterfragt. Abgenommen habe ich nix…lach.

Trotzdem finde ich mein Experiment erfolgreich, wenn ich an meine bisherige Historie denke.

Erste Diät mit 13, mehrfach über 25 Kilo abgenommen und immer alles und noch mehr wieder zugenommen.  Hier könnt ihr meine Diätkarriere nochmal nachlesen. Zwischendurch habe ich immer frustriert alles wieder sein gelassen und ab und an auch aufgehört mich zu wiegen.

Und ich muss dann über mich selber den Kopf schütteln und meine Intelligenz in Frage stellen!

Warum wählt man für eine recht aussichtslose Sache immer wieder den gleichen Weg?

Und das seit 33 Jahren, nur mit leicht geänderter Besetzung?

Ich halte mich selbst für ein recht schlaues Wesen. Und ich dachte, ich merke sonst recht schnell, wenn ich auf einem Weg nicht weiterkomme und versuche dann, einen anderen Weg einzuschlagen. Nur wenn es um mein Gewicht geht, scheine ich total verbohrt zu sein.

Gerade stelle ich mir vor, ich möchte ein Hindernis überwinden. Ich möchte über einen großen Kasten hüpfen und als Hilfsmittel habe ich ein kleines Sprungbrett.

Also nehme ich Anlauf, ab auf das Sprungbrett, Beine hoch…und selig fliegend lande ich oben auf dem Kasten, mit dem Bauch und zappel wie ein großer Käfer.

Hm, das ist aber blöd, ich möchte ja über den Kasten hüpfen. Also denke ich nach und komme auf die Idee, dass es bestimmt an meinem blauen Sportdress liegt. Also wenn es mit dem blauen nicht klappt, dann nehm ich halt das rote Oberteil. Mit dem roten Oberteil klappt es bestimmt. Und wenn es damit nicht klappt, dann ziehe ich halt das grüne Oberteil an und probiere es damit.

So kaufe ich im Laufe der Jahre 15 verschiedene Oberteile und bin schon ganz verzweifelt, da ich immer noch nicht über den Kasten hüpfen kann und doch schon so viel Geld für Oberteile ausgegeben habe. Irgendwann muss noch die Farbe meiner Sportbekleidung Einfluß darauf haben, so dass ich mit Leichtigkeit über den Kasten komme.

Also sind es vielleicht doch meine Schuhe, die Einfluß haben. Also kaufe ich mir Einlagen mit Sprungfedern. Die tun zwar etwas weh, weil sie nicht so bequem sind, aber ich komme nun zumindest schon mit den Knien auf den Kasten. Ein Erfolgserlebnis.

Nach dem das mehrfach geklappt hat, denke ich noch weiter und kaufe mir Einlagen mit Spikes innen. Darauf kann man kaum laufen, weil es so weh tut, aber der Erfolg ist mega. Ich laufe und es ist super unangenehm und weil es auf dem Sprungbrett so richtig weh tut, springe ich vor lauter Schmerz super hoch und direkt über den Kasten. Wow, das ist so toll. Ich lande auf der anderen Seite und ich bin stolz und glücklich. ICH, wirklich ICH, bin über den Kasten gekommen. Meine Füße bluten und schmerzen, aber ICH bin über den Kasten gekommen.

Das mache ich noch ein paar Mal, aber irgendwann überwiegen die schmerzenden Füße den Stolz des Kastenüberhüpfens und vielleicht klappt es jetzt ja auch mit den Sprungfedern. Leider nicht, ich hocke wieder oben drauf und denken, hm, welche Farbe hatte denn mein Oberteil letztes Mal?

Ich könnte ja doch mal wieder probieren ob nicht ein pinkes Oberteil den gleichen Effekt hätte.

Und prompt stehe ich wieder vor dem unüberwindbaren Kasten, habe weitere 15 Oberteile gekauft, die alle nichts gebracht haben und schiele nach ein paar Monaten auf die Schuhe mit Spikes, die meine Füße ruinieren.

DAS WÜRDE DOCH KEIN NORMALER MENSCH TUN, oder?

Jeder würde sagen, mache doch einfach den Kasten niedriger und übe erst einmal mit weniger Höhe und steigere dich nach und nach. Oder hol dir ein stärkeres Sprungbrett!

Aber genau das tue ich mit Diät nicht.

Ich bin zu dick, also mache ich FDH. Wow, das hilft, aber ich habe immer Hunger. Also esse ich irgendwann wieder normal und alle Kilos kommen wieder.

Dann bin ich wieder zu dick und mache Kalorienzählen, aber ich habe immer Hunger. Also esse ich irgendwann wieder normal und alle Kilos kommen wieder.

Dann bin ich wieder zu dick und mache Weight Watchers. Da habe ich keinen Hunger, aber ich träume von Pizza und Kuchen und Chips und ständig läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Ich nehme mega viel und toll ab und bin ganz stolz, aber mein Hunger ist völlig außer Kontrolle und dazu bin ich schlecht gelaunt und irgendwann höre ich auf Punkte zu zählen und mich zu wiegen und ich nehme alles und mehr wieder zu.

Dann bin ich wieder zu dick!

Und wenn ich wieder dick bin, dann mache ich wieder Diät. Aber diesmal Low Carb, denn das ist ja was anderes!

Und das ist gesellschaftlich anerkannt und jeder findet es normal. Niemand sagt, eh die ist doch bekloppt. Alle paar Jahre stolz auf blutige Füße wegen Schuhen mit Spikes und dann doch wieder darauf schielen, ob es mit farbigen Oberteilen nicht einfacher geht.

In diesem Artikel habe ich erklärt, warum nahezu jede Diät funktioniert, solange man Sie macht. Hört man damit auf, treibt man zurück. Deswegen war auch das erste, das mir zur A-Methode eingefallen ist, Kalorienzählen…lach…

Und nach 33 Jahren ist es ja wohl Zeit einzusehen, dass ich mit einer Diät nicht dauerhaft schlank werden kann.

Denn sonst hätten die ganzen Diäten, die ich in meinem Leben gehalten habe, ja alle dauerhaft funktioniert. Ich müsste schlank sein wie ein Streichholz und jeden Tag Angst haben durch den Gullideckel zu fallen.

Hab ich aber nicht, ich bin immer noch dick!

Ich könnte mich nun damit abfinden und einfach so bleiben wie ich bin. Und ich mag mich so auch, jedoch tun mir die Knie weh und mich ärgert ein Fersensporn. Und ich werde steif, alt und nixnötzig, deswegen möchte ich gerne beweglicher sein und mehr Energie haben.

Manche z.B. sagte, dass Sie sich überessen mies gefühlt haben und schlecht gelaunt sind und sich selber dafür verurteilten. Voller schlechtem Gewissen schelten sie sich und schlagen auf sich ein.

Das kann ich so nicht bestätigen.

Wenn ich ein nahrhaftes Abendessen hatte und eigentlich satt bin und dann noch ein Pfund Schokolade hinterherstopfe und dazu noch eine Apfelschorle hinterherkippe und dann wie eine Stopfgans auf der Couch liege, den Kater an mich gekuschelt, den Mann neben mir, dann fühle ich mich gut.

Satt, zufrieden, überfressen, selig in der Wohligkeit des Kokons, erfüllt von innen und von außen.

Ein kleinen Moment abgeschottet gegen den Stress, gegen alle Ansprüche, die von außen an mich gestellt werden, gegen den Druck, Stresshormone durch Zucker und Fett abbauend, mit vor Wonne glühendem Belohnungszentrum. Schläfrig müde, aber glücklich.

Ich schwelge in meiner eigenen Seligkeit des Überessens!

Und solange ich Essen als Entspannungsmittel, Entärgerungsmittel, zur Flucht aus dem Alltag und als die pure Belohnung betrachte, wird keine Diät der Welt mich schlank machen.

Also bleibt der Weisheit letzter Schluß:

Iss wenn du Hunger hast, höre auf, wenn du angenehm satt bist und noch nicht völlig überfressen.

Meine Mutter kann das perfekt und ich kenne noch viele weitere Leute, die das prima können. Die meisten davon haben noch nie eine Diät gemacht!

Und konnte das auch mal, als Kind. Und ich war in der Pupertät mit 13 auch nicht dick, da ging es noch um 1-2 Kilo und nicht um 25-30 Kilo.

Also lautet für mich die große Frage, was kann ich tun, um dahin zurück zu kommen, zu meinem natürlichen Essverhalten. Ich halte euch auf dem Laufenden.

Der Tag, an dem ich mich von DER WAAGE befreite…

Personenwaage

Kann es das geben? Abnehmen ohne Waage?

Meine Waage und ich hatten eine ganz besondere Beziehung.

An manchen Tagen waren wir sehr verliebt. Unsere Symbiose machte Spaß und jeder Besuch der Waage war ein Fest der Freude.

Aber an anderen Tagen hassten wir uns. Schon morgens um sieben hing der Tag voller dunkler Wolken, weil die Waage unliebsame Wahrheiten schonungslos aussprach und überhaupt keine Rücksicht auf mich nahm.

Die ganze Woche hatte ich weder Süßigkeiten gefröhnt, noch war ich sonst irgendwie über die selbstgesetzten Ernährungsgrenzen gegangen.

Frohen Mutes bestieg ich sie, die Waage.

Und hasste sie mit Leidenschaft. DIE WAAGE!

Dabei ist die Zahl, die man da liest, ja völlig wertfrei. Die Bewertung entsteht ja nur in unserem eigenen Kopf.

Die Erwartungshaltung nach einer Woche sehr gesundem und kalorienrestriktivem Leben besteht darin, dass die Zahl auf der Waage niedriger ist als in der Vorwoche.

Ist sie das nicht, beginnt das Rätselraten. Was habe ich falsch gemacht.?Wo habe ich doch zu viel gegessen? Habe ich Wassereinlagerungen?

Warum fällt, verdammt nochmal, meine Belohnung in Form einer niedrigeren Zahl aus!

Denn mein Ziel ist es ja, weniger essen = kleinere Zahl auf der Waage.

Wenn das Ergebnis weniger Essen ≠ kleinere Zahl ausfällt, bin ich ärgerlich.

Wenn es dann noch weniger Essen < höhere Zahl ausfällt, dann bin ich ärgerlich, frustriert, verzweifelt und noch ein paar mehr unschöne Dinge.

Also versuche ich DIE WAAGE auszutricksen.

Dazu kann man z.B. DIE WAAGE verschieben. Meine Digitalwaage zeigte an jedem Standort einen anderen Wert an. Also wird einfach der niedrigste Wert genommen.

Wenn sich der Mann fragte, warum die Waage auf einmal im Wohnzimmer stand: Ha!  Das war der beste Platz und überhaupt ist die Waage da sehr dekorativ platziert…rechts neben dem Fernseher. Dicht neben den Blumen…hahahahahaha

Und dann kam der Tag, an dem die Digitalwaage eine neue Batterie brauchte, denn sie verweigerte den Dienst.

Also stapfte ich frohen Mutes in das Einkaufzentrum und wollte eine neue Batterie kaufen. Leider kam ich an den Waagen vorbei, die mich aus den Regalen heraus anstarrten, und ich fand heraus, dass man sich auf einigen Waagen wiegen konnte, selbst wenn diese sich noch in der Verpackung befanden. Heureka!

Ich habe mich auf allen Waagen gewogen!!! Die Leute haben belustigt geguckt, aber ich hatte viel Spaß. Und anstatt einer Batterie habe ich eine mechanische Waage gekauft. Denn diese machte mich auf einen Schlag 1,5 Kilo leichter! Yeah, der Tag der mechanischen Waagen. Nieder mit Digital! (Müssten Waagen nicht eigentlich geeicht sein?)

Also ab nach Hause, Digitalwaage eingemottet (zu gut zum Wegwerfen, ist ja noch o.k.) und stolz mechanische Waage im Bad platziert. Natürlich nicht, ohne vorher verschiedene Aufstellstellen auszuprobieren.

Eine mechanische Waage hat einige deutliche Vorteile:

Ja, sie braucht keine Batterien, dass auch…

Und man kann so schön an dem kleinen Rädchen drehen…und sich so noch ein paar 100 Gramm weg mogeln.

Und wenn man das Gewicht verlagert auf ein Bein, dann zeigt sie ja nach Blickwinkel etwas weniger an…

Und so kam es, dass ich jeden Morgen Sport gemacht hat, erst mit der Waage (Ihr wisst ja, Standortfrage), dann vor der Waage (Dreh am Rädchen), dann auf der Waage (Gewichtsverlagerung, Blickwinkel)…

Und nach und nach entwickelte sich ein Widerwillen. Gegen DIE WAAGE!

Gegen die ständige Kontrolle, gegen die Abhängigkeit von dieser Zahl, die die Stimmung des Tages so sehr beeinflussen kann, gegen das Lied, dass sie beständig sang.

Du bist zu schwer…du bist zu schwer…es tut sich gar nichts mehr…lalalala

Ich begann die Waage zu hassen, sie zu umschleichen. Wiegetage auszulassen, mich nur noch wochenweise zu wiegen, dem täglichen Wiegeterror den Kampf anzusagen…

Und auf einmal war ich sehr entspannt.

Nicht zu wissen, wie viel man wiegt, kann einem sehr viel Lebensfreude zurückgeben.

Das ist sehr cool!!!!!

Ich bin immer noch zu dick, dass kann ich im Spiegel sehen. Das kann ich fühlen, wenn ich Gymnastik mache und mich fühle wie Barbapapa. Meine Hosen sind mal eng und mal weit, je nach Wassereinlagerung und momentanem Freßorgienstand.

Aber ich bin frei. Frei von der Zahl, die mir den Tag verhagelt, frei von dem Zwang, auf die Waage zu müssen, frei von dem mir selbst auferlegten Terror dieser Zahl.

Ob ich jetzt ohne diese Kontrolle völlig unkontrolliert zunehme?

Nein, absolut nicht.

Ich habe die Waage schon vor ein paar Monaten eingemottet und bin dann bangen Herzens in die Sommerhosen vom letzten Jahr gehüpft. Und was soll ich sagen, passten alle.

Also habe ich auf jeden Fall schon einmal nicht zugenommen. Okay, geschlackert haben sie auch nicht, aber gepasst. Da gab es schon ganz andere Winterspeckfrusterlebnisse und das trotz täglichem Wiegen.

Das stärkt meinen Entschluss, ich gebe die Symbiose mit der Waage auf.

Tschüss du kleines Ding, mach´s gut. Nie mehr wirst du mir den Tag verhageln.

Ich habe Augen, ich kann sehen, ob ich zu oder abnehme. Ich kann es an der Kleidung fühlen, ich kann mich ab und an vermessen und im Endeffekt kommt es darauf an, ob ich mich wohlfühle oder nicht!

HA! Ich fühle mich ohne dich sehr viel besser. Du raubst mir Energie und füllst meine Gedanken mit Trübsal, du warst viel zu lange Wächter meiner Freiheit.

Nieder mit allen Waagen dieser Welt! Freiheit für die Gedanken!

Ganz im Ernst, ich starte mit mehr Freude in den Tag, seit ich frei bin von dieser Wiegerei. Und mir reicht die Gewissheit, ich passe in meine Jeans. Jogginghosen mit Stretch sind da kein guter Gradmesser ;).

Und wer weiß, vielleicht kann ich ja eines Tages wieder ab und zu gelassen auf die Waage steigen, so mit 80 Jahren oder so.

Aber bis dahin genieße ich erst einmal weiter die neu gewonnene Gelassenheit.

Denn ihr wisst ja, wenn man immer nur das Gleiche tut, bekommen das immer das gleiche Ergebnis.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Des Kalorienzählens müde…welche Alternative gibt es?

Ich habe mir mit der A-Methode zum Ziel gesetzt, in Zukunft ohne Kalorienzählen gesund zu essen, so dass ich von dem ewigen Jojo-Spiel herunterkomme und schlank bleibe, ohne mich ewig zu kasteien.

Zeit für einen Status, da ich absolut und gar keine Lust mehr habe auf Kalorienzählen.

Ich bin immer noch an dem Punkt:   „Wenn man immer das Gleiche tut, dann bekommt man auch immer das gleiche Ergebnis“.

Nein, nicht ganz. Ich kann mittlerweile echt gut kochen…lach. Und auch viele, leckere und kalorienarme Gerichte zubereiten, die wirklich richtig gut schmecken. Da freut sich auch der Mann.

Und ich nehme auch ab, solange ich zähle. Ich nehme sofort zu, sobald ich aufhöre mich per Zählen zu beschränken.

Und ich mag nicht mehr…

Es lief echt gut. Ich habe fleißig gezählt, gekocht und Tauschgeschäfte gemacht und dann…

Dann habe ich beschlossen, eine neue Weiterbildung zu beginnen. Von Natur aus neugierig lerne ich gerne und ich fange auch gerne neuen Themen an. Der Online-Marketing-Manager sollte es werden. Die Weiterbildung dauert auch nur 3 Monate inkl. 5 umfangreichen Hausarbeiten und einer externen Prüfung über alle Fachgebiete.

Mach ich doch locker…zwinker. Immerhin bin ich ja schon abends um sieben daheim und habe dann noch ein paar Stunden, bis ich ins Bett gehe. Diese Stunden kann ich doch noch produktiv verbringen und dazu auch noch das ganze Wochenende. Oder?

Ich bin dann ja erst zwölf Stunden auf den Beinen, da geht doch noch was…

Ging auch. Die Weiterbildung ist fertig…yeah. Ich habe ein tolles Zeugnis und viel gelernt…

Und wieder einiges mehr auf der Waage!!!

Wie viel?

Keine Ahnung. Ich habe mich nicht gewogen. Es ist nicht so schlimm gekommen, wie es hätte kommen können. Meine Sommerhosen passen noch.

Chacka!

Aber wenn ich mich jetzt wiege, dann bekomme ich wieder einen Koller und zähle dann wieder ein paar Wochen penibel Kalorien und wiege mich jeden Tag und will…und will…und das ist genau das, was immer passiert.

Und ich durchbreche diese „Immer“ Schleife.

SO!

Ich sage ja, die A-Methode ist noch in der Entwicklung und bleibend ist die Erkenntnis, dass ich etwas anders machen muss, wenn ich dauerhaft schlank und fit werden will. Und dazu gehört auch eine Portion Realismus.

Denn manche Sachen klappen ja schon echt prima.

Zum Frühstück morgens die Quarkbombe (hier geht es zum Rezept) essen. Klappt, wenn ich im Büro bin, ganz toll und schon seit Monaten. Dann bin ich auch bis Mittag satt.  Morgens gibt es als erstes ein Äpfelchen mit Walnüssen und um kurz nach zehn die Quarkbombe.

Zum Mittagessen im Büro habe ich noch nicht den Königsweg gefunden. Am besten klappt es, wenn ich ein kalorienarmes Abendessen vom Vorababend warm mache.  Vollkornbrot mit Ei und ein bißchen Obst ging auch ganz gut.

Abendessen geht prima, wenn ich koche.

Die Menge an Gemüse läßt noch sehr zu wünschen übrig. Und ich esse soooo gerne Brot. Da geht noch was…

Bleibt der große Knackpunkt, Eis und Schokolade.

Alles was ich zugenommen habe in der Weiterbildung geht auf das Konto von Schokolade…und Eis…und Chips…aber hauptsächlich Schokolade.

Meeresfrüchte, Nougat, Kinderschoki, Riegel….stopf…stopf…

Der Belohnungseffekt ist so stark, ich kann dem nicht widerstehen. Da kann ich 10 Pfund Obst Essen, ich möchte immer noch Schokolade.

Ich bin echt total satt und es passt gar nichts mehr rein in den Magen, außer Schokolade. Das ist doch verrückt!

Es ist nur zum Teil ein Überessen bei den normalen Mahlzeiten. Es sind die ganzen Extrakalorien durch die Süßigkeiten, die den Leib wieder anschwellen lassen.

Zum Glück bleibt noch vieles übrig, dass ich in dem ganzen Wahn von Ernährungsratschlägen für mich noch nicht getestet habe.

Ab heute mache ich Low Junk!

Alter Wein in neuen Schläuchen?  Egal, aber ich habe es noch nicht in letzter Konsequenz ausprobiert.

Ich höre auf mit der Zählerei.

Ich lerne noch noch besser, frisch zu kochen und leckere Gerichte mit Gemüse zuzubereiten.

Und für die A-Methode und für euch gibt es endlich neue Rezepte. Das geht dann auch schneller, weil ich nicht für alles noch die Kalorien berechnen muss.

Ich habe ja wirklich wenig eingestellt, weil ich das Kalorienzählen so satt hatte und überhaupt keine Lust hatte, alles zu berechnen. Vom Zeitmangel ganz zu schweigen, denn wir sind im letzten Monat auch noch umgezogen.

Hier liegt ein riesiger Stapel von Rezepten, die ich alle gekocht und fotografiert und mit Genuss gegessen habe. Die kommen nun online…lach.

Und auch die alte Frage kehrt wieder, ist eine Kalorie eine Kalorie eine Kalorie? Ist es wirklich nur das Prinzip der Physik, weniger rein = weniger dick?

Es steht außer Frage, dass es Kalorienzählen funktioniert. Weniger rein und ich nehme ab, mehr rein und ich nehme wieder zu. Deswegen haben alle meine vorherigen Artikel weiterhin Gültigkeit. Das ist fundiert recherchiertes Wissen. (hier beginnen die Artikel dazu).

Das Prinzip der Energiedichte sagt:  Mehr rein von Lebensmitteln mit weniger Kalorien = größere Menge und ich nehme trotzdem ab, weil ich weniger von Lebensmitteln mit hoher Energiedichte esse. Ist auch plausibel und funktioniert (hier ist der Artikel zur Energiedichte).

Aber was ist dran an dem Gerücht, man sollte mehr Nüsse und mehr Olivenöl essen und das soll auch nicht dick machen, obwohl es so wahnsinnig viele Kalorien hat. Muss ich die Butter lebenslang verbannen oder ist es ein natürliches Lebensmittel, das in Maßen gar nicht schädlich ist.

Kann ich tatsächlich anstatt Schoki einfach Nüsse essen?

Im nächsten Artikel werde ich mal auseinander nehmen, was Low Junk für mich bedeutet und was ich mir diesbezüglich vorgenommen habe.

Denn ich befürchte,  Essen ist bei mir auch elementarer Ausdruck der ganz persönlichen  Freiheit und bevorzugter Anlass, mich Regeln zu widersetzen.

 

 

 

Ich teste die Actifry Heißluftfritteuse, gelingen mir Pommes?

Tefal Actrify

Werbung: Ich habe die Actifry selber gekauft und getestet. Ich bekomme dafür kein Geld, aber sicher ist sicher!

Fettfreies Frittieren, Pommes ohne Reue…ein Traum!

Schon öfters stand ich im Laden und schaute mir die Heißluftfritteusen Actifry von Tefal an und träumte von Fritten ohne Hüftgold.

Ist es möglich, Fritten in der Actifry nahezu fettfrei herzustellen?

Die Geräte sind ja doch ganz schön teuer und wer weiß, hinterher habe ich wieder ein Teil zu meiner Sammlung von unnützen Haushaltshelfern hinzugefügt, die ich nur nicht wegwerfe, weil Sie teuer waren.

Doch dann kam das Punkteangebot von Kaufland. Da ich sowieso oft dort einkaufe, waren die Punkte schnell zusammengesammelt und schwups, war die begehrte Actifry Fritteuse erstanden. Ich habe 89,00 € dafür bezahlt und es scheint ungefähr dieses Modell zu sein:

Zu Hause habe ich direkt alles ausgepackt. Es gibt das Gehäuse, das von außen durch Druck auf zwei Plastiknöpfe zu öffnen ist. Mal sehen, wie lange das hält…Dann gibt es den Garbehälter, den Actifry-Arm, der das Gargut im Garbehälter bewegt und einen Messlöffel, mit dem man das Fett abmisst, das man zum Frittieren braucht.

Sah einfach aus. Und ich möchte natürlich fettarme, selbstgemachte Luxusfritten, die trotzdem knusprig und lecker sind. Also google ich schnell nach ein paar Rezepten und schäle Kartoffeln. Diese werden in Pommesform geschnitten und dann soll ich lt. Rezept alles sehr gut abwaschen und sehr gut abtrocknen. Mach ich…danach die trockenen Kartoffeln mit etwas Öl vermischt in die Fritteuse und 20-25 min laufen lassen.

Große Einstellungsmöglichkeiten gibt es an meiner Actrify nicht…an…aus…Timer für Minutenzahl, der piepst, wenn alles fertig sein soll.

Also Fritten rein, Timer an, Fritteuse an – gespannt durch das Sichtfenster schauen, nach Garzeit labbrige Fritten betrachten, Nase rümpfen, Zeit um fünf Minuten verlängern, Fritten probieren, Würgereiz bekommen, ganze Ladung in den Mülleimer werfen. Bah…das war super mega ekelhaft. Außen cross, innen roh, teilweise labbrig, teilweise verbrannt.

Ich war super frustriert!

Also suchte ich ein Rezept für Chips. Das ganze Procedere von vorne, alles mühsam mit dem Gurkenhobel geschnitten, gewaschen, getrocknet, frittiert, Inhalt schwarz und pfui in den Mülleimer befördert.

Ich gestehe, mir ist es nicht gelungen aus frischen Kartoffeln darin knusprige und tolle Fritten zu machen.

ABER! Ich gebe ja erst einmal nicht auf.

Also kaufte ich im Laden fertige, vorfrittierte, nicht ganz so selbstgemachte und nicht ganz so kalorienarme Pommes.  Diese gelingen in meinem Backofen z. B. nie, da ich nur Ober- und Unterhitze habe und diese Fritten total weich und wabbelig nach gefühlten 100 Stunden immer noch fies sind.

Ich hatte die McCain Deluxe, die fettreduziert sind und 152 kcal auf 100 Gramm haben.  Also eine mittlere Energiedichte,  die man sich ab und an mal gönnen kann.

McCain Deluxe -Homepage von McCain

Also Tüte aus, Fritten in Actrify rein, durch das Sichtfenster dem Rührarm zusehen, wie er die Fritten umwälzt und umdreht. Der Rührarm bewegt sich sehr langsam, da wird nichts beschädigt.

Und was soll ich sagen…nach 30 Minuten hatte ich 600 Gramm leckere, knusprige und wirklich gelungene Pommes, auf die ich gar kein weiteres Fett gegeben habe. Ich hatte auch mittlerweile den Meßlöffel verschlunzt, deswegen habe ich es ganz ohne extra Fett versucht und das war eine gute Entscheidung.

Die Pommes aus der Actrify waren knusprig, nicht fettig und innen zart, also nahezu perfekt.

Tefal Actrify
Pommes aus der Acitfry

Okay, eine Familie bekommt man davon jetzt nicht satt, aber als Beilage war es gut gelungen. Eine größere Portion habe ich jetzt noch nicht zubereitet, aber es wäre ein Test wert.

Auch der Mann war begeistert von diesem Testergebnis, endlich mal ein sinnvolles Gerät…lach.

Jetzt teste ich knusprige Frikadellen!

Als Nächstes kamen mir Frikadellen in den Sinn. Ich habe ja ein gutes Rezept für fettarme Frikadellen.

Rezept für leichte Frikadellen

Die gelingen auch im Backofen mit Ober- und Unterhitze, aber es tritt immer ein wenig Eiweiß aus und vielleicht kriege ich Sie ja noch knuspriger.

Also habe ich den Rührarm der Actifry herausgenommen und eine kleine Mokkatasse über die Aufnahme des Arms gestellt, damit das Gehäuse der Actifry nicht verschmutzt und Fett ausläuft. Auch hatte ich sorge, das die relativ lockeren Frikadellen durch die Bewegungen des Rührarms auseinander fallen.

Rohe Frikadellen
Frikadellenteig
Frikadellen mit Heißluft frittiert
Frikadellen in der Heißluftfritteuse

Ich habe die Frikadellen 10 Minuten ohne weiteres Fett frittiert und dann gewendet und nochmal 10 Minuten frittiert. Man muss ein wenig aufpassen, den die hinteren Teile, die naher am Auslass der heißen Luft liegen, werden schneller braun als die Vorderen, also sollte man vorne und hinten tauschen und wenden.

Nach den 20 Minuten waren die Frikos so fest, das ich die Mokkatasse herausgenommen habe und den Rührarm eingesetzt. Das Ergebnis nach weiteren 30 Minuten waren leckere und rundherum völlig knusprige Frikadellen. Das war ein sehr gelungener Test.

Frikdallen aus der Heißluftfritteuse
Knusprige Frikadellen aus der Actify

Um mir das Wenden zu ersparen habe ich jetzt noch ein Zubehörteil erworben, den Snackkorb.

Leider sind die Frikadellen an dem Snackkorb so angeklebt, dass ich sie beim Herausnehmen alle zerbröselt habe. Das war keine gute Idee, es hat überhaupt nicht geklappt. Wahrscheinlich, weil doch etwas Fett austritt, das sich sonst in dem Behälter verteilt und im Snackkorb einfach nur nach unten tropft.

Dann hatte ich für den Snachkorb noch eine andere Idee. Das ist leider gar nicht kalorienarm, so gar überhaupt nicht, aber es schmeckt einfach sensationell lecker.

Datteln im Speckmantel im Snackkörbchen sind geil.

Einfach die Datteln mit dem Speck umwickeln und für 20 Minuten im Snackkorb Karussell fahren lassen. Leckerst. Energiedichte verschweige ich, das ist definitiv eine Süßigkeit.

Datteln mit Bacon
Datteln im Speckmantel

Ansonsten habe ich bisher noch Fischstäbchen in der Actifry zubereitet und Calamari. Bei beiden habe ich auf das Gargut jeweils einen ganz kleinen Tropfen Rama Culinesse geben und beides ist ohne Rührarm mit regelmäßigem Wenden gut gelungen.

Kurz, wir möchten die Actifry nicht mehr missen und benutzen Sie wirklich regelmäßig und sind davon immer noch begeistert.

Für uns hat sich der Kauf wirklich gelohnt.

Ich habe schon oft gehört, das man auch Brötchen darin gut aufbacken kann. Das teste ich die Tage…lach.

Habt ihr noch andere Ideen für die Tefal Actifry? Immer her damit, ich probiere alles aus. 🙂

 

 

 

 

Warum Low Carb funktioniert…und Low Fat und Schlank im Schlaf auch…. ;)

Koala

Der Koala ist ein absoluter Nahrungsspezialist. Er frisst Eukalyptusblätter und diese sind auch noch giftig. Von den 100 verschiedenen Eukalyptusarten kann auch ein Koala nur 5-10 Arten vertragen und davon dann auch nur ausgewählte Blätter.  Dabei muss er 18-22 Stunden schlafen, um die harten Blätter überhaupt zu verdauen.

Gut das wir keine Koalas sind, sondern Allesfresser.  Obwohl, 18-22 Stunden Verdauungsschlaf am Tag..hm…grins.

Warum Low Carb funktioniert!

Im Moment ist Low Carb der Königsweg, wenn man abnehmen möchte.

Kohlenhydrate sind der Feind Nummer eins. Es wird u.a. noch unterschieden zwischen guten und bösen Kohlenhydraten und Low Carb High Fat oder Ketose, bei der man fast gar keine Kohlenhydrate zu sich nimmt.

Eins haben alle Low Carb Konzepte gemeinsam. Durch die Einschränkung und den Verzicht auf Kohlenhydrate soll der Blutzuckeranstieg gleichmäßig verlaufen, Heißhungerattacken vermindert werden und es leichter fallen, weniger Nahrung zu sich zu nehmen.

Bei der Ketose, die der Körper nur in Gang bringt, wenn fast gar keine Kohlenhydrate mehr zur Verfügung stehen, wird das Gehirn anstatt durch Glucose nun mehr mit Ketonkörpern aus Fettsäuren ernährt. Jedoch hört die Ketose sofort wieder auf, wenn man nur ein wenig zu viele Kohlenhydrate zuführt. Da reicht schon eine Banane.

Kalorienzählen muss man nicht.

Und Low Carb funktioniert prima, ich habe auch damit gut abgenommen.

Morgens meistens Eier oder Pancakes aus Eiweißpulver mit Ei, mittags Käse am Stück und Abends ein großes Stück Fleisch mit Gemüse oder Salat.

Bis die Gelüste kamen. Ich wollte Brot und Kartoffeln und Fritten und ich wollte nicht mehr auf Familienfeiern auf den Kuchen verzichten und schon ging der Kreislauf von vorne los und die Pfunde kamen wieder.

Und heute weiß ich, dass ich selbst mit Sahne, Käse, Eiern und viel Fleisch und Gemüse einfach nur im Kaloriendefizit war.

Man verzichtet bei Low Carb auf sehr viele Lebensmittel mit einer hohen Energiedichte.  Kein Brot, keine Nudeln, kein Reis, keine Süßigkeiten, wenig süßes Obst, keine Gummibärchen, fast kein Zucker.

Es ist damit viel leichter im Kaloriendefizit zu sein und man nimmt auch leichter ab.  Wenn man sich also dauerhaft Low Carb ernähren kann, dann ist das toll. Ich kann das leider nicht, ich bin ein Allesfresser.

Aber ihr könnt frei entscheiden. Fällt euch Low Carb leicht, dann macht es. Hier in den Rezepten findet ihr für jede Portion unter den Gerichten jeweils die Angabe der Makro-Nährstoffe und könnt entsprechend auswählen.  Durch den höheren Fettanteil schmeckt alles auch prima.

Wenn man jedoch zu viel von allem isst nimmt man auch mit Low Carb nicht ab, sondern man nimmt zu.

Warum Low Fat funktioniert!

Bei Low Fat sollte der Anteil des Fettes in den jeweiligen Speisen unter 30% liegen. Fett hat eine sehr hohe Energiedichte mit 9 kcal pro Gramm. Also mehr als doppelt so hoch wie bei den Kohlenhydraten.

Deswegen kann man von fettarmen Gerichten proportional mehr essen als von fett- und kohlenhydratreichen Gerichten, die oft eine super hohe Energiedichte haben.

Man isst dazu viel Gemüse und Obst und nimmt ab. Und das funktioniert auch ganz hervorragend. Denn Gemüse hat eine geringe Energiedichte und z.B.  Brot mit einem fettarmen Belag, kombiniert mit einem Stück Obst kommt auch nur in den mittleren Energiedichtebereich.

Ausgeschlossen dabei sind Käse, Sahne, Schokolade, Fette Wurst, Fettes Fleisch und viele fette Zubereitungsarten wie Frittieren, also fallen Pommes weg und auf Currywurst etc. sollte man auch verzichten.

Dadurch wird die durchschnittliche Energiedichte der Nahrung gesenkt und man nimmt ab, weil man auch damit ein Kaloriendefizit erreicht.

Auch dabei muss man keine Kalorien zählen.

Jedoch wird der Zuckerkonsum gar nicht eingeschränkt. Ich habe aber trotzdem auch mit Low Fat gut abgenommen.

Leider war ich damals nicht so der Gemüse Freak, ich mochte gerne Brötchen und Obst und Nudeln und Gummibärchen.  Und ich kann tollen fettarmen Kuchen backen.

Low Fat führte dann dazu, dass ich mich an Brötchen und Co. genauso überfressen habe wie vorher und ich nahm alles wieder zu.
Zumal ich den gleichen Heißhunger auf Süßigkeiten, Kuchen und auf alles, was verboten war, entwickelt habe.

Insgesamt hat mir Low Fat besser geschmeckt als Low Carb, ich konnte es aber auf Dauer auch nicht in mein Leben einbauen.

Wenn bei euch Low Fat auf Dauer funktioniert, dann bleibt dabei. Es muss immer von Dauer sein, sonst kommen die Pfunde wieder.

Schlank im Schlaf funktioniert!

Schlank im Schlaf nennt sich auch Insulin-Trennkost.

Morgens gibt es Kohlenhydrate ohne Eiweiß, also Brot, Müsli etc. ist erlaubt, aber Ei, fetter Käse, fette Wurst, Joghurt etc. ist verboten.  Man kennt immer das berühmte Bild von den Nutellabrot-Scheiben.

Dann folgt eine Mahlzeitenpause von 5 Stunden.

Mittags gibt es gesunde Mischkost, hier dürfen Kohlenhydrate mit Eiweiß kombiniert werden.  Auch hier sollte man sich nicht von Schokolade ernähren, sondern es soll eine gesunde Mischkost mit viel Gemüse gegessen werden.

Dann folgt wiederum eine Mahlzeitenpause von 5 Stunden.

Abends isst man seine Eiweißportion, aber keine Kohlenhydrate, mageres Fleisch mit Gemüse, Fisch oder Salat.  Man kann auch einen Proteinshake als Abendessen zu sich nehmen.
Dadurch soll man im Schlaf die Fettverbrennung ankurbeln und sozusagen im Schlaf abnehmen.

Als Getränke gibt es nur Wasser oder kalorienfreie Getränke.

Ich habe das nur zwei Wochen gemacht, weil sich die Nahrungspausen nicht in meinen Alltag integrieren lassen. Morgens kriege ich nichts runter und wenn ich dann essen möchte ist es halb zehn. Ich habe aber um ein Uhr Mittagspause und nicht um halb drei. Das paßt für mich nicht.

Mittags um vier habe ich Lust auf ein Stück Obst, das war aber nicht erlaubt.

Mich hat Schlank im Schlaf hungrig gemacht und schlecht gelaunt. Ich habe zwar abgenommen, aber das war die Kostform, die ich am wenigsten durchhalten konnte.

Und das man abnimmt ist kein Wunder. Man kann nicht zwischendurch naschen, es gibt keine Softdrinks, die Mahlzeiten sind bis auf das Frühstück eher von geringerer bis mittlerer Energiedichte. Ich bin also auch dort im Kaloriendefizit.

Wenn Schlank im Schlaf für euch funktioniert, dann macht es. Es muss auch nur hier von Dauer sein.

Weight Watchers funktioniert auch prima.

Solange man es macht. Das ist das Konzept, mit dem ich am erfolgreichsten war. Ich konnte von allem etwas essen, hatte weniger Heißhungerattacken und habe super abgenommen.

Aber ab dem Tag, an dem ich keine Lust mehr hatte Punkte zu zählen, habe ich langsam alles aber sicher wieder zugenommen. Denn auf Energiedichte habe ich nicht geachtet und auch nicht darauf, ob ich das mag, was ich da esse. Magerquark hat weniger Punkte, den esse ich, obwohl er mir am Gaumen klebt.  Ich hab noch Punkte übrig, cool…ich esse Schokolade. Ich habe später jeden Tag Punkte übrig gelassen, bloß um Abends noch Schokolade essen zu können, ganz egal ob ich Lust drauf hatte oder nicht.

Und ich habe immer alle Punkte aufgegessen, egal ob ich mehr oder weniger Hunger hatte. Das wurde später mit der Einführung des Wochenextras besser, aber mir ging mein natürliches Gespür für Hunger total verloren.

Dadurch habe ich zwar in kurzer Zeit toll abgenommen, bekam aber ebenfalls Heißhungerattacken und ich habe gelernt, einfach weniger zu essen, anstatt anders.

Wenn euch Weight Watchers zusagt, dann macht das. Rechnet aber damit, dass ihr zwischendurch immer wieder Punkte zählen müsst und wenn ihr dazu die App braucht, müsst ihr auch wieder bezahlen. Und schwupps kommt ein neues Programm und alle Kochbücher, die ihr habt, sind als Arbeitsmittel erst einmal dahin. Denn der Konzern muss sich Modeerscheinungen anpassen, deswegen war auch dort Low Fat hipp und jetzt ist es eher Low Carb orientiert.

Deswegen setze ich nun auf die Energiedichte und ein Kaloriendefizit.  Denn allen Konzepten ist eins gemein:

Man isst einfach weniger Kalorien als man braucht und ist im Defizit.

Wie man das macht ist letztendlich nur eine persönliche Vorliebe! Und deswegen kann man auch entspannen und braucht sich gar nicht zu stressen.

Den Stress macht dick!

Und an einem Tag hat man mehr Hunger und am anderen Tag weniger und das muss man berücksichtigen. Und letztendlich bleibt man nur am Ball, wenn die Nahrung auch schmeckt. Sonst sitzt man in der gleichen Jojo-Falle wie immer.

Ich werde in den folgenden Monaten noch viele Hilfsmittel erarbeiten, wie man für sich selbst herausfindet, welche Nahrungsmittel zufrieden und satt machen und wie man seine Kalorienbilanz mit Hilfe der Energiedichte ohne Stress steuert.

In diesem Sinne guten Appetit.

https://dieamethode.de/2017/05/21/abnehmen-ohne-hunger-mit-der-energiedichte/

http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/low-carb-oder-low-fat-welche-diaet-ist-besser-a-1047505.html

https://www.wunderweib.de/low-fat-oder-low-carb-welche-diaet-bringt-mehr-100978.html#studie_hat_%C3%BCberraschendes_ergebnis

 

 

 

 

 

 

 

 

10 Wege, um den Heißhunger zu zähmen. Raus aus der Cortisol-Falle!

Cortisolspiegel senken

Im letzten Artikel habe ich den Zusammenhang zwischen Essen, Stress und Überessen dargelegt und dass es mitnichten alleine von der Willenskraft abhängig ist, ob wir zu viel essen oder nicht.

Und warum man sich eher an fettigen und zuckerhaltigen Speisen überisst und nicht an Selleriestangen oder Kohlrabischnitzeln.

Dick durch Druck und Stress. Wie der Falle entfliehen?!

Das Wichtigste für mich daran ist, dass ich damit ein für alle Mal den Zuviel-Essen Schuldkomplex ablegen konnte.

Ja, ich esse manchmal zu viel und ja, ich schlinge manchmal ungesunde Dinge in mich hinein und ja, das ist manchmal ein unkontrollierbarer Vorgang.

JA! JA! JA!  Stopp!

Ja, und?

Denn ich senke durch die Zucker-Fett-Kombination aktiv meine Cortisolspiegel und verhindere damit eventuell schlimmere Stressauswirkungen und ich aktiviere damit mein Belohnungszentrum. Das heißt, ich fühle mich einfach besser.  Gleichzeitig erhöhe ich meinen Serotoninspiegel.

Das ist ein Verhalten, das wir uns irgendwann angewöhnt haben, weil wir damit Erfolg haben.

Wir fühlen uns dadurch besser.

Und dann kann mein Verstand mir 10x sagen, dass die Schokolade ungesund ist und mich fett macht. Diesen Katzenjammer spüre ich ja nur wenn ich gerade an einem Spiegel vorbeikomme, eine Badeanzug kaufen will oder keuchend vor einer Treppe stehe und denke, oje, da komm ich nie rauf.

In den meisten Stunden am Tag kann ich das gut verdrängen.

Der Gewinn, den ich durch das Senken des Cortisolspiegels habe und durch die Anregung des Belohnungszentrums scheint also höher zu sein als der Frust durch das Übergewicht.

Und damit sind wir kein Opfer. Wir sind kein Opfer der Schokoladenmafia, die alles so designed, dass ich damit meine maximale Belohnung erfahre. Oder ein Opfer des Berufslebens, dass uns so viel abverlangt, gepaart mit Dauerstress.

Wir können uns frei entscheiden, anders zu handeln.

Aber wie senkt man denn nun seinen Cortisolspiegel auf andere Art und Weise?

Der jetzige Weg ist natürlich bequem, einfach und billig. Ich gehe in den Supermarkt, kaufe für 2 € zwei Tafeln Schokolade, esse beide auf und voila, ich fühle mich gut.

Und das Erste, was mir in den Sinn kam war, das es doch irgendeine Pille oder ähnliches geben muss. Ich will was einwerfen und das hat dann den gleichen Zweck, aber macht mich nicht fett. Ich muss breit grinsen, denn das wäre echt cool.

So was wie „Gras rauchen“ und völlig entspannt und gechillt durchs Leben schweben. Einfach den ganzen Tag powern, total gestresst sein und puff, abends Pille rein und alles löst sich auf und ich bin glücklich und entspannt.

Gibt es aber nicht!!!  Es gibt nur unsere Eigenverantwortung und Wege, unser eigenes Verhalten zu ändern.

Also fragte ich Google und als erstes wurden mir Lebensmittel vorgeschlagen, die den Cortisolspiegel senken können. Okay, es waren gesunde Lebensmittel wie Haferflocken, Nüsse und Beeren, aber ich möchte ja etwas finden ohne Essen.

Dann fand ich jede Menge Nahrungsergänzungsmittel. Die Wunderpillen, die alles gut machen und eine Monatspackung kostet auch nur einen kleinen dreistelligen Betrag. Laßt die Finger davon, das braucht niemand.

Ich muss mein Verhalten ändern!

Geeignete Maßnahmen sind z.B. diese folgenden 10 Dinge.

  • Schlaf

Im Schlaf regeneriert sich der Körper und die Stresspegel sinken. Das ist völlig kostenlos, quasi umsonst.

Ich schlafe definitiv zu wenig. In manchen Nächten komme ich nur auf 5,5 – 6 Stunden und wundere mich dann, warum ich immer müde bin. Das habe ich aber wirklich erst festgestellt, als ich angefangen habe mit einem Fitbit meinen Schlaf zu tracken. Seitdem versuche ich mindestens sieben Stunden zu schlafen und tatsächlich geht es mir bedeutend besser und ich habe die Schokoladenattacken besser im Griff.

  • Atmung

Atmen kann was cooles sein..lach…und kostet auch überhaupt gar nichts. Am besten dabei finde ich tiefes ausatmen.  Tiefes Ein- und Ausatmen zusammen klingt immer so nach seufzen. Aber normal einatmen und dann einfach ganz tief ausatmen und den Oberkörper zusammensacken lassen ist was Herrliches. Das entspannt total und ist auch mal eben schnell gemacht. Im Auto, wenn es nicht vorangeht oder im Büro, wenn es gerade super hektisch ist. Einfach kurz innehalten und tief ausatmen. Das geht immer

  • Viel Trinken

Oft vergesse ich das trinken oder verwechsle Hunger mit Durst. Das ist tatsächlich so, auch wenn ich es immer für einen Mythos gehalten habe. Und immer, wenn ich mir dann vornehme ich trinke nur noch Wasser dann will ich alles Mögliche trinken, nur kein Wasser. Und manchmal trinke ich gar nichts, weil ich das Wasser dann nicht mag. Ohne Flüssigkeit ist der Körper aber weniger Leistungsfähig und ich bekomme dann regelrechte Wortfindungsstörungen. Also habe ich einen Deal mit mir selber gemacht. Ich liebe Apfelschorle und mittlerweile steht hier in der Speisekammer ein ganzer Kasten Lift. Und auf einmal trinke ich zwischendurch gerne Wasser, weil die Lift erlaubt ist und immer verfügbar. Nachdem ich drei Flaschen getrunken hatte war es gar nicht mehr so wichtig…lach.

  • Simples Spazieren gehen und kurz in der Natur sein

Ich dachte immer, ich müsste mega Sport machen und mich richtig anstrengend und auspowern. Muss ich gar nicht. Es reicht, wenn ich abends kurz eine Runde um den Block gehe und mal eben in der Natur bin. Jetzt wohne ich privilegiert direkt an der Ruhr und kann hier super schön spazieren gehen, habe ich aber bisher fast gar nicht genutzt.

Klar, man muss Zeit investieren, aber das lohnt sich. Spazieren gehen ist kostenlos.

  • Tiere

Wir waren sonntags im Park und das Wetter war schön und in der Nähe war der Zoo. Also gingen wir ganz ungeplant und absichtslos in den Zoo. Das hat mich fast am allermeisten von allem entspannt. Okay, das hat Geld gekostet, aber es war so schön einfach so absichtslos durch den Zoo zu spazieren und die Tiere anzuschauen, die alle gechillt in der Sonne lagen.  Zuhause bekomme ich dieses gechillte Gefühl von meinem Kater, der sich gerne kraulen läßt und wenn ich mir ein paar Minuten Zeit nehme, um ihn zu bürsten und ihn zu püngeln läßt mich das entspannen.

  • Lachen

Manchmal läßt uns das Leben zu wenig lachen und wir nehmen alles so schwer.  Wenn es also gerade gar nichts zu lachen gibt, warum schauen wir uns dann nicht einfach etwas Lustiges an. Katzenvideos auf YouTube gehen immer….  😉. Oder wir lesen einen Witz oder ein lustiges Buch. Man muss nicht immer alles so schwernehmen. Manchmal reicht es einfach die Mundwinkel hochzuziehen und eine Grimasse zu schneiden. Wir lachen den Speck weg und haben so eine kurze Auszeit.

  • Meditation und Achtsamkeit

Meditieren kostet nicht und ist nicht schwer. Wenn man Meditation bei Google eingibt findet man jede Menge kostenlose Anleitungen für Kurzmeditationen. Ich habe mir extra zwei Bücher dafür gekauft. Ich bin immer viel zu unruhig für eine Mediation und Schokolade essen geht einfach viel schneller, aber ich halte es für eine ausgezeichnete Möglichkeit kurz Abstand vom Alltag zu gewinnen, sich zu besinnen und einen kurzen Stopp einzubauen.  Und ich werde mit beiden Büchern und CD´s üben und dann berichten wie es klappt.

 

  • Freunde und Familie

Vernachlässigt nicht eure Freunde und Familie. Bevor die Schokolade im Mund verschwindet redet lieber abends mit eurer Familie, lacht und tut etwas Verrücktes.  Schnappt euch Mann und Kinder und geht zu Schritt 3 und geht einfach spazieren. Oder schaut euch eine Komödie an.

  • Musik hören

Wann habt ihr euch das letzte Mal Zeit genommen und einfach nur ein wenig Musik gehört. Nicht im Auto und auch nicht im Radio nebenbei, sondern einfach so hingelegt, in der Playlist gekramt und Musik gehört. Jeden Song mit Bedacht ausgewählt und in Erinnerungen geschwelgt. Es geht darum, ein Stück weit zur Ruhe zu kommen, kurz Abstand vom Alltag zu gewinnen und ein klein bisschen Frieden zu gewinnen.

  • Mahlzeiten durch Süßigkeiten ersetzen

Jetzt spinnt sie, werden manche nun denken. Nein, ganz und gar nicht…lach. Ich tue das wirklich manchmal. Früher habe ich die Tafel Schokolade gegessen, mich geschämt, mir geschworen, dass nie wieder zu tun und bei der nächsten Stressattacke hing ich wieder an der Silberfolie (früher war Schokolade in einer Silberfolie mit Papierverpackung drumherum 😉).  Und das Ganze zusätzlich zum Abendessen. Schokolade und Eis und Chips gehen immer.

Jetzt ist mir bewusst, dass ich mit Chips und Schokolade wirklich und real meinen Stresslevel senken kann. Es ist eine billige und einfache Lösung und auf Dauer macht es mich dick. Manchmal ist man jedoch so, dass man eine billige und einfache Lösung für die Hinterhand braucht. Also setze ich es manchmal ganz bewusst ein. Am Freitag war ich so down und gestresst, dass ich eine halbe Tüte Chips gegessen habe und ein paar Stückchen Schokolade und das anstatt des Abendessens.

Ich war körperlich satt und emotional auch. Die Vitaminapostel schreien jetzt auf und prognostizieren mir einen raschen Muskelverfall und Vitaminmangel. Wahrscheinlich werde ich auf der Stelle verdorren…grins.

Aber es tat mir gut und es war bewusst eingesetzt. Und das ist der Unterschied zu vorher. Vorher habe ich den Stress- und emotionalen Hunger so bekämpft in dem ich vorher gut zu Abend gegessen habe ich danach die halbe Tüte Chips und die Schoki. Jetzt wusste ich, dass ich das Essen zur Entspannung missbrauche und habe es bei klarem Verstand und zielgerichtet getan.

Es geht bei all dem darum den Suchtimpuls kurz zu unterbrechen, inne zu halten und die unbewusste Programmierung zu unterbrechen, die uns immer wieder dazu bringt uns mit Essen vollzustopfen.

So können wir unser Verhalten hinterfragen und ändern. Das wird dauern und immer wieder werden die alten Impulse anklopfen. Eine Verhaltensänderung dauert und ist nicht einfach. Schließlich tun wir das was wir tun schon fast unser ganzes Leben. Also seid nicht ungeduldig mit euch und wenn ihr euch dazu entschließt, Stress, Gefühle und Emotionen herunterzustopfen, dann tut es bewusst.

Hier geht es weiter: Drei oder fünf Mahlzeiten am Tag?

Dick durch Druck und Stress. Wie der Falle entfliehen?!

Eisbär im Zoo

Gestern habe ich eine ganze Tüte Chips gegessen und hinterher fast noch eine ganze Packung Pralinen. Und als Abschluß noch ein Eis mit Erdbeeren. Sonst nichts, außer ein paar Scheiben Salami. Aber ich habe nichts gekocht, mich völlig dem Essen hingegeben und zwar nur den Nahrungsmitteln, die mir sonst verkneife.

Ich kann wochenlang „normal“ essen. Ich kann Kalorien tracken, mich zügeln und ich kann gut und gesund kochen. Und an vielen Tagen ist es absolut leicht.  Und manchmal gibt es so einen Freßattacken-Tag. Den kann ich zwar mit den normalen Tagen immer noch gut ausgleichen, aber ich hätte lieber keine Freßattacken und ich möchte viel viel lieber nur dann essen, wenn ich Hunger habe.

Nach dem Freßtag fühle ich mich aufgebläht und mir ist schlecht, mein Gemüt fühlt sich jedoch ausgeglichen. Körperlich ist das nicht gut für mich, seelisch scheine ich es manchmal zu brauchen.

Das „ab und zu“ Schokolade und Chips essen ist ja gar nicht schlimm. Mich stört der Heißhunger drauf und die suchtartige Struktur. Manchmal kann ich den Essanfall auch nicht stoppen, dann esse ich eine ganze Woche nur krudes Zeug.

In einer Gesellschaft, in der wir heute auf dem Vollen schöpfen können, sollte es doch einfach sein nur die Nahrungsmittel zu wählen, die mir gut tun.

Warum ist es dann oft so schwer, gesund zu essen und auf Schokolade zu verzichten?

Wenn ich die Kontrolle absolut aufgeben würde, dann würde ich wahrscheinlich richtig dick werden. Und das Phänomen ist nicht neu. Das verfolgt mich seit meiner Teenagerzeit.

Das Essen soll ja nicht nur meinen Hunger stillen, es hat unzählige Funktionen auf die Psyche und auf den Körper.

Damals gab es von Oma immer Schokolade als Trost oder als Belohnung. Ein Eis in der Stadt war etwas Besonderes. Die Schubladen voll mit Süßigkeiten und Chips, die es bei den Eltern meiner Freunde gab, habe ich bewundert und diese lösten damals schon Gier aus.

Essen ist also immer auch Belohnung und Trost.  Das ist mir schon lange klar, aber alleine die Erkenntnis nützt mir überhaupt nichts.

Also habe ich weiter gesucht und bin auf etwas Interessantes gestoßen.

Essen kann Druck mindern und das ist sogar nicht nur auf seelischer, sondern auch auf körperlicher, hormoneller Ebene nachvollziehbar.

Und das war für mich neu!

Es liegt nicht nur an der Psyche, wir sind nicht verkorkst. Es ist ein biochemischer Vorgang in unserem Körper, der zwar mit unseren Emotionen zu tun hat, der aber chemisch erklärt werden kann.

Diese Erkenntnis ist für mich wirklich wichtig.

Ich esse zuviel, weil ich meine Körperchemie damit ausgleichen kann.

Essen ist auf körperliche Ebene hervorragend im Stress- und Druckabbau!

Was Stress genau ist, ist für jeden anders definiert. Mir machen vielleicht Dinge Stress, die anderen Menschen gar nichts ausmachen.

Ich bin z.B. perfektionistisch verlangt und denke viel. Gleichzeitig bin ich aber sehr ungeduldig und möchte am liebsten 100 Dinge auf einmal tun. Manchmal kann ich mich gar nicht mehr entscheiden, was ich zuerst anfangen will und wenn dann im Büro noch 10 Kunden an mir zerren und ständig das Telefon klingt und ich unbeständig von einer Sache zur nächsten hüpfen muss, dann erreicht mein Stresspegel Tageshöchstwerte.

Dazu sehe ich dann noch im Fernsehen die aktuellen Bilder vom Terror und auch in der Familie läuft nicht immer alles reibungslos.

Ich fühle mich dann hibbelig und unausgeglichen und könnte jedem in meiner Umgebung an die Kehle gehen. Am besten wäre jetzt eine halbe Stunde Bewegung an der frischen Luft.  Aber es ist erst 11.00 Uhr und ich kann ja  schlecht den Kunden sagen, so ich geh jetzt mal ´ne halbe Stunde laufen. Stellt euch mal schön hinten an und haltet die Klappe.

Ich werde den Stress nicht los.

Mein Körper setzt dann Adrenalin und Noradrenalin und später Cortisol frei, damit ich kämpfen oder flüchten kann. Dadurch wird Glukose aus der Leber freigesetzt, damit ich Energie habe für den Kampf. Wenn ich jetzt die Situation gut bewältige, dann beruhigt sich der Körper wieder und die Stresshormone werden zurückgefahren. Wenn ich aber der Situation weiter ausgesetzt bin, wird anstatt einer Beruhigung vermehrt Cortisol ausgeschüttet. Cortisol ist das Langzeit Anti-Stresshormon.

Cortisol ist das körpereigene Cortison und bei anhaltendem Stress wird jede Menge von diesem Hormon ausgeschüttet. Dieses wirkt stark entzündungshemmend und sorgt dafür, dass der Körper den Stress aushalten kann.

Cortisol an sich ist überlebenswichtig im Körper und gar nichts schlimmes.

Das Hormon setzt Glukose frei und sorgt dafür, dass weiterhin genügend Zucker im Blut ist, um den Stress aushalten zu können. Wenn jedoch der Cortisolspiegel über Jahre hinweg immer zu hoch ist, weil wir nicht genügend Ruhephasen und Rückzugsmöglichkeiten haben, dann äußert sich das in Verspannungen, zu hohem Blutdruck, zu hohem Blutzucker und Verdauungsproblemen.  Und wir haben permanent einen zu hohen Insulinspiegel.

Und ganz wichtig, das Cortisol unterdrückt das Serotonin, das Glückshormon.  Serotonin sorgt u.a. aber auch die für die Wahrnehmung von Sättigung, so das ein dauerhaft erhöhter Cortisolspiegel zu Übergewicht und Depressionen führen kann.

Ich bin also permanent einem hohen Cortisolspiegel ausgesetzt und wahrscheinlich einen Mangel an Serotonin.

Serotoninmangel steigert den Appetit.

Also bin ich nötzig, hungrig und unausgeglichen. Das Beste wäre jetzt eine Runde Bewegung und frische Luft.

Wenn ich nun abends nach Hause komme, noch eingekauft habe und es schon 19.30 Uhr sind, dann nehme ich mir zumindest die Zeit zu kochen. Dann noch ins Sportstudio zu gehen empfinde ich als zusätzlichen Stress.  Ich leide unter permanentem Zeitmangel. Sport macht mir nicht wirklich Spaß, also fällt das gerne durchs Raster. Dabei könnte Bewegung das Cortisol zuverlässig abbauen.

Kohlenhydratreiche Nahrung stimuliert z.B. die Serotoninbildung.

Ein weiteres Glückshormon ist Dopamin. Dopamin wird unter anderem ausgeschüttet, wenn das Belohnungszentrum im Gehirn stimuliert wird.

Ich habe in der Kindheit gelernt, das Schokolade und Chips rar sind und gerne als positive Verstärker für erwünschtes Verhalten eingesetzt werden. Auch bekam ich Schokolade zum Trost von meiner Oma. Auf jeden Fall war es was ganz Besonderes, stimuliert also mein Belohnungszentrum.

Die jetzigen Industrielebensmittel sind so designed, das man mit einer bestimmten Kombination von Zucker und Fett eine maximale Stimulation des Belohnungszentrums bekommt und damit einen hohen Dopamin Ausstoß.  Schließlich soll man die Produkte immer wieder kaufen.

Dadurch werden gleichzeitig die Sättigungshormone gebremst, da durch die enorm große Stimulation die natürlichen Sättigungshormone nicht mehr dagegen ankommen.

Und so beginnt der verhängnisvolle Kreislauf.

Wir sind dauergestresst und haben zu wenig Serotonin.

Manche Nahrungsmittel sind so komponiert, dass wir über unser Belohnungssystem einen maximalen Dopamin Ausstoß erlangen können, wenn wir Fett und Zucker in bestimmten Kombinationen essen.

Kohlenhydrate führen zu einer erhöhten Serotoninbildung, wir fühlen uns besser.

Jetzt bin ich kein Wissenschaftler, aber ich kenne die Wirkung am eigenen Leib.

Wenn ich viel Brot, Brötchen, Nudeln, Kartoffeln und dazu noch viel Schokolade, Käse und Wurst esse fühle ich mich prima. Ich schwebe auf Wölkchen, habe ein dickeres Fell und kann den Stress gut kompensieren.

Wenn ich jetzt Diät halte oder neumodisch „Ernährungsumstellung“, esse ich weniger von all dem und versuche ja auch den Kohlenhydratanteil wegen einer hohen Energiedichte zu reduzieren und nach einigen Wochen bin ich unzufrieden und fühle mich von Kleinigkeiten sehr gestresst. Ich bin einfach weniger belastbar.

Also kommt irgendwann der Fressanfall bis ich mich tatsächlich besser fühle. Und das funktioniert, ich fühle mich besser.

Bisher habe ich das nicht verstanden, weil ich weder willensschwach noch undiszipliniert bin. Ganz im Gegenteil. Ich konnte nicht verstehen, warum ich immer wieder das Gleiche wiederhole.

Jetzt wird es mir klarer, denn mein Körper folgt einfach primitiven Reflexen.

Es ist eine unheilvolle Kombination aus einer unbewußten Programmierung des Belohnungszentrums gekoppelt an Suchtimpulsen, gepaart mit Stress.

Und das kombiniert mit Lebensmitteln, die von Food-Designern so komponiert sind, dass das Belohnungszentrum maximal stimuliert wird.

Genauso funktioniert Rauchen und im weitesten Sinne auch Alkoholsucht. Solange ich viel geraucht habe war ich auch schlank bzw. Abnehmen war einfach. Das Nikotin bzw. die Erwartungshaltung an die Zigarette sorgte für den notwendigen Dopaminausstoß.

Also braucht es eine Strategie, um den Cortisolspiegel zu senken und so die Spirale gar nicht erst in Gang zu bringen. Dabei können Entspannungstechniken helfen.

Und es braucht Elemente der Verhaltenstherapie, um die Kopplung von Glück und Entspannung an bestimmte Nahrungsmittel aufzulösen. Ich werde in den kommenden Wochen dazu verschiedene Techniken ausprobieren und dafür berichten wie es geklappt hat.

Hier sind noch einige interessante Quellen zu den hormonellen Wirkungen in Bezug auf Essen und Stress.

https://www.dasgehirn.info/denken/motivation/schaltkreise-der-motivation

https://www.spektrum.de/news/suechtig-nach-essen/1210893

http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/wie-schokolade-auf-den-koerper-wirkt-a-859176.html

Produktempfehlung Frio Eistee

Eistee in Teebeuteln

Werbung: Ich empfehle das Produkt, weil ich es selber gerne esse. Ich werde dafür nicht bezahlt. Aber sicher ist sicher.

Trinken ist überlebensnotwendig.

Gerade wer abnehmen will sollte ausreichend trinken und Flüssigkeit zu sich nehmen. Die Empfehlungen schwanken zwischen 1,5 und 2 Litern am Tag.

Das perfekte Getränk ist sicherlich pures Wasser.  Ob Kraneburger, Sprudelwasser, frisches Quellwasser oder Tafelwasser.

Sind alle gesund, kalorienfrei und leider auch geschmacksneutral.

Leider geschmacksneutral?

Es wäre nicht so schön, wenn Wasser auf einmal Geschmack hätte, wenn man es zum waschen, kochen und baden verwendet…haha…da ergäben sich bestimmt sehr lustige Erlebnisse.

Aber immer nur Wasser pur trinken ist auf Dauer etwas langweilig.

Ich trinke leider am liebsten etwas Süßes und für eine eiskalte Cola aus einer Glasflasche würde ich jeden noch so edlen Champagner stehen lassen.

Zuckerbomben hoch drei sind mein Begehr.

Aber ich werde davon dick. Und Light-Getränke mit Süßstoff sind bei mir keine Option, da ich davon einen unkontrollierbaren Heißhunger entwickle. Ich verteufel die Süßstoffe nicht, aber in flüssiger Form als Getränk befinde ich mich damit in einer ausgesprochen erfolgreichen Mastphase.

Ich habe mal gelesen das dieses Phänomen bei circa. 50% der Menschen auftritt. In Quark z.B. hat der Süßstoff bei mir nicht diese Wirkung.

Also wieder nur Wasser…hmpf.

Aber dann fand ich Frio.

Frio ist ein Eistee aus Teebeuteln, die mit kaltem Wasser aufgesetzt werden.

Die Zutaten sind z.B. für die Sorte Himbeere Zitrone:

Hibiskus, Äpfel, Hagebutten, Himbeeraroma (5%), Steviablätter, Zitronenaroma, Himbeeren, Zitronenschale

Der Tee ist also durch die Beimengung von Steviablättern ganz ohne zusätzlichen Zucker schön süß. Steviablätter haben ja oft einen lakritzartigen Nachgeschmack, aber bei diesem Tee ist das überhaupt nicht der Fall.

Mir schmeckt die Sorte Himbeere Zitrone ausgezeichnet. Orange-Erdbeere ist mir persönlich einen Tick zu orangig, aber trotzdem trinkbar.

Pfirsisch-Maracuja hat mir gut geschmeckt. Es gibt auch noch Limette-Minze, die habe ich aber noch nicht probiert.

Eine Packung mit 18 Beuteln kostet 2,79 € und ein Glas mit 200 ml hat ungefähr 4 kcal.

Über die Aromastoffe kann man streiten, aber von irgendwo her muss der Geschmack ja kommen.

Ich setze mir nun öfters morgens eine Karaffe mit Frio Eistee auf.  Und die ist nach spätestens zwei Stunden leer getrunken. Ich nehme eine Flasche Mineralwasser dazu, also habe ich 750 ml schon einmal weg. Auf die 750 ml nehme ich auch nur zwei Beutel, das reicht für mich dicke. Auf der Seite von Teekanne werden 5 Beutel für eine Kanne empfohlen. Wie viele ml hat denn eine Kanne?

Das ist selbst für mich Süßschnabel viel zu süß.

5-8 Minuten soll der Tee ziehen.

Wir trinken Wasser übrigens nur noch aus Glasflaschen, um den Plastikhormonen etwas aus dem Weg zu gehen.

Probiert den Frio mal und berichtet, wie es euch geschmeckt hat. Ich gebe dann schon mal frische Minzblätter dazu, die wachsen auf dem Balkon auch super im Blumenkasten.

PS. Ich werde dafür nicht bezahlt, mir schmeckt es einfach nur prima!

Frio Produktinformationen bei Teekanne

 

 

 

 

Dicke sollen mehr zahlen! Diskriminierung in der Sendung Markt!

Gestern lag ich zugegebenermaßen auf der Couch und habe mir Markt angestellt. Das Magazin hatte ich schon länger nicht mehr gesehen, schaue es aber normalerweise sehr gerne.

Es gab einen Beitrag zu der Frage, ob Dicke mehr Krankenkassenbeitrag zahlen sollen.

(Leider ist der Link in der Mediathek abgelaufen, so dass ich ihn herausnehme)

Der ganze Beitrag war pure Polemik, diskriminierend und pseudowissenschaftlich und ich bin immer noch wütend. Ich sehe mich selten genötigt, öffentlich zu einem Beitrag meinen Senf dazu zu geben, aber hier ist es mir eine Herzensangelegenheit.

Es geht darum, das überlegt wird, ob dicke Menschen bei der Krankenkasse einen Risikozuschlag zahlen sollen.

Die Kosten, die durch sie verursacht werden, würden momentan von der Allgemeinheit mitgetragen und das wäre ja nicht gerecht.

Denn sinngemäß haben Dicke sich nicht unter Kontrolle, fressen den ganzen Tag, sind sowieso überhaupt faul und ständig krank.

Und deswegen sollen Sie gefälligst mehr zahlen.

Welche Gruppe wird denn als nächstes vorverurteilt?

Der Raucher?

Der Trinker?

Der Workoholic?

Der Extremsportler?

Der Ausländer?

Wann ist man denn ein wertvolles Mitglied in der Gesellschaft? Wann ist man es denn wert von der Solidaritätsgemeinschaft getragen zu werden? Was muss man tun, um ein wertvoller Mensch zu sein und wer will dies beurteilen?

Es gibt solch einen Zwang zur Selbstoptimierung, solch einen Druck von allen Seiten, das es gar kein Wunder ist, dass die Zahl der depressiven Menschen weiterhin rasant ansteigt.

Das betrifft schon unsere Kinder und macht auch vor uns selbst nicht halt.

Wir sollen alle schlank, schön, fit, gut gebildet, bitte schön gesund und bitte schön auch angepaßt sein.

Wer von der Norm abweicht fliegt raus!

Ich arbeite jeden Tag 9 Stunden, verbringe zwei Stunden auf der Autobahn, um überhaupt zur Arbeit zu kommen, gehe einkaufen, koche für die Familie, bilde mich stetig weiter, erledige die Hausarbeit und versuche auch noch ein wenig Spaß im Leben zu haben.

Der Druck im Job wird auch nicht weniger, die Kunden sind nicht einfacher geworden in den letzten 25 Jahren und wenn mein Mann nicht die Hälfte im Haushalt übernehmen würde, dann sähe es hier aus wie bei Hempels unterm Sofa. Der Druck, der auf uns allen lastet ist enorm!

Wir zahlen zu zweit den Höchststeuersatz und sind beide gesund.

Aber wir sind kein wertvolles Mitglied der Solidargemeinschaft mehr weil wir beide Übergewicht haben?

Das, liebe Markt-Redaktion, ist ja wohl das allerletzte!

Das ist Fat Shaming unterster Schublade, diskriminierend und verletzend!

Ich weiß,  wie ich schlank werden könnte und zwar dauerhaft….

Ich höre einfach auf zu arbeiten und mein Mann hört auch auf.

Dann habe ich Zeit und kann mich den ganzen lieben langen Tag um meine Selbstoptimierung kümmern. Morgens fein in Ruhe Frühstücken, ich hab ja Zeit. Dann die erste Runde Sport, ich habe ja Zeit. Dann einen kleinen gesunden Mittagssnack, wir haben ja Zeit. Und wir sind so entspannt. Keiner macht uns Stress. Ich fahre mal eben zum Bauern und hole mir frisches Getreide und backe schnell noch ein Brot. Gesund soll es sein. Nachmittags schnell noch eine zweite Runde Sport. Eben habe ich im Garten noch mein frisches Gemüse geerntet. Die Kinder kommen zu Besuch, ach wie fein. Die gehen ja auch nicht mehr arbeiten oder zu Schule.

Die brauchen ja auch  Zeit für Ihre Selbstoptimierung.

Schließlich kriegen wir von der Solidargemeinschaft alles bezahlt, auch die Krankenkasse für umsonst.

Wir sind ja schlank….!!!!

Oder was?

 

Die acht goldenen Regeln der A-Methode!

Lebenmittelsauswahl
Infografik zur Lebensmittelauswahl

Die erste und mit Abstand wichtigste Regel der 8 goldenen Regeln:

Was schmeckt euch denn?

Und womit könnt ihr für den Rest eures Lebens leben?

Eine ganze Zeit lang war Low Fat der Hit. Und die Menschen nahmen ab, im Supermarkt fand man auf einmal ganz viele fettarme Produkte und sogar die Weight Watchers schwammen ganz oben auf der Low Fat Welle.

Ich auch. Und mir kam das auch gelegen, da ich gerne Nudeln, Brot und Brötchen esse.

Mit Low Fat habe ich super abgenommen. Und wieder zu, als ich aufhöre Low Fat zu essen und Lust hatte auf fettigen Käse, Chips und Leberwurst.

Dann kam Low Carb in alle seinen Ausprägungen wieder. Mit Ketose, ohne Ketose, mit 50 Gramm Carbs oder mit 100 oder noch mehr. Bei der Ketose stellt der Körper die Energie für das Gehirn irgendwann nicht mehr als Glukose her sondern aus Ketonkörpern. Um zu testen, ob man schon oder noch in Ketose ist, pinkelt man auf Teststreifen, die mittels einer Farbe Ketonkörper anzeigen.

Mitte der 70er Jahre war Low Carb ja schon einmal sehr populär. Ich erinnere mich an meine Tante, die damals ganz hysterisch wurde, weil mein Opa Ihr Kartoffeln auf den Teller gelegt hatte. Die durfte man nicht essen, die waren böse. Ich war sechs Jahre alt und so irritiert, das es mir eindrucksvoll im Gedächtnis blieb.

Meine Erfahrungen mit Atkins sind 20 Jahre alt, deswegen bin ich nicht ganz up to date.

Ich habe Atkins in der strengen Phase damals nur 3 Wochen durchgehalten, da ich das Übermaß an Fett nicht mehr vertragen konnte. Heute gibt es ja mehr Phasen und nur am Anfang ist es so übermäßig streng.

Also bin ich umgestiegen auf die Logi-Methode und zwischendurch mal South Beach Diät und ähnliches. Immer sollte ich den Kohlenhydratanteil in meiner Nahrung reduzieren, mal mehr mal weniger stark.

Abgenommen habe ich damit immer. Zugenommen auch, weil ich auch die gemäßigte Form von Low Carb nicht jahrelang durchgehalten habe.

Ich hatte immer das Gefühl, mir nimmt jemand etwas weg. Und das erzeugte so großen Druck, das sich der Druck irgendwann immer! in einem Fressanfall entladen hat.

Denn meine Wahrheit ist:

Es ist egal ob ich Low Fat oder Low Carb praktiziere oder Formular Diät oder Weight Watchers. Solange ich im Kaloriendefizit bleibe, nehme ich ab. Esse ich im Übermaß nehme ich zu.

Wenn ihr also mit Low Fat gut fahrt, dann macht das weiter.

Nehmt ihr mit Low Carb super ab und seid zufrieden, dann macht auch das weiter.

Wollt ihr lieber die ganze Nahrungsvielfalt nutzen, abnehmen und damit satt und zufrieden sein, dann macht die A-Methode.

Hier sind die 8 Fragen, die euer Leben verändern werden!

  • Schmeckt mir das Lebensmittel gut?
  • Kann ich es gut vertragen?
  • Möchte ich das für den Rest meines Lebens essen?
  • Ist es ein möglichst unverarbeitetes Lebensmittel?
  • Wie ist die Energiedichte dieses Nahrungsmittels?
  • Bin ich bereit Neues zu probieren und neugierig?
  • Gibt es eine Alternative zu diesem Nahrungsmittel mit einer besseren Energiedichte?
  • Macht mich das satt?

Ich beantworte für ich diese Fragen mal anhand des Lebensmittels Brot:

Brot schmeckt mir in allen möglichen Variationen, ob als Weißbrot, Graubrot, Körnerbrot, Pumpernickel oder Schwarzbrot.

Ich kann mir nicht vorstellen für den Rest meines Lebens auf Brot zu verzichten. Brot ist für mich wichtig.

Ein noch klassisch gebackenes Brot ist jedoch schwer zu bekommen, das meiste industriell gefertigte Brot ist voll mit chemischen Zusätzen und ein hoch verarbeitetes Lebensmittel. Also eher nicht so günstig.

Bei mir um die Ecke ist aber ein Biobäcker, vor dem sich immer eine lange Schlange bildet und das Brot schmeckt sensationell.

Die Energiedichte von Brot ist hoch. Das heißt ich kann nur wenig von diesem Lebensmittel verzehren und muss überlegen, ob ich dann mit dieser geringen Menge satt werde. (Die Energiedichte bezeichnet einen Wert, der sich aus kcal/g Lebensmittel ableitet. Brot liegt bei 1,9 bis 3,0. Das heißt 1 Gramm Brot hat 1,9 kcal = 100 Gramm haben 190 kcal. Bis 1,5 gilt als günstig – siehe auch den Artikel über die Energiedichte).

Ich bin neugierig und schaue mich nach einer Alternative um.

Vollkornbrot hat mit 1,9 eine bessere Energiedichte als Weißbrot mit 2,7.  Vollkornbrot schmeckt mir gut.  Aber ich kann nicht jedes Vollkornbrot vertragen. Zu viel Vollkorn und ich bekomme Blähungen.  Graubrot aus schönem Sauertag hat eine Energiedichte von 2,2 und das kann ich sehr gut vertragen.

Um nun die Energiedichte zu senken und viel zu essen habe ich jetzt noch zwei Tricks.  Erstens kaufe ich ein ungeschnittenes Graubrot und schneide mir die Schnitten selber mit nur 5 mm Dicke. Die Energiedichte des Brotes bleibt gleich, aber ich kann dann zwei Scheiben belegen.

Magere Putenbrust schmeckt mir prima, das kann ich immer essen.  Sie hat eine Energiedichte von 1,3. Also belege ich zweitens mein dünn geschnittenes Brot mit je 3 Scheiben Putenbrust und erhöhe so die Menge des Belages, um satt zu werden.

Butter hat eine sehr hohe Energiedichte von 8. Ich nehme entweder den Weight Watchers Brotaufstrich oder probiere es einfach mit Senf, der liegt bei 0,9.

Tomaten und Gurken haben eine Energiedichte von 0,2 und 0,1 und helfen dabei, das Brot aufzupeppen und die Energiedichte zu senken.

Anstatt zwei dicke Scheiben Brot mit Nutella esse ich nun zwei dünne Scheiben dick belegt mit Putenbrust, Senf als zusätzlicher Geschmacksstoff und dazu Tomatenscheiben, Gurkenscheiben und noch ein paar Cherrytomaten zum Naschen.

Nun zur wichtigsten Frage.  Werde ich davon satt und wie lange hält die Sättigung vor?

Ich persönlich werde davon satt, aber es hält nicht lange vor.

Meine Quarkbombe am Morgen hält viel länger vor als die Brotzeit. Und das bei einer ähnlich hohen Kalorienaufnahme.

Also ist für mich das Fazit auf meiner Bewertung für Brot, das ich zwar Brot essen kann, es mich aber nicht übermäßig satt macht. Also kann ich als Konsequenz zwar morgens eine Brotzeit essen, muss mich aber darauf gefaßt machen das ich früh wieder Hunger haben werde und sollte deshalb für das Mittagessen etwas einplanen, das mich länger sättigt, damit meine Kalorienbilanz trotzdem ausgewogen bleibt.

Und so könnt ihr nach und nach eure Nahrungsmittel untersuchen und ggfls. kleine Änderungen einfließen lassen.

Denn meistens sind es die kleinen Dinge, die man ändert, die dann zum Erfolg führen.

Überprüft eure Lieblingsessen mal nach den 8 goldenen Regeln und schaut dann, ob es kalorienärmere Alternativen gibt, die genauso gut oder noch besser schmecken!

Viel Spaß beim Ausprobieren!